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Heathcliff und Catherine befinden sich auf einer Beerdigung.  Photo Credit: Photo Courtesy Warner Bros. Pictures
 
 

Regie & Drehbuch: Emerald Fennell

Kinostart: Februar 2026

Drehort: Nordengland (Yorkshire Dales)

Genre: Drama, Gotisch, düstere Romanze

136 Minuten

FSK 16

Darsteller: Margot Robbie, Jacob Elordi, Hong Chau, Shazad Latif, Alison Oliver, Martin Clunes, Ewan Mitchell

 

In dieser düsteren Romanze namens Wuthering Heights geht es um zwei Seelenverwandte, die sich trotz gesellschaftlicher Unterschiede ineinander verlieben. Der Besitzer des Anwesens Sturmhöhe, Mr. Earnshaw (Martin Clunes), nimmt einen obdachlosen Jungen bei sich auf. Der Junge (Jacob Elordi) wird von Mr. Earnshaws Tochter Catherine Earnshaw (Margot Robbie) mit dem Namen Heathcliff getauft. Während Heathcliff im Anwesen eine schwere Zeit hat und von Mr. Earnshaw schikaniert wird, entwickeln er und Cathy eine chaotische Verbundenheit und verlieben sich ineinander.

Wer den Roman gelesen oder die alten Verfilmungen gesehen hat, weiß, dass der aktuelle Film sich nicht ganz an die originale Geschichte hält. In der Neuverfilmung von Wuthering Heights (Sturmhöhe) wird Mr. Earnshaw (Martin Clunes) als der böse, spielsüchtige Schikane dargestellt, obwohl dies eigentlich die Rolle von Hindley, Cathys älterer Bruder, sein sollte, der in der Neuverfilmung nicht vorkommt. Ebenfalls ist Heathcliff nicht wie im Buch dunkelhäutig und erfährt auch keinen Rassismus oder heftige soziale Ausgrenzung, anders als im Film, wo Heathcliff (Jacob Elordi) ein weißer Mann ist und der Rassismus komplett wegfällt und der Klassismus nicht so stark wie im Buch ist. Im Film wird nur dargestellt, wie er von Mr. Earnshaw abwertend behandelt wird. 

Im Film wird der Fokus in sensationeller Weise auf Cathys und Heathcliffs toxische Romanze bezogen, welche äußerst hypersexuell dargestellt wird. In Emerald Fennells Neuverfilmung fokussiert sich die Beziehung zwischen Cathy und Heathcliff stark auf Obsession, Erotik und BDSM-Dynamiken.

Eigentlich sollte die originale Geschichte eine Geistergeschichte/Schauergeschichte über Besessenheit und Rache sein, doch man hat sich in der Neuverfilmung eher auf die Romanze (Affäre) zwischen Cathy und Heathcliff (Margot Robbie & Jacob Elordi) fokussiert. Jedoch wird die Rachsucht und Besessenheit von Heathcliff am Ende des Filmes noch beibehalten. 

 

Catherine im Hof.  Photo Credit: Photo Courtesy Warner Bros. Pictures

 

Die Musikwahl in Wuthering Heights hat mir sehr gefallen, die von der britischen Popsängerin und BRAT-Ikone Charli XCX komponiert wurde. Die Musik ist düster, dramatisch und ein viktorianisch-gotischer Fiebertraum. Am Anfang des Filmes, wo das erste Lied "House" (Charli XCX & John Cale) gespielt wird, hört man hauptsächlich, wie John Cale einen düster gesprochenen Monolog führt und am Ende Charli XCX den Refrain "I think I'm gonna die in this house" singt. Dieses Lied fühlt sich so dunkel und industriell an, da am Anfang die Musik mit Streichinstrumenten eine schaurige Atmosphäre erschafft und am Ende des Liedes Charli den Refrain schreit, mit einer verzerrten Stimme und industriellem Elektro-Pop im Hintergrund. 

Neben der Musikwahl ist das Schauspiel auch sehr beeindruckend. Die Schauspieler sind sehr talentiert und passen sich ihrer Rolle gut an, man muss aber auch ehrlich sagen, dass die Attraktivität der Schauspieler auch für den Film von Vorteil ist, dies sorgt für einen Beliebtheitsfaktor. Die Schauspieler Jacob Elordi und Margot Robbie sind sehr bekannt und erfolgreich. Beide Schauspieler haben in ihrer Karriere auch sehr dramatische Rollen gespielt. Dies sieht man auch in Wuthering Heights.

Auch von ästhetischer Hinsicht her ist die Neuverfilmung sehr akurat. Der viktorianische und gotische Stil ist sehr zeitanpassend, da der Film in den nordenglischen Mooren spielt. Trotz drastischer Veränderungen des Filmes ist dieser immer noch sehenswert und verspricht eine düstere gotische Ästhetik mit ausgewogener Dramatik und einem Hauch erotischer Leidenschaft.­­

 

Gesehen von Joshua Henshaw