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Bevor Sie hier einsteigen, sollten Sie etwas über die additive Farbmischung gelesen haben. Denn dieses Verfahren, indem nämlich ein Elektronenstrahl wahlweise auf rote, grüne oder blaue Leuchtstoffpunkte auf dem Bildschirm trifft, lässt farbige Fernsehbilder entstehen.

Elektronenstrahlen

Ähnlich unseren 3 Projektoren (siehe Farblehre), die mit farbigem Licht, bestehend aus den 3 (additiven) Grundfarben, alle anderen Farben sowie weiß und schwarz erzeugen können, wird durch drei Elektronenstrahlen, die auf jeweils eine der drei dicht nebeneinander liegenden farbigen Fluoreszenzteilchen treffen, ein Farbauszug des Fernsehbildes hergestellt.

Lochmaske

In einem Farbfernseher sind folglich 3 Elektronenstrahl-Röhren vorhanden. Eine Lochmaske sorgt dafür, dass jeder Elektronenstrahl immer nur Bildpunkte der ihm zugeordneten Farbe trifft.

Abtastung

Natürlich hat der Elektronenstrahl etwas mehr zu tun, als nur einzelne Bildpunkte zu treffen. Er muss nämlich alle für seinen Farbauszug erforderlichen Bildpunkte eines Fernsehbildes treffen. Und dies tut er, indem er Zeile für Zeile (erst alle ungeraden, dann alle geraden Zeilen) auf dem Bildschirm „abtastet“. Und da unser PAL- Fernsehen 25 Bilder pro Sekunde darstellt, und diese wiederum aus 625 Zeilen bestehen, haben die Elektronenstrahlen eine ganze Menge zu tun.

Die Aufteilung in gerade und ungerade Zeilen, also in 2 Halbbilder, hat mit unserem Stromnetz zu tun, welches mit 50 Hz betrieben wird. Jedes Fernsehhalbbild besteht aus 312,5 Zeilen. Das Fernsehsignal gibt dem Elektronenstrahl Befehle über die Helligkeit der Bildpunkte.

Spannungssignale

Im Fernsehsignal wird die Helligkeit eines jeden Bildpunktes auf dem Bildschirm durch Spannungsunterschiede angegeben. In der Abbildung erkennt man die Beziehung zwischen hellen, mittleren und dunklen Bildpunkten und dem Spannungsverlauf des elektronischen Signals.

Wie schon am arbeitsreichen Job eines einzelnen Elektronenstrahls beschrieben, werden also ziemlich viele Informationen verarbeitet. Und da es sich um 3 Elektronenstrahlen handelt, sind es umso mehr.

Dadurch ergibt sich für das PAL-Fernsehsignal eine so genannte Bandbreite von 5MHz. Verglichen etwa mit einem Tonsignal (ca. 44kHz bei einer Audio-CD) haben wir 125mal soviel Informationen zu verarbeiten und,  wenn wir einen Film aufzeichnen wollen, auch zu speichern.

 
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