
Das Filmfest München strukturiert auch dieses Jahr einen Großteil des Programms mit festen Filmreihen. Die Vielzahl an Filmen wird in verschiedene Kategorien geordnet und so dem Publikum und der Fachjury vorgeführt.
Neues Deutsches Kino
In dieser Reihe stehen deutsche Nachwuchstalente im Fokus. Sie konkurrieren zudem um die Förderpreise Neues Deutsches Kino. Die Produktionen feiern somit allesamt ihre Weltpremieren auf dem Filmfest. Sie behandeln weitreichende Themen. So sieht sich in "Identitti" zum Beispiel eine Studentin mit einer weitreichenden Lüge ihrer Professorin konfrontiert. In "So Happy it Hurts" hingegen landen zwei junge Verlobte in Bali in einer Sekte.
Neues Deutsches Fernsehen
Die Reihe zeigt das deutsche Fernsehprogramm von morgen vorab im Kino und steht dabei mit den Bernd Burgemeister Fernsehpreisen in Verbindung. Das Programm setzt sich sowohl aus TV-Filmen als auch aus Serienbeiträgen zusammen. Dabei erlebt das Publikum unter anderem auch den Neustart des Münchner Tatort Teams in der Episode "Zwischenwelten", die am Warm-Up Day des Filmfestes gezeigt wird.
Spotlight
In der Reihe zeigt das Filmfest München seine vermeintlichen Publikumsmagneten. Die 26 Filme aus aller Welt vereint die jeweilige Beteiligung bekannter Gesichter. Ob renommierte Regisseure, beliebter Schauspieler oder bekannte Persönlichkeiten als Objekt der filmischen Betrachtung; jeder der Beiträge profitiert von bekanntem Talent vovor oder hinter der Kamera. Mit dabei sind unter anderen der Pedro Almodóvar mit seinem neusten Film, Seth Rogen und Edward Norton in einer Komödie und die regionale Regiegröße Marcus H. Rosenmüller.
International Independents
Wie der Name bereits verrät feiert die Filmreihe das international abseits der großen Filmstudios entstehende Independent-Kino. Das führt zu einer bunten Auswahl mutiger, kreativ erzählter Geschichten. Die hier gezeigten Indies stammen aus aller Welt. Sie sind politisch brisant, unkonventionell und brechen klassische Sehgewohnheiten.
Ehrungen
Diese Filmreihe hebt das Lebenswerk herausragender Filmschaffender hervor. Es werden verschiedene Persönlichkeiten gewürdigt, die das Kino maßgeblich geprägt haben, und ordnet ihr Schaffen in einen größeren filmhistorischen Kontext ein. Im Rahmen dieser Ehrungen werden Awards verteilt und Werkschauen ausgestrahlt, sowie Hommagen an einflussreiche Filmemachende gewidmet, unter anderem Jutta Brückner, deren Mutter-Tochter-Trilogie erstmals im Ganzen gezeigt wird.
Sonderprogramme
Hier werden im Zuge von Kooperationen mit anderen Münchner Kulturinstitutionen die klassischen Kinosäle verlassen und Filme sowie Events an speziellen Orten aufgeführt, wie beispielsweise in Museen. Oftmals werden Filme mit Ausstellungen oder Performances kombiniert wodurch ein einmaliges Erlebnis geboten wird. Dadurch wird eine einzigartige Brücke zwischen Film, Kunst und Stadtkultur geschlagen.
Wieder einmal stellt das Filmfest München seine enorme Bandbreite unter Beweis und zeigt seine Vielfalt. Das Programm verspricht Abwechslung und lässt viele besondere Filmerfahrungen erwarten.
