MC18 NOV17x2

Social Media Icons Shop 55

Barbara Auer Fuenf Seen 2000

Preisträgerin Barbara Auer mit Festival-Chef Matthias Helwig

 

Auf dem Fünf Seen Filmfestival erhielt die Schauspielerin Barbara Auer den neu geschaffenen "Hannelore Elsner" Preis für ihre schauspielerischen Leistungen. Am Samstagabend fand im Rahmen des Fünf Seen Filmfestivals in der Starnberger Schlossberghalle die feierliche Preisverleihung statt. Im vollbesetzen Saal wurden zunächst Ausschnitte aus früheren Filmen der Preisträgerin und dann der aktuelle Spielfilm "Vakuum" von Christine Repond gezeigt.

 

Barbara Auer Fuenf Seen 2 2000

Matthias Helwig überreicht den Hannelore Elsner Preis an Barbara Auer

 

In seiner Begrüßung erzählte Festivalchef Matthias Helwig davon, mit welcher Verbundenheit die im Frühjahr verstorbene Schauspielerin Hannelore Elsner in den letzten Jahren immer wieder auf dem Fünf Seen Filmfestival zu Gast war und wie sehr es ihm ein Bedürfnis war, nach ihrem überraschenden Tod zu ihrem Gedenken einen Filmpreis ins Leben zu rufen. Dieser wird künftig jedes Jahr auf dem Fünf Seen Filmfestival für bedeutende Schauspielkunst im Angedenken an Hannelore Elsner verleihen.

 

2019 wird der Preis nun erstmals vergeben und zeichnet die "deutsche Ausnahme-Schauspielerin" Barbara Auer aus. In einer eingespielten Laudatio erzählte Regisseur Christian Petzold von seinen Begegnungen mit Barabara Auer, mit der er diverse Kino,- und Fernsehfilme verwirklicht hat.

 

Anlässlich der Preisverleihung wird der preisgekrönte und auf zahlreichen internationalen Filmfestivals aufgeführte Kinofilm "Vakuum" von Christine Repond gezeigt. Im Anschluss an den Film stellten sich die Regisseurin, Barbara Auer und ihr Partner in Vakuum, Robert Hunger-Bühler der Diskussion mit Matthias Helwig und dem Publikum.

 

B Auer R Hunger Buehler C Repond 2000

(v.R. Robert Hunger-Bühler, Barbara Auer, Christine Repond und Matthias Helwig)

 

Kurzinhalt: Inmitten der Vorbereitungen für ihren 35. Hochzeitstag erfährt Meredith überraschend, dass sie HIV-positiv ist. Als Überträger kommt nur ihr Mann André in Frage. Erschüttert findet sie heraus, dass er sie mit Prostituierten hintergeht. Sie konfrontiert André mit der Diagnose und wirft ihn aus dem Haus. Doch Meredith, die ihr Leben gänzlich an der Fürsorge ihrer Familie orientierte, erträgt das Alleinsein kaum. Nach heftigem Streit lässt sie schließlich Andrés Rückkehr zu. Dieser weiß mittlerweile, dass auch er HIV-positiv ist. Sie beschließen, die Verwerfungen und die Krankheit gemeinsam zu bewältigen. Je näher die Hochzeitsfeier rückt, desto brüchiger scheint jene Ehe, die da gefeiert werden soll.

 

Anstoß für das Drehbuch (Christine Repond und Silvia Wolkan) war eine reale Geschichte. In dem Film zeichnen Barbara Auer (Meredith) und Robert Hunger-Bühler (André) absolut überzeugend und mit großer Authentitizität die Krise einer langen Ehe sich liebender Menschen nach. Eine kluge Regie hat auf vordergründige Effekte verzichtet, hat das Schicksalhafte auf augenfällige Momente reduziert und ihre Schauspieler präzise durch den Film geführt.

 

In der anschließenden Diskussion berichteten die beiden großartigen Schauspieler Barbara Auer und Robert Hunger-Bühler und ihre Regisseurin Christine Repond zahlreiche Details und Hintergünde aus der Entstehungsgeschichte des Films und auf welche Weise es ihnen gelang einen so hohen Grad an Wahrhaftigkeit in den Film hinein zu tragen.

 

Banner K Kreativtraining pur 5000

Weitere neue Artikel

Welche Weihnachtsfilme werden wohl in diesem Jahr auf uns herniederschneien? Wir haben Euch den ultimativen Timetable zusammengestellt....

Der Begriff klingt bescheiden. Was macht ihn so entscheidend für die Fähigkeiten und das Funktionieren von Technik?

In diesem Interview erzählt uns der Regisseur Kevin Koch ein paar Hintergründe zu der Entstehung seines Films "Prince de la Ville", der auf der FOFS 2025 gezeigt wurde.

Auf dem FOFS 2025 teilte der Regisseur Willy Fair seine Geheimnisse mit uns, wie sein preisgekrönter Film "Death's Peak" entstand.

Die Filmgeschichte war noch jung, als erste Stummfilme künstlich erschaffene Wesen als Thema entdeckten. Wie die Roboter im Kino Karriere machten...

Der Film "Jumah" erzählt von Xingyue, die sich in Zentralchina als Außenseiterin fühlt. Wir hatten beim FOFS 2025 Gelegenheit mit den beiden Regisseurinnen zu sprechen

Nicht immer braucht es ein hohes Budget um an der Kinokasse viel Geld einzuspielen. Welches waren erfolgreiche Low-Budget Filme?

Kurzfilme auf Filmfestivals einreichen ist gar nicht so einfach,- wie kann man seine Chancen verbessern?

Sie gehören untrennbar zur Ikonographie des Horrors: Zombies. Die Rückkehr der – nicht mehr ganz so frischen – Toten ist ein popkultureller Dauerbrenner.

Adobe baut seine Firefly KI zu einem Produktionszentrum aus und erfüllt damit viele Wünsche...

Wie KI den Filmbereich verändert, wurde auf einem Panel der Medientage 2025 mit Yoko Higuchi-Zitzmann und Max Wiedemann diskutiert.

Viele frühe Horrorfilme sind verschollen oder zerstört, doch einer der frühesten Horrorfilme, Edisons "Frankenstein" ist noch erhalten

An Profisets will man mit wenigen, leistungsstarken Akkus arbeiten. Wie es gelingt, alle Geräte von einem Akku aus zu versorgen...

Wie es kam, dass die frühen Filmemacher, den Horrorfilm entdeckten und wie daraus eine kommerzielle Erfolgsgeschichte wurde...

Kaum zu glauben, aber es gab nicht nur in den USA und England eine Phase, in der man massiv gegen Horrorfilme ankämpfte...

Der Film erzählt über die tschechoslowakische Künstlerin Perla. Wir hatten Gelegenheit mit Alexandra Makarová (Regie) und Simon Schwarz (Cast) zu sprechen

Man kennt VFX aus aufwändigen Effekten, doch viel häufiger werden einfach unnötige Fehler korrigiert...

HMI, LED und Fluoreszenz. Welche Scheinwerfer sind sinnvoll, welche weiterhin brauchbar, und welche gehören aussortiert?