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Immer Drama um Tamara

 

Immer Drama um Tamara

Daten

Immer Drama um Tamara

111 Min., UK 2010

REGIE: Stephen Frears

DARSTELLER: Gemma Arterton, Roger Allan, Bill Camp, Dominic Cooper, Luke Evans

 

Regie: Stephen Frears

Kinostart: 30. Dezember 2010

Ewedown in der englischen Grafschaft Dorset - ländlich, beschaulich und friedlich. Doch als Tamara Drewe (Gemma Arterton) aus London in ihr heimatliches Provinznest zurückkehrt, ist es damit schlagartig vorbei. Aus dem hässlichen Entlein von einst ist Jahre später eine attraktive und erfolgreiche Kolumnistin geworden. Die Bewohner von Ewedown könne ihre Augen kaum trauen, schnell verstricken sich alle in ein Katz-und-Maus-Spiel aus Verlangen, Lust und heimtückischen Intrigen...

"Immer Drama um Tarmara" ist eine nette Sittenkömodie in der Sittenlosigkeit nicht weit ist. Erfolgsregisseur Stephen Frears wirft einen sehr klischeehaften Blick hinter die Fassaden des ach so heilen Landlebens. Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Tamara in hier Heimatdorf zurück, indem sogar schon ein vorbeifahrendes Taxi zur Attraktion wird. Tamara wird sogleich nicht nur von ihrem Jungendfreund Andy und dem Charmeur Nicholas umschwärmt, sondern auch von Pop-Drummer Ben, der zur Freude der Schulmädchen Jody und Casey bei Tamara einzieht. Die egoistische Jody bringt schon bald alle Beziehungen durcheinander und so passiert es, dass Tamara nicht nur mit Ben im Bett landet sondern bald darauf auch mit dem Fremdbestäuber (seiner Ehe zum Trotz) und erfolgreichen Krimiautor Nicholas. Die einzige Person des Film die durch Freundlichkeit und Uneigennützigkeit charakterisiert ist, ist Nicholas Ehefrau Beth, die einige Autoren umsorgt, sie sich zum Schreiben auf das Land zurückgezogen haben. Alle anderen Charaktere sind selbsüchtig ganz besonders Tamara selbst und die kleine Teengöre Jody. Nach den ersten Minuten weiß der Zuschauer bereits wer Tamaras Prinz am Ende des Märchens sein wird. Trotzdem wird er noch mit verschiedenen Affären hingehalten, die recht langatmig sind. Der Zuschauer kann jedoch nicht verstehen, warum der hilfsbereite Andy sich in die selbstsüchtige Tamara verliebt, die von einem Mann zum nächsten rennt um ihren Spaß zu haben und der die Ehe von Nicholas und Beth egal ist. Der Regisseur versucht ihr Handeln damit zu rechtfertigen, dass ihr Vater, als Tamara klein war, verschwunden und sie deshalb verzweifelt ist.

Alles in allem ist der Film jedoch recht witzig und verrückt und man kann das Kino vergnügt verlassen, ohne lange weiter über diesen Film nachdenken zu müssen.

 

Gesehen von Joey Eberth und Jana Schier

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