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Lemony Snicket´s Rätselhafte Ereignisse

Daten

Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse

90 min., USA 2004

REGIE: Brad Silberling

DARSTELLER: Jim Carrey, Timothy Spall, Liam Aiken, Emily Browning und Meryl Streep, Jude Law als die Stimme von Lemony Snicket

Regie: Brad Silberling

Kinostart: 27. Januar 2005

"Rätselhafte Ereignisse" ist ein Film für Kinder wie auch für Erwachsene. Es ist ein spannender Film mit bizarren Kulissen und ebenso bizarren wie auch mysteriösen Schauspielern. Lemony Snicket ist in dem Film der Erzähler und berichtet über die Geschichte der Baudelaire-Kinder Violet (Emily Browning), Klaus (Liam Aiken) und Sunny (Geschwister Kara und Shelby Hoffman). Violet ist eine besonders begabte Erfinderin, Klaus liest jedes Buch, das ihm in die Finger kommt, und kann sich außerdem noch alles besonders gut merken. Sunny ist die jüngste der drei Geschwister und kann besonders gut beißen.

Die reichen Eltern der drei Kinder sterben bei einem tragischen Unfall. Ihr gesamtes Anwesen brennt vollständig ab, wobei die Brandursache aber nicht wirklich aufgeklärt wird. Es stellt sich nun die Frage, was aus den drei Geschwistern wird. Sie müssen bei dem skurrilen Graf Olaf (Jim Carrey) einziehen, der ein entfernter Verwandter der Kinder ist, von dem sie vorher aber noch nie erfahren haben. Sie müssen für Graf Olaf, dessen Leidenschaft die Schauspielerei zu sein scheint, die ganze Drecksarbeit machen. Von morgens bis abends verbringen sie den Tag damit, das Haus zu putzen. Von dem neuen Zuhause, das sich die drei Geschwister erhofft haben, ist nichts zu spüren. Statt dessen ist Graf Olaf, der sich als furchterregender Verwandlungskünstler herausstellt, nur hinter dem geerbten Vermögen der Baudelaire-Kinder her.

 


Nach dem gescheiterten Mordversuch des Grafen an den Kindern, kommen sie zu ihrem nächsten Verwandten. Onkel Monty (Billy Connolly) nimmt sie gerne auf. Er behandelt die Geschwister mit Liebe und Respekt. Doch Graf Olaf lässt sich nicht so einfach abschütteln. Verkleidet kann er bei Onkel Monty ungehindert eindringen und um die Vormündigkeit der Kinder kämpfen. Nachdem Onkel Monty durch einen mysteriösen Unfall ums Leben kommt, werden Violet, Klaus und Sunny zu ihrer Tante Josephine (Meryl Streep) gebracht, die in einem baufälligen Haus am Rande einer steilen Klippe wohnt. Die verängstigte Frau nimmt die Kinder auf und kümmert sich um sie so gut sie kann. Bei ihrer Tante erfahren die Kinder so einiges über ihre Familie und über ihr Geheimnis. Auch bei ihr sind die Kinder vor dem bösen Graf Olaf nicht sicher, denn dieser hat sie sehr schnell ausfindig gemacht. In einer neuen Verkleidung versucht er erneut um die Vormundschaft der Kinder zu buhlen. Die Geschwister können aber durch ihren Einfallsreichtum den Täuschungen und Tricks von Graf Olaf entkommen. In seinem letzten Versuch, die Kinder für sich zu gewinnen, zieht der Graf jedoch alle Register und es kommt zu einem spannenden Ende.


Der Film fasziniert vor allem durch seine sehr schönen Bilder. Man weiß nicht genau, in was für einer Welt man sich befindet, es kommt einem vor, als wäre alles aus einer vergangenen bekannten Zeit, aber an sehr vielen Stellen wirkt die Welt sehr bizarr und surreal. Das macht aber genau den Reiz des Filmes aus. Man empfindet alles sehr beklemmend und aussichtslos - genau die Position der Kinder. Die Schauspieler unterstützen diese Wirkung des Films in Perfektion. In dem verrückten und verwirrenden Graf Olaf hat Jim Carrey eine Rolle erhalten, in der er perfekt aufgeht. Auch Meryl Streep und die Schauspieler der Baudelaire-Kinder gehen in ihren Rollen voll auf und unterstützen die faszinierende Wirkung des Films. Die Musik und der Ton des Films wurden sehr hochwertig produziert. Man hat stets das Gefühl, mittendrin zu sein. Alles in allem ist zu sagen, dass es sich bei "Rätselhafte Ereignisse" um einen sehenswerten Film handelt. Er erinnert von der Machart her ein wenig an die Harry-Potter-Filme, ist aber nicht mit ihnen zu vergleichen. "Rätselhafte Ereignisse" hat seine ganz eigene Faszination und seinen eigenen Charme.

 

Gesehen von Philipp Dörpinghaus

 

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