Das
Kalkulationsprogramm
So manche Produktionsfirma wurde von einem einzigen Film in einen
bodenlosen Abgrund hineingestürzt, ohne dass etwa ein überhöhtes
Drehverhältnis, ein unfähiger Regisseur oder eine längere Drehzeit die
Ursache waren.
Ursache war vielmehr eine fehlerhafte Kalkulation. Und das kann, da
der Produzent für alle Überziehungen haftet, eine ganze Firma vernichten.
Computer sind aus Filmproduktionen heute nicht mehr wegzudenken, sodass
diverse Programme, die leider oftmals nicht aus der Produktionspraxis sondern
aus Programmierschmieden stammen, sich anschicken, dem Produzenten unter die
Arme zu greifen.
Aus der Produktionspraxis entstammt CineCalc, eine Mustervorlage
für Microsoft Excel, die einfach zu bedienen ist und den Richtlinien des
FFA-Kalkulationsschemas entspricht. Die Bedien-Grundlagen geben zugleich
wichtige Informationen zur Filmkalkulation allgemein.
Professionelles Kalkulieren
Jahrelange Entwicklung und Optimierung an professionellen Produktionen
haben CineCalc seine große Praxisnähe verschafft. Bis zu drei zu getrennte
Ländereffekte lassen sich gleichzeitig ausweisen; für Vorbereitungs- und
Drehphase lassen sich unterschiedlich hohe Gagen kalkulieren. Zudem
vermittelt die professionelle Oberfläche bei Institutionen, Kunden,
Förderungen und Fernsehanstalten das nötige Maß an Seriosität.
Ganz gleich, ob bei erfolgreichen Einreichungen für Förderungen,
Koproduktionen mit Fernsehanstalten oder Abschlussprüfungen durch
Treuhandunternehmen, die Kalkulation hat sich stets bewährt. Neue
planerische Erfordernisse aus konkreten Projekten haben direkten Eingang in
das Programm gefunden.
Durch eine
möglichst vorausschauende und intuitive Abfrage der wichtigsten
Kostenfaktoren eines Filmes, der Erfahrungen zahlloser Projekte zugrunde
liegen, wird mit CineCalc eine realistische und damit professionelle
Kostenplanung möglich.
Aus Basisinformationen wie Programmlänge, Drehverhältnis und Format
generiert das Programm automatisch die für die Kostenrechnung erforderlichen
Werte.
Der bewährte Aufbau ist zugleich wertvolle Prüfliste für die
unzähligen Kostenpositionen, die bei einem Film auftreten können.
Voraussetzung bleibt Ihre präzise Analyse und Einschätzung von Drehbuch,
Gestaltungsabsicht und Aufwand.
FFA
Grundlage für CineCalc ist das so genannte FFA-Formular,
allerdings um unzählige Differenzierungen und Anlagen
erweitert, die alle nach dem Übersichtsblatt „Zusammenfassung“ folgen.
Auf diese Weise bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie lediglich die
Standard-Formularseiten an Fördergremien, Fernsehanstalten oder Auftraggeber
weitergeben oder einzelne bzw. sämtliche Anlagen hinzufügen wollen.
Einige Bereiche werden sinnvollerweise pauschaliert. Niemand erwartet von
Ihnen, dass jedes Stück Obst ihrer Setdekoration oder jede Schraube in der
Kalkulation einzeln aufgeführt wird.
Aber man erwartet von Ihnen realistische Werte, die sowohl der Prüfung
als auch der späteren Kostenwirklichkeit standhalten.
Drop-down-Zellen bieten automatisch sinnvolle Werte zur Auswahl an, was
nicht nur praktisch ist sondern auch Fehler vermeiden hilft.
Ganz nebenbei bietet Ihnen CineCalc auch die Möglichkeit, von einem vorgegebenen
Budgetrahmen aus das Geld auf die einzelnen Positionen zu verteilen, um
planen zu können, wie viel Sie den einzelnen Bereichen an Etat zugestehen
können.
Es soll auch schon Produzenten gegeben haben, die über ein zu großes
Budget verfügt haben, und mit dieser Methode durch gezielte Eingaben
hier und da die Kosten so lange hochgerechnet haben, bis das überhöhte
Budget erreicht war. Auch munkelt man, dass manche Produktionen bemüht sind,
ihre Budgets geringfügig auszuweiten, um auf diese Weise die H.U.s, die
prozentual vom Gesamtbudget abhängen, entsprechend stattlich zu gestalten.
Die Förderungen haben dagegen, zumindest bei den höheren Etats,
in Form von Sonderregeln gewisse Schranken gegen Missbrauch vorgesehen.
Außerdem lassen sich Auftraggeber wie Fernsehsender etc. auch nicht so
einfach überhöhte Budgets abknöpfen.
Aber eigentlich soll CineCalc Ihnen helfen, realistische Kalkulationen
als Grundlage für eine Produktion zu erstellen und keine Mogelpackungen... |