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Star Trek Fanfilm

Visualisiserung eines Fanfilms mit Star-Trek Stilemen

 

Copyright Wars gegen Fanfilme

Ein Rechststreit um die legendäre Star-Trek Serie hat die Problematik rund um Fanfilme erstmals sehr konkret juristisch beleuchtet: 2016 Jahr klagten Paramount und CBS gegen die Produzenten eines Fanfilmes und verunsicherten viele Scifi-Filmer. Ausgerechnet Filme, die die Würdigung der Originale als wichtigsten Aspekt in sich tragen, wurden von den Studios kriminalisiert. Das hat zahllose Fans erzürnt.

2016 war nicht das erste Mal, dass die Macher eines liebevoll gedrehten "Raumschiff Enterprise"-Fanfilms verklagt wurden. Statt derartige Science Fiction Filmprojekte als PR und Beleg der großen Fangemeinde zu wertzuschätzen, verklagte Paramount die Macher diverser Fanfilme rund um die "Star-Trek" (Raumschiff Enterprise" Saga.

Konkret sahen sich die Macher von "Axanar" mit einer Reihe von Vorwürfen konfrontiert. Klagegrund waren Copyright-Verletzungen, die bereits bei Namensgebungen, Kostüm-Design oder Vulkanier-Ohren eintreffen würden. Im Gegensatz zu so manchen Brick-Filmen (Lego Stop Motion Animationsfilmen) war die Nähe zu den Originalen den Rechteinhabern zu stark. Für die zahllosen Fanfilme, die online zu verschiedensten Kinovorbildern publiziert werden, bedeutete der angestrebte Prozess nichts Gutes...

 

Star Trek Fanfilm

Visualisiserung der Dreharbeiten eines Fanfilms mit Star-Trek Stilemen

 

Einigung ohne Gericht

Nachdem man sich mit dem Produzenten des Fanfilms, Axanar geeinigt hat, durfte der Film mit vielen Auflagen fertiggestellt werden. Die allerdings haben es in sich: Einen abendfüllenden Fanfilm wird es nicht geben. So musste der Film in zwei Teile gesplittet werden und beide zusammen durften 30 Minuten nicht übersteigen.

Der Film durfte keine Einnahmen generieren und keine professionellen Schauspieler durften bezahlt werden. Und falls Axanar in Zukunft weitere Fanfilme herstellte, galten noch härtere Regeln. Es durften gar keine Profi-Schauspieler eingesetzt werden, und alle Kostüme, Requisiten etc. mussten offizielle Produkte des Originals sein.

Was für die kleine Produktionsfirma am wichtigsten war, ist die Tatsache, dass sie keine Geldbuße zahlen musste. Die abschreckende Wirkung auf andere Fanfilme war von Paramount und CBS sicherlich beabsichtigt und bleibt für viele Fans absolut unverständlich. Vermutlich waren die Teaser-Einstellungen bereits zu gut gemacht und haben die kommerziellen Produzenten damit provoziert.

Hier das Previz, das den Rechsstreit auslöste:

 

Enge Vorgaben

Und was gilt heute, wenn Fans einen eigenen Fanfilm drehen möchten? Inzwischen kann man sagen, dass Star-Trek das Franchise mit den klarsten Fanfilm-Regeln ist. Nach dem legendären Axanar-Rechtsstreit haben CBS und Paramount offizielle Richtlinien für Fanfilme veröffentlicht. An diese müssen sich die Hersteller von Fanfilmen halten, wenn sie gerichtliche Auseinandersetzungen vermeiden wollen. Zu den Vorgaben gehört unter Anderem:

  • Eine Episode darf maximal 15 Minuten haben und mehr als 30 Minuten dürfen alle Episoden zusammen nicht überschreiten.
  • Es darf keine kommerzielle Verwertung geben
  • Crowdfunding ist nur sehr begrenzt erlaubt
  • Es dürfen keine professionellen Schauspieler oder Crewmitglieder aus echten Star-Trek-Produktionen mitwirken
  • Der Film muss einen deutlichen Hinweis im Titel tragen, dass es sich um eine Fanproduktion handelt
  • Es dürfen nur familienfreundliche Inhalte gezeigt werden
  • Es müssen eigene Geschichten sein, das Nachdrehen offizieller Episoden ist untersagt

Der Fall belegt eindrücklich, dass Produzenten von Fanfilmen sich nicht einfach auf „Fair Use“ berufen können.

 

Thema: Produktion Dieser Beitrag gehört zum Themenbereich Produktion. Mehr zur Produktion
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