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Cinecalc Produktion Kamera 4000

 

Kernkosten

Besonders interessant bei einer Kalkulation ist stets der Bereich Kamera und Zubehör. Hier einige Beispielpositionen einer Spielfilmproduktion, die auf der Arri Alexa gedreht wird. Das kann natürlich genauso angepasst werden auf eine analoge Produktion, die auf Super 16 gedreht wird. Auch wenn inzwischen fast ausschließlich digital gedreht wird, ist das Prinzip das Gleiche wie bei einer klassischen Filmkamera: Die benötigte Technik muss möglichst realistisch kalkuliert werden.

Meist besteht das Equipment aus weit mehr Bestandteilen, als jene, die man in der Kalkulation auflisten kann. Da kommen ganz leicht 50 Positionen zusammen, denn auch der Bereich Kamera hat sich zu einem High-Tech-Unternehmen entwickelt. Moderne Kamerasysteme umfassen nicht nur Kamera und Objektive, sondern häufig auch Monitore, Video-Funksysteme, Rekorder, Akkus, Ladegeräte, Speichermedien und umfangreiches Zubehör für die Datenverwaltung am Set.

Doch da es niemandem zuzumuten ist, innerhalb einer Kalkulation unzählige Einzelpositionen zu lesen, werden nur die wichtigsten und teuersten Bestandteile aufgeführt und Kleinteile summiert. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie jeden Zoomhebel, jedes Schräubchen in die Kalkulation hineinschreiben. So listet man beispielsweise nicht alle Standardfilter für die Kamera (82er, 85er, ND, Fog etc.) einzeln auf, sondern schreibt einfach fünf Filter in die entsprechende Zeile. Genauso kann man natürlich auch Optiken etc. aufsummieren.

Die Positionen in CineCalc erklären sich von selbst. Die Zahl der Drehtage muss eingegeben werden und auch der Tagespreis entsprechend der Preisliste des Verleihers. Unterhalb jeder Kalkulationsposition befindet sich ein Feld zur Eingabe von Rabatten. Hier kann der Prozentsatz eingegeben werden, den einem der Geräteverleih als Nachlass einräumt. Nur die rabattierte Summe wird dann in die Zusammenfassung der Kosten automatisch übernommen.

In der Praxis werden die Gerätepreise oft nicht einfach mit der Anzahl der Drehtage multipliziert. Viele Verleiher bieten Wochenpreise, Staffelpreise oder sogenannte Produktionsdeals an. Deshalb lohnt es sich, verschiedene Angebote einzuholen und die Kalkulation entsprechend anzupassen.

Die Tongeräte werden ähnlich wie die Kameraseite behandelt. Das bedeutet, auch hier gibt es weitere Positionen für Zubehör wie Mikrofone, Korbwindschutz, Funkmikros, Angeln etc. Und diese werden natürlich in gleicher Weise rabattiert. Eigentlich lassen viele Verleiher über gewisse Preisnachlässe mit sich reden. Kaum jemand zahlt den vollen Mietpreis.

Sehr deutlich kann man erkennen, welch hohen Kostenfaktor gute Objektive darstellen. Und auch die Video-Funkübertragung im Bereich zusätzliche Kameraausrüstung ist teuer. Natürlich gehen davon auch wieder Rabatte ab, aber dennoch sind es relativ hohe Kosten. Hinzu kommen bei modernen Produktionen oft weitere Positionen wie drahtlose Follow-Focus-Systeme, Funkbildstrecken für Regie und Script sowie Zubehör für virtuelle Produktionen oder spezielle Kamerarigs.

Deshalb kann es in manchen Bereichen sogar sinnvoller sein, Equipment selbst zu kaufen, statt es zu mieten. Dies gilt insbesondere für Zubehör, das regelmäßig benötigt wird. Hochwertige Kamerasysteme und Objektivsätze bleiben dagegen aufgrund ihrer hohen Anschaffungs- und Wartungskosten für die meisten Produktionen klassische Mietartikel.

 

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