MC18 NOV17x2

Social Media Icons Shop 55

Spy Kids 4: Alle Zeit der Welt

 

Spy Kids 4D

Daten

 

Spy Kids 4D: Alle Zeit der Welt

USA 2011, 89 Min

REGIE: Robert Rodriguez
PRODUKTION: Elizabeth Avellan, Robert Rodriguez
KAMERA: Jimmy Lindsey

 

 

Regie: Robert Rodriguez

 

Kinostart: 03. Mai 2012

 

„4D" prangt auf  dem Filmplakat des vierten Teils von „Spy Kids" und verspricht vierdimensionales Kino-Vergnügen. Das Wundermittel, das die vierte Dimension der Wahrnehmung schaffen, und ein junges Publikum ins Kino locken soll, nennt sich klangvoll „Aroma-Scope". An der Kinokasse erhält man vor dem Film eine Karte, auf der in kleinen Feldern Zahlen stehen. Erscheint diese Zahl auf der Leinwand, ist man aufgefordert, das jeweilige Feld zu rubbeln, was einen zur Szene passenden Geruch freisetzen soll. Ein interessanter Ansatz. Doch kann dieses System wirklich überzeugen?

In „Spy Kids: Alle Zeit der Welt" stiehlt ein Bösewicht der Menschheit symbolträchtig die Zeit. Diese beginnt damit, für die Menschen immer schneller zu vergehen. Eine junge Mutter und Spionin ist die einzige, die die drohende Apokalypse aufhalten kann – mithilfe ihrer Stiefkinder.

Für den vierten Teil wurden die Rollen der „Spy Kids" neu verteilt. Der Letzte Spy Kids Teil lief vor 9 Jahren und das damalige Kinopublikum ist der heutigen Zielgruppe entwachsen, was eine Kontinuität der Protagonisten überflüssig macht. Ähnlich verhält es sich mit der Handlung. Eigentlich schon abgedroschene Konzepte und Ideen wurden einfach wiederaufbereitet.

Größter Pluspunkt des Films ist die visuelle Ästhetik, die knalligen Farben dürften Kindern ebenso gefallen, wie die cool aussehenden Gadgets und Animationen. Die 3D-Brillen Optik ist war nicht besonders spektakulär aber hat eine Existenzberechtigung.

Und kann „Aroma-Scope" etwas zum Kino-Erlebnis beitragen? Nein. Im Gegenteil. Die Geruchskarten sind im Kino höchstens ein Ärgernis. Wozu auf einer Karte rumrubbeln, die einem weißmachen will, dass gebratener Speck wie ein Haufen chemisch aromatisierter Süßigkeiten riecht. Überhaupt hat man den Eindruck, dass die Karte uniform parfümiert war, denn alles riecht irgendwie gleich.

Der Eindruck von „Spy Kids 4D" ist kein guter aber auch kein richtig schlechter. Es ist ein typischer Rodriguez-Film, überladen und trashig, ein „Machete" für Kinder. Der Film kommt allerdings bei weitem nicht an seine Vorgänger heran.

 

Ferdinand Kainz

Weitere neue Artikel

Sie ist die Trophäe, die keiner haben will, der Anti-Oscar, der für die schlechtesten Filme vergeben wird: Die Goldene Himbeere.

Sie kommen daher im Deckmäntelchen des Dokumentarischen, sind aber schlichte Werbefilme für ihre Protagonisten

Früchte sind nicht nur ein beliebter Lieferant für Vitamine, sondern auch für Filmtitel. Wir haben zugebissen...

Warum die kleinen Plastiksteinchen aus Skandinavien so viele Stop-Motion Filme hervorgebracht haben...

Wie man vor CGI und Computeranimationen mit Modelltricks und Einzelbildern Fantasiewelten erschuf

Historische Verbrechen und deren Aufklärung sind zentraler Plot in einigen spannenden Kinofilmen und Serien

Weshalb Kunsträuber im KIno schon immer eine wichtige Rolle eingenommen haben

Wer im Web nach bestimmten Themen sucht, kann höchst unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Die besten  Rechercheprompts...

In den 50er und 60er Jahren stürzte sich das US-Kino geradezu auf Italien, das Sehnsuchtsland nicht nur der Amerikaner...

Eigentlich überrascht es uns kaum noch, dass auch die Flatscreen Fernseher unser Verhalten präzise überwachen...

Warum nur hat die generative KI so große Probleme bei der Darstellung von Händen und Füßen? Ein Versuch, das zu verstehen...

Wie rasant sich die Technik rund um die Unterdrückung unerwünschter Tonsignale entwickelt hat, ist kaum zu glauben...