Er gehörte zur Garde der Altstars in Italien, spielte mit
unter anderem mit Vittorio Gassman, Anna Magnani, Vittorio De
Sica oder Totò. Einer seiner letzten Filme war die
Neuverfilmung von Pinochio (Roberto Benigni) im Jahre 2001.
Nun starb er 89 jährig in einer römischen Klinik.
Unmittelbar nach dem Tod von Soul-König James Brown am
ersten Weihnachtsfeiertag, wurde bekannt, dass Spike Lee
dessen Lebensgeschichte verfilmen wird. Mit den Recherchen und
Gesprächen für das Drehbuch hatte man bereits vor einigen
Monaten angefangen, mit den Dreharbeiten wird voraussichtlich
Ende 2007 begonnen.
Wie wenig Spielraum und Flexibilität die deutsche
Gesetzgebung zulässt, zeigt sich wieder bei den Regelungen
bezüglich der Arbeitslosenunterstützung. Demnach ist ab
Februar 2006 nur derjenige Arbeitslosengeld I berechtigt, der
in den letzten zwei Jahren 360 Tage
sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat. Dieses fehlende
Verständnis für Sonderfälle schlägt besonders in der
Filmbranche zu, da die wenigsten wegen der kurzen
Beschäftigungszeiten diese Zahl erfüllen können.
Lösungsvorschläge werden von SPD sowie CDU in Betracht
gezogen, man denkt sogar sich ein Beispiel an dem Schweizer
System zu nehmen, bei dem die ersten 30 Arbeitstage einer
Beschäftigung doppelt berechnet werden und ein Anspruch auf
400 Tage Arbeitslosengeld besteht, in Deutschland dagegen nur
auf 180.
Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender stellen sich
gegen die neue EU-Richtlinie des Product-Placements zur
Lockerung der Werberegelung. Demnach kann unter strengen
Bedingungen "Schleichwerbung" betrieben werden. Die
ARD und das ZDF sträuben sich dagegen und werden weiterhin
darauf verzichten. Ein generelles Deutschland Verbot wäre
schwer durchzusetzen, da es die Arbeit deutscher Produzenten
deutlich erschweren würde. Die ARD misst hier anscheinend mit
doppelten Maß: über Jahre hinweg wurde in der Serie
Marienhof Schleichwerbung betrieben.
Vor ein paar Jahren verkaufte die Filmschmiede um Tom
Tykwer, Wolfgang Becker, Dani Levy und Stefan Arndt 51% seiner
Anteile an Senatorfilm, um den finanziellen Druck der jedes
Projekt begleitete, etwas zu mildern. Doch anstelle von
Erleichterung drohte der Produktionsfirma das Aus, als
Senatorfilm rote Zahlen schrieb und die Einspielungen von den
Xern nutzte, um sich selbst wieder auf die Beine zu wuchten.
So spielte "Good bye Lenin" zwar Millionen ein,
diese allerdings landeten bei Senatorfilm. Als die
Verhandlungen mit Senator nichts brachten, drohten die
Produzenten nicht mehr für X Filme zu arbeiten und gründeten
stattdessen die Y Filme. Dies Handeln half, denn nun ist ein
neuer Vertrag ausgehandelt worden, der beiden Parteien zu Gute
kommt.
Für die Sendergruppe ProSieben Sat.1 Media AG von Haim
Saban läuft der Countdown: bis morgen müssen die Investoren
ihre Gebote abgeben. Der Preis für den vom Kartellamt
vereitelten Versuch des Springer Verlags die Senderkette für
2,5 Milliarden € zu übernehmen, ist heute nicht mehr
aktuell. Insider rechnen mit bis zu sechs Milliarden €.
Neben der türkischen Dogan Gruppe sind Goldmann Sachs und der
Finanzinvestor Permira im Rennen.
Der Privatsender Polsat und die Axel Springer AG haben
einen Vertrag über die Beteiligung an dem polnischen Sender
ausgehandelt und diesen bereits unterschrieben. Demnach
kauft die AG 25,1 Prozent der Anteile für 250 Millionen. Den
Erweb muss vorher noch das polnische Kartellamt prüfen, man
erwartet jedoch von deutscher Seite keine Komplikationen wie
bei dem Versuch Springers, die Pro Sieben- Sat 1-Gruppe zu
kaufen.
In den Kategorien "Bester Film, bestes Drehbuch und
bester Hauptdarsteller) wurde "Das Leben der
Anderen" ausgezeichnet. "Volver" wurde die
beste Regie, die beste Filmmusik, die Beste Hauptdarstellerin,
beste Kamera sowie mit dem Publikumspreis als bester Film
prämiert.
Dora Komar, die österreichische Schauspielerin, ist im
Alter von 92 Jahren gestorben. Bekannt wurde die gebürtige
Dorothea Komarek unter anderem durch Musikfilme mit Hans
Moser, Paul Härbiger, u.a. Sie verstarb am 21. November in
Lissabon.
Es galt bisher als Tabu, Filme über reale Verbrechen vor
dem rechtskräftigen Gerichtsurteil über den Täter zu
veröffentlichen. Damit soll vermieden werden, dass Richter,
Geschworene, Presse und Öffentlichkeit durch die Darstellung
des Verbrechens in ihrer neutralen Urteilskraft beeinflusst
werden. Nun hat ein US Gericht verfügt, dass der Film Alpha
Dog, in dem es allem Anschein nach um einen Mord geht, an dem
vermutlich Jesse James beteiligt war trotzdem gezeigt werden
darf. Dessen Anwalt hatte eine
einstweilige Verfügung gegen die Veröffentlichung des Films
angestrengt, die nun abgelehnt wurde. So wird der Film am 15.
Januar in den US Kinos starten, bevor der Prozess eröffnet
ist.
Der Regisseur von Filmen wie "My Own Private Idahoe",
"Finding Forrester" und "Drugstore Cowboy wurde
wegen Fahrens unter Alkohol arestiert. Polizeiangaben zu Folge
hatte er mehr als den doppelten zulässigen Alkoholpegel im
Blut.
Die EU-Kommission in Brüssel hat den neuen
Filmförderfonds genehmigt. Ab dem 1. Januar können deutsche
Spiel- und Dokumentarfilme zusätzliche Fördergelder
erhalten, soweit ein Großteil der Produktion in Deutschland
stattfindet. Die jährlich 60 Millionen Euro werden über die
Berliner Filmförderungsanstalt vergeben.
Joseph Barbera und William Hanna sind die Urväter und
Schöpfer zahlreicher Zeichentrick Figuren gewesen, die im
Gegensatz zu Disneys Charakteren, die lange dem Kino
vorbehalten blieben, schon früh ihren Weg auf die
Fernsehschirme fanden. Im Team entwickelten Sie industriell
Zeichentrickfilme, Barbera erfand die Geschichten und Gags und
Hanna setzte sie in Zeichnungen um. Unvergessen ihre Figuren
wie "Jogi Bear", "Scooby-Doo", "die
Jetsons" oder die "Familie Feuerstein". Nun ist
Joseph Barbera 95 jährig gestorben.
Wegen der Honorarvereinbarungen mit Radprofi Jan Ulrich hat
eine Privatperson Anzeige wegen missbräuchlicher Verwendung
von Gebührengeldern erstattet. Wie die FAZ und der Spiegel
melden, hat die Staatsanwaltschaft aus diesem Grunde
Ermittlungen gegen die Intendanten von NDR und BR eingeleitet.
Im Kino wurde er bekannt durch seinen Auftritt als Monster
in "Frankenstein Junior". In Nebenrollen brillierte
er in "Taxi-Driver" oder "Während Du
schliefst". Seine bekannteste Rolle gab er als
miesgelaunter Großvater in "Alle lieben Raymond".
Er starb im Alter von 71 Jahren in einem New Yorker
Krankenhaus.
Die Klage der zwei Studenten aus dem "Borat" Film
eine Szene aus dem Film zu schneiden wurde abgelehnt. Ein
Richter in Los Angeles hat ebenso die Bedingungen für einen
Verkaufstopp nicht erfüllt gesehen. Ob den beiden
Schadensersatz zusteht, wird noch geprüft. Die zwei Studenten
hatten gegen den "Borat" Film geklagt. Besoffen
haben sie dort frauenfeindliche und rassistische Bemerkungen
gemacht, und sich im Nachhinein beschwert, man habe sie
betrunken gemacht, um eine Einverständniserklärung zu
bekommen.
Die australische Schauspielerin und Sängerin Olivia
Newton-John hat die Plattenfirma Universal auf eine Million
Dollar verklagt. Grund: fast 30 Jahre nach dem Kassenerfolg
von "Grease" verlangt Newton-John umgerechnet
750.000 € für die Rechte am Original-Soundtrack. Als
"Sandy" ist sie 1978 mit dem Film mit dem John
Travolta bekannt geworden.
Wer Truffaut liebte, insbesondere seine frühen,
anarchischen Filme, kannte sie, viele schwärmten gar für sie.
Claude Jade und Jean-Pierre Léaud waren lange Jahre das
Traumpaar des französischen Kinos. Filme wie "Liebe auf
der Flucht", oder "Geraubte Küsse" machten sie
berühmt. Nun ist die Schauspielerin im Alter von
achtundfünfzig Jahren in Paris an Krebs gestorben.
Die britischen und amerikanischen Medien regen sich derzeit
über diverse Videos auf YouTube auf, in denen explizit
erläutert wird, wie man Türschlösser knackt.. Angesichts
der vielen absurden Dinge, die das Internet sonst noch so
erklärt, ist der ganze Trubel wohl eher dazu angetan, wieder
mal ein paar Zeilen oder Sendeminuten zu knacken...
Er gehörte zum französischen Kino wie nur wenige andere
Schauspieler, prägte es mit, in über 120 Filmen. Seinen
Durchbruch beim Kinopublikum erlebte er 1967 mit
"Alexander der Lebenskünstler". Dem Kino ein
Denkmal setze er 1988 mit seiner Rolle als Filmvorführer in
den Film "Cinema Paradiso". Noiret starb im Alter
von 76 Jahren.
Als erster deutscher Kameramann erhält Michael Ballhaus
den "International Achievement Award" vom
US-amerikanischen Verband der Kameraleute (ASC). Ballhaus hat
über 100 Filme gedreht, darunter sieben mit Martin Scorsese.
Im Alter von 61 Jahren starb der Franzose Girod an einem Herzinfarkt.
Francis Girod war nicht nur als Regisseur von "Die
Bankiersfrau" (1980) oder "Eine politische
Liebesaffaire" (1984)bekannt. Für Bertrand Taverniers
trat Girod, in Drogencop-Film „L.627“ („Auf offener Straße“),
sogar vor die Kamera.
2003 wurde er in die Akademie der schönen Künste aufgenommen
und erst letztes Jahr in die französische Ehrenlegion.
Die Premiere von "Casino Royale" lockte nicht nur
viele Stars, selbst die Queen ließ es sich nicht nehmen, den
neuen 007, persönlich zu begrüßen.
Mit "Casino Royale" gehen wir wieder an den Anfang
der Geschichte, denn diese Folge ist die Verfilmung des ersten
Buches des Schöpfers Ian Flemming.
Deshalb ist Bond hier auch noch wesentlich ernsthafter, ein
wenig verrucht und ein Eigenbrödler, wie ihn Daniel Craig
selbst beschrieb.
Als Sacha Baron (Borat) in New York einem
Passanten, seine Kleidung abkaufen wollte, da er sie so
anziehend fand und sich damit gerne sexuellen Bedürfnissen
hingegeben hätte, machte er eine unangenehme Bekanntschaft.
Der Amerikaner schlug ihm direkt ins Gesicht und lies erst ab,
als der Schauspieler Hugh Laurie Cohen dazwischen ging. Die
beiden waren privat unterwegs in einen Club.
Aber das ist momentan nicht der einzige Angriff auf Borat.
Denn die Darsteller seiner satirischen Doku, klagen ihn nun
an, er hätte sie hintergangen, da er nicht die Wahrheit zur
Verwendung der Aufnehmen sagte und sie zudem betrunken
gemacht, um ihre Unterschriften zu erhalten.
Schwer vorzustellen, dass Sacha Borat nun von Gewissensbissen
geplagt wird, wenn man sich die Quoten und den Umsatz seines
Films "Borat" ansieht. 29Mio Dollar waren es allein
am letzten Wochenende.
Er hatte viele Berufe, bevor es ihn zum
Schauspiel verschlug- Profiboxer, Kampfflieger,
Eisverkäufer, Bademeister, Leibwächter und Journalist. Jack
Palance spielte zunächst auf der Bühne, wo Eliah Kazan ihn
entdeckte. Bekannt wurde er im Kino durch Filme wie
"Hollywood Story" (1955), "Le mépris" von
Jean-Luc Godard, "Barabbas", "Young Guns",
"Batman" und "Tango & Cash". Er starb
im Alter von 87 Jahren.
Nachdem Bernd Hebbering (68) seine
Position als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Filmstiftung
NW nach nur einem Jahr Amtszeit niedergelegt hat, rätselt die
Branche über mögliche Auseinandersetzungen in der
Filmstiftung. Eine mögliche Erklärung: Seit langem schon
steht die Strategie von Schmid-Ospach, dem Geschäftsführer,
große Beträge in ausländische Produktionen zu pumpen, die
in NW drehen, in der Kritik. Dieser Weg lockt zwar punktuell
so manches Projekt und Stars nach NW, allerdings trägt er in
keiner Weise zur Formung einer Produktionslandschaft im
Bundesland bei. Die Produktionen nutzen das Geld, drehen vor
Ort und sind wieder verschwunden. Oft genug weiß kaum ein
Zuschauer, dass der ausländische Film überhaupt mit
deutschem Geld entstand. "Die wunderbare Welt der
Amelie" ist ein Beispiel dafür.
Rund 100 Regisseure haben einen Protestbrief an die
deutsche Regierung von Angela Merkel geschrieben, um gegen
eine Änderung des Urheberrechts zu protestieren und um eine
"Verschlechterung der Rahmenbedingungen" zu
vermeiden. Das Gesetz ermöglicht Eingriffe und Entstellungen
von Filmen ohne die Zustimmung des Urhebers. Unterzeichner des
Protestbriefs waren u.a. Volker Schlöndorff, Dani Levy und
Doris Dörrie.
Er galt als einer der europäischsten US-Regisseure, hat
mehrmals Höhen und Tiefen erlebt und erlitten und hat vor
allem eine Reihe äußerst mutiger, ungewöhnlicher und
faszinierender Werke geschaffen. Seinen finanziellen
Durchbruch hatte er 1971 mit M*A*S*H einer entlarvenden,
bösen Militärsatire die direkt aus dem Vietnam-Krieg zu
stammen schien. Werke wie "3 Frauen", "Der
Spieler" oder "Short-Cuts" sind Klassiker
weitab des Hollywood-Systems geworden. Stets interessierte er
sich für die menschliche Psyche, hatte großen Atem zum
Geschichtenerzählen und Mut zum Risiko. Am 21. November ist
das bis zuletzt filmbesessene Genie gestorben.
Diesmal bewirbt sich neben Mecklenburg-Vorpommern Film e.V.
auch die neu gegründete Filmboard um die nur knapp bemessene Filmförderung.
Der Streit geht um rund 205 000 Euro im Jahr und um das
Filmkunstfest Schwerin, was künftig der neue Verein
ausrichten will.
Im Juli 2005 kaufte Rupert Murdoch, der amerikanische
Medien Mogul, die Seite für 580 Millionen Dollar, nun sieht
es so aus, als wenn der Kauf noch deutlich teurer würde. Auf
beinahe jeder Seite findet sich Musik und in den seltensten
Fällen sind die Musikrechte geklärt. Die Universal Music
Group fordert für jeden Song 150.000 Dollar Schadensersatz,
aufsummiert dürfte dies in die Milliarden gehen...
Am 28. Juni dieses Jahres starb Fabián Bielinsky
47-jährig an einem Herzinfarkt. Der argentinische
Drehbuchautor und Regisseur hatte im Jahr 2000 mit seinem
Erstlingswerk, "Nueve reinas", Publikum wie Kritik
begeistert und war von da an als eine der gewichtigsten
Stimmen eines neuen lateinamerikanischen Kinos wahrgenommen
worden. 2005 kam dann sein zweiter und letzter großer Film
ins Kino. "El aura" erlaubt durch seine inhaltliche
Rätselhaftigkeit und seine gestalterische Sorgfalt Raum für
vielfältigste Deutungen. Es gibt Momente in diesem seltsamen
Mix aus schwelgerischen Naturbildern und düsterem
Film-noir-Ambiente, da man Vorbilder zu erkennen glaubt. Man
fühlt sich bisweilen in frühe Filme von Carlos Saura (allen
voran "La caza") versetzt, dann wieder scheinen sich
die Mystizismen eines David Lynch der Story bemächtigt zu
haben, während andererseits die schweigsame Hauptfigur an die
Helden aus Filmen Clint Eastwoods anklingt. Doch ist all dies
meilenweit von Epigonentum entfernt. Vielmehr verrät "El
aura" die Handschrift eines außerordentlichen Cineasten,
der mit nur zwei Filmen zu seinem Stil gefunden hatte.
Der auch hierzulande kontrovers
diskutierte Satireulk "Borat" darf in russischen
Kinos nicht aufgeführt werden. Das Ministerium für Kultur
hat dieses Verbot erlassen, weil der Film ethnische Gruppen
und Religionsgemeinschaften möglicherweise beleidigt fühlen
würde. Insbesondere fühlen sich auch die Bürger von
Kasachstan gekränkt weil in dem Film der britische
Schauspieler Sacha Baron Cohen einen kasachischen Reporter
spielt.
Die 40 jährige Schauspielerin, die aus
zahlreichen Independent-Produktionen bekannt war, darunter Hal
Hartleys Filme "Trust" und "The Unbelievable
Truth," wurde bereits am Mittwochabend von ihrem Ehemann
tot in ihrem Büro aufgefunden. 2005 spielte sie die Rolle der
Jerry in "Factotum" mit Matt Dillon. Seit 1996
arbeitete sie auch als Autorin und Regiseurin, verwirklichte
unter anderem die Filme "Sudden Manhattan" und
"Waitress". Die Ärzte konnten bisher die
Todesursache nicht feststellen. Shelly hinterlässt eine
dreijährige Tochter und ihren Ehemann.
Die Weinstein-Company einer der großen
US-Filmkonzerne will künftig bei Raucherszenen in ihren
Filmen durch Untertitel oder bei DVDs durch Aufkleber vor den
Folgen des Zigarettenkonsums warnen. Als einer der ersten
Filme mit diesen Warnhinweisen wird der Film "Clerks
II" im Dezember erscheinen.
Ab Januar 2007 kosten internetfähige
Computer und Handys mit Online-Funktion 5,52 € GEZ-Gebühren
pro Monat. Nur wenn ein Haushalt oder ein Betrieb schon ein
Radio oder einen Fernseher gemeldet haben, entfällt die
Rundfunkgebühr. Der Beschluss der Ministerpräsidenten der
Länder führte zu scharfer Kritik aus mehreren
Branchenzweigen.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann
verkündete die Einigung von Politik und Filmwirtschaft zu
einem neuen Finanzmodell für den chronisch unterfinanzierten
deutschen Film. 60 Millionen Euro sollen in den nächsten drei
Jahren in deutsche Produktionen fließen, um die mageren 17
Prozent Marktanteil des deutschen Films im eigenen Land zu
heben. 16 bis 20 Prozent der Kosten sollen vom Fiskus
erstattet werden, wenn der Film in Deutschland gedreht werde.
Das Gesetz liegt derzeit bei der Prüfung in Brüssel, und
tritt voraussichtlich ab dem 01.01.2007 in Kraft.
Der italienische Regisseur Gillo
Pontecorvo ist im Alter 86 Jahren in Rom gestorben. Bekannt
wurde der politisch Linke mit seinem preisgekrönten Werk
"Die Schlacht von Algier" (1966), hat aber in seinem
Leben ein nur spärliches Oeuvre hinterlassen, darunter aber
Filme mit Marlon Brando und Yves Montand. 1991 saß Pontecorvo
in der Jury der Berlinale, 1992 - 1996 war er Leiter des
Filmfestivals von Venedig.
Der Preis der Hamburger Filmkritik, wurde
an den peruanisch-spanischen Film ‚Madeinusa – Das
Mädchen aus den Anden’ (Regie: Claudia Llosa) vergeben. Der
mit 10.000 Euro dotierte Otto-Sprenger-Preis wurde an zwei
Erstlingsfilme vergeben. Für ihre Regieerstlinge wurden die
französische Regisseurin Chantal Richard (‚Lili et le
baobab’) und Franziska Stünkel (‚Vineta’) ausgezeichnet.
Die französische Filmemacherin und
Ehefrau von Jean-Marie Straub ist 70 Jahren gestorben.
Zusammen mit ihrem Mann, wird die Regisseurin zu Vorreitern
des Neuen Deutschen Films gerechnet. Das Ehepaar das Anfangs
in Paris, später überwiegend in Deutschland und seit Ende
der 70er Jahre in Italien arbeitete, war bekannt für seine
politischen, teils kontroversen Filme mit literarischen
Hintergründen, die der breiten Masse jedoch nicht geläufig
sind. Zu den wichtigsten Filmen der beiden zählen u.a.
"Die Chronik der Magdalena Bach" und
"Klassenverhältnisse".
Zwei Journalisten der deutschen Welle
sind bei der Arbeit an einer Dokumentation im Norden
Afghanistans auf dem Weg von der Provinz Baghlan in die
Provinz Bamiyan von unbekannten Tätern erschossen worden. Die
beiden freien Mitarbeiter waren auch mit der Schulung
Afghanischer Journalisten und dem Aufbau eines afghanischen
Fernsehsenders betraut.
Andres Schmid, Koproduzent von Filmen wie
"Das Parfum", "Die sieben Zwerge" und
"Monster", sitzt seit Ende September 2005 in
Untersuchungshaft und wird wohl in absehbarer Zeit nicht frei
kommen. Die Staatsanwaltschaft beharrt weiter auf Inhaftierung
des Filmemachers, nachdem sie schon bei der Verhaftung Schmids
Verdacht auf eine Flucht ins Ausland hatte. Einem der
führenden Filmefinanzierer Deutschlands der letzten Jahre
wird Steuerhinterziehung, Betrug und Untreue vorgeworfen. Mit
Medienfonds soll er 12.400 Anleger und den Fiskus um rund 400
Millionen Euro geprellt haben. Das Geld, welches er von unter
anderem auch von DAX-Unternehmens Vorständen eingesammelt
hat, ist laut Staatsanwaltschaft zu 80 Prozent nicht in
Produktionen, sondern auf Festgeldkonten geflossen. Die von
der Steuer sofort abzugsfähigen Betriebsausgaben von den
Anlegern konnten somit nicht abgesetzt werden, da sie den
Fahndern zufolge gar nicht in den Fonds eingezahlt hätten.
Schmids Anwalt dementiert die Vorwürfe, und hofft wie Freunde
des Angeklagten auf eine baldige Entlassung.
Philip Grönings Klosterfilm ohne
Kommentare und Musik wird mit dem europäischen Filmpreis 2006
im Bereich Dokumentarfilm ausgezeichnet. Der Film über
Karthäusermönche in den französischen Alpen ist drei
Stunden lang und lädt zu nachdenklicher Ruhe ein. Der Preis
ist mit 5000 Euro dotiert.
Die Jubiläumsausgabe der Hofer Filmtage
(40 Jahre!) feierte nicht nur den Festivalleiter Heinz
Badewitz, sondern vor allem einmal mehr das Kino. Mit dem
Förderpreis "Deutsches Kino" wurden Oliver Rhis
(Regie) für "Schwarze Schafe" und Manuel
Bickenbach (Produzent) für "Nimmermehr"
ausgezeichnet. Der Filmpreis der Stadt Hof ging an Alexander
Kluge.
Die nordrheinwestfälische Filmförderung
unterstützte das Projekt mit 750.000 Euro. Nachdem die
Staatsanwaltschaft gegen den VIP- Filmfonds- Gründer Andreas
Schmidt ermittelt und dieser laut Staatsanwaltschaft 25
Millionen Euro in das Projekt investiert hat, bei der
Filmstiftung aber nur 4,1 Millionen vom VIP gemeldet wurden,
sollen die Finanzierungswege des Constantin-Filmprojekts
nun genauer unter die Lupe genommen werden. Man fragt
sich in Düsseldorf, wo die übrigen Millionen geblieben sind.
Seit 26 Jahren wird von Mitarbeiterinnen
von ARD, ZDF und ORF die "Saure Gurke" verliehen.
Ziel des "Awards" ist es, Macho-Gehabe und
sexistische Verfehlungen auszuzeichnen und Sendungen
herauszustellen, in denen Frauen unterpräsent oder gar nicht
vorhanden sind. "Die große Show der Naturwunder"
mit Frank Elstner und Ranga Yogeshwar habe die Auszeichnung
mit einem leicht bekleideten Frauenkörper als
Forschungsobjekt verdient.
Der in 1917 in Reydt geborene
Naturdokumentarfilmer Heinz Sielmann ist am vergangenen Freitag
im engen Kreis der Familie gestorben. Ruhm erlangte er unter
anderem durch seine Reihe "Expedition ins Tierreich"
in der ARD bis 1991. Neben zahlreichen Filmen "Lied der
Wildbahn", "Herrscher des Urwalds" und
"Galapagos", lieferte er zu Beginn seiner Karriere
auch Beiträge für das BBC ab. Seine Arbeit wurde durch
zahlreiche Filmpreise gewürdigt, darunter unter anderem mit
dem Goldenen Bären. Neben seiner Filmtätigkeit hat er sich
auch stets für den Naturschutz eingesetzt.
Die 85 jährige Schauspielerin ist
bereits am 27.September verstorben, wie nun ihr Sohn
mitteilte. Die meisten kennen Löbel, wohl als die
liebenswerte Oma aus der TV-Serie "Forsthaus Falkenau".
Sie drehte mit Ihrem Kollegen Wolff bereits seit 18 Jahren.
Ihre Schauspielkarriere reicht jedoch noch weiter. Seit ihrem
15 Lebensjahr ist sie im Geschäft und man kennt Sie aus
Filmen, wie "Heimatland" und
"Sommernachtstraum". Ihre eigentliche Leidenschaft
galt jedoch immer dem Theater. Dort glänzte sie auf nahezu
allen deutschen Bühnen mit dem Stück "Der
Mustergatte".
Bisher bremsten Medienpolitiker, die
Investierungen der Sender in Ihre Online- Auftritte. Dabei
fließen schon jetzt Abermillionen Euro in die
Internetpräsenz der öffentlich rechtlichen Sender. Doch ein
Arbeitspapier begründet nun weitere Forderungen von ARD und
ZDF nach noch mehr Geld um ihre Online- Präsenz ausbauen zu
können.
Die EU- Kommission stellt sich quer. Sie sieht eine weitere
Investierung nur berechtigt, sollte es zu Bildungszwecken
dienen.
Am Sonntag verstarb Frank Beyer im Alter
von 74 Jahren in Berlin. Der Defa- Regisseur eckte mit seinen
Filmen immer wieder beim DDR- Regime an, mit der Konsequenz,
dass er wegen des Filmes "Spur der Steine" (1965)
seinen Arbeitgeber die Defa verlor und sogar aus der SED
geworfen wurde. Beyer wurde 1991 mit dem Bundesfilmpreis für
sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Etwas Schlimmeres hätte dem
altehrwürdigen Venedig-Filmfestival gar nicht passieren
können- die Konkurrenz im eigenen Lande, noch dazu in der
Hauptstadt und mit großzügigen finanziellen Mitteln
ausgestattet, findet ab dem 13. Oktober statt. Große Stars,
darunter Nicole Kidman, Sean Connery, Martin Scorsese, Lasse
Hallström, Giuseppe Tornatore und Mira Nair geben sich die
Ehre und 15 internationale Produktionen konkurrieren im
Wettbewerb um den mit 200.000 Euro hochdotierten Preis. Die
Filmwelt ist gespannt, wie sich die beiden Events zueinander
positionieren werden.
Er prägte das Kino visuell eindringlich
und kompromisslos. Sven Nykvist arbeitete vor allem mit seinem
Landsmann Ingmar Bergmann, aber auch mit anderen europäischen
Regisseuren wie Louis Malle, Roman Polanski und Volker
Schlöndorff. Für seine Kameraarbeit in „Fanny und
Alexander“ und „Schreie und Flüstern“ erhielt er
jeweils einen Oscar.
Seine letzte Spielfilmarbeit war der Film
"Curtain Call" von Peter Yates im Jahre 1999.
Nykvist starb am 20. September 83 jährig in Stockholm.
Pro Sieben und Sat 1 haben erfolgreich
einen Gerichtsbeschluss beim Landgericht Leipzig gegen den
Online- Videorecorder- Betreiber onlinetvrecorder.com
durchgerungen. Nun droht dem Anbieter bei Verstoß ein
Bußgeld in Höhe von 250.000 Euro. Dieser und ähnliche
virtuelle Videorecorder, die die Sendungen online zur Aufnahme
freigeben, verstoßen neben dem Urheberrecht auch gegen das
Sende- sowie Vervielfältigungsrecht, so eine Sprecherin. In
den Augen der Betreiber allerdings sieht man die Klage in
einem anderen Licht: die Sender, so lautet der Vorwurf, wollen
das Geschäft in ihrer Hand behalten. Tatsächlich scheint
sich der Verdacht mit der Gründung der Internetplattform
Maxdome zu bestätigen, auf der Pro Sieben und Sat 1 ihre
Sendungen nun selbst anbieten.
Der Bayrische Rundfunk hat in erster
Instanz im Prozess der urheberrechtlichen Auseinandersetzung
gegen Barbara von Johnson, die erste Zeichnerin des
legendären Pumuckls, verloren. Das Urteil beinhaltet, dass es
dem Bayrischen Rundfunk in Zukunft nicht mehr gestattet ist,
den Spielfilm "Meister Eder und sein Pumuckl" sowie
"Pumuckl TV" auszustrahlen. Nicht betroffen von dem
Urteil sind jedoch "Kobold TV" und die TV-Serie
"Meister Eder und sein Pumuckl" mit Gustl Bayrhammer.
Der Bayrische Rundfunk will die Urteilsbegründung abwarten
und prüfen, ob gegen das Urteil Revision einzulegen ist.
Die durch die seit Jahrzehnten laufende
ARD Serie als Else Kling bekannt gewordene Schauspielerin ist
am Sonntag im Alter von 91 Jahren in München gestorben. Damit
hat sie ihren Ausstieg aus der Serie nur um ein Vierteljahr
überlebt - ein Indiz wie intensiv sie mit dieser Rolle
zusammengewachsen sein musste.
Sie spielte in Ufa Filmen wie "Das
Frauenparadies" oder "Burgtheater", emigrierte
Ende der 30er Jahre in die Schweiz und spielte nach dem Krieg
in weiteren Filmen wie "Gaspatrone" oder
"Verurteilt 1910". Erfolge feierte sie vor allem auf
der Bühne, etwa in "Kabale und Liebe". Ihre Söhne
Stephan und Nikolaus Paryla wurden ebenfalls Schauspieler.
Hortense Raky starb am 25. September 88jährig in Wien.
Eine bisher unbekannte
CDU-Basisinitiative macht in einem Schreiben an
Ministerpräsidenten, CDU-Verbände und Lobbygruppen Front
gegen die Einführung von Rundfunkgebühren bei Handys und
PCs. Mit dieser Initiative kommt zum ersten Mal Kritik nicht
nur von Grünen und FDP gegen Pläne, sog. GEZ-Gebühren auch
bei internetfähigen Handys und PCs einzuführen. In dem
wachsenden Widerstand gehe es nicht um "Rebellion gegen
die Parteispitze", sondern schlicht und einfach um die
Gebühren. Obwohl sich die Parteispitze bis dato unter
Umständen selbst nicht über die Existenz dieser Gruppierung
im Klaren war, findet der Widerstand großen Zuspruch, dass
sich die Initiative über www.cdu-basis.de in Zukunft
darstellen wird.
Am Donnerstag ist der spanische Regisseur
Jose Antonio Nieves Conde in Madrid im Alter von 94 Jahren
gestorben. Berühmt wurde er durch seinen Film "Surcos"
(Furchen), ein Meilenstein im spanischen Kino, der das
damalige Franco-Regime kritisierte, von der Kirche aber stark
angegriffen und auch zensiert wurde. Er wurde mehrfach
ausgezeichnet, u.a. 1990 für sein Lebenswerk.
Damit hatte eigentlich kaum jemand
gerechnet,- doch "Still Life", der chinesische Film
über das umstrittene, vielen Anwohnern gegenüber
rücksichtslose Staudamm-Vorhaben, der in Fengjie gedreht
wurde, erhielt den diesjährigen goldenen Löwen beim
diesjährigen Filmfestival von Venedig. Regisseur Jia Zhang-ke
setzte sich damit gegen starke Konkurrenz, vor allem aus den
USA durch.
Heute Abend wird zum ersten Mal das
Interview mit der acht Jahre lang eingesperrten Natascha
Kampusch ausgestrahlt. Zunächst zeigt der ORF in Österreich
um 20.15 das gesamte Interview, um 21.15 ist Natascha Kampusch
auch im deutschen TV zu sehen. Während der ORF für die
Fernsehrechte nichts bezahlen muss, soll der RTL für den
Erwerb dieser 200.000 Euro ausgegeben haben. Daneben sollen
sich ebenfalls Sender auf der ganzen Welt die Rechte gesichert
haben, es ist sogar die Rede von dem arabischen Al Dschasira.
Berlin bekommt ein neues Festival mit
Dokumentarfilmen über Kunst. Vom 14. bis 17. September werden
in der Akademie der Künste sowie im Museum Hamburger Bahnhof
unter dem Motto "DOKU.ARTS" 35 Beiträge gezeigt.
Eröffnet wird das Festival mit der niederländisch-russischen
Produktion "The Hermitage Dwellers" von Aliona van
der Horst. Darin geht es um Angestellte in der St.
Petersburger Eremitage, die sich selbst "Hermitashniks"
nennen.
Durch einen Datenbank-Fehler wurden nicht alle Nachrichten
archiviert. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Bye bye, Mr. Tagesthemen!
Ulrich Wickert feiert Abschied
Nach 15 Jahren Mr. Tagesthemen tritt der renommierte
Journalist und Autor zurück und überlässt Tom Buhrow seinen
Platz. Bei einem Umtrunk zum Abschied, gesteht er vor hundert
geladenen Gästen: "Ich bin durch einen Zufall zum
Journalismus gekommen, um Geld zu verdienen". Und so
arbeitete er seit 1969 bei der ARD und der Zufall wurde zu 37
Jahren. Er hätte den Ruhestand verdient, doch ganz kann er
sich wohl noch nicht trennen. So können wir Ihn auch in
Zukunft noch im Fernsehen finden, bei "Wickerts
Bücher" seiner eigenen Literatur Sendung.
Wir wünschen Ihm dabei viel Freude und bedanken uns für
15 Jahre Tagesthemen.
Noch ist die Brandursache unklar, aber das Feuer, welches
am Wochenende in einer Halle der britischen Pinewoos-Studios
wütete, hat eine Hauptkulisse des neuen James-Bond 007
völlig zerstört. Der Nachbau einer Venedig-Kulisse in
welcher der nicht unumstrittene neue Bond-Darsteller Daniel
Craig bereits einige Szenen gedreht hat, liegt in Schutt und
Asche. Zum Glück ist der Starttermin des neuen
James-Bond-Films "Casino Royale" von dem Feuer nicht
betroffen, der 21. Bond ist bereits abgedreht und soll am 23.
November anlaufen.
Die 64-Jährige Schauspielerin ist am Abend in ihrer
Wohnung gefunden worden, berichtete die Illustrierte
"Bunte". Ein Selbstmord ist nicht ausgeschlossen.
Die eigentlich gelernte Sopranistin aus Essen wirkte seit 1960
bei verschiedenen Fernsehproduktionen mit. Bekannt wurde sie
in den 70er Jahren als die Mutter Jolante aus der Fernsehserie
"Klimbim."
Anfang der achtziger engagierte sie Regisseur Rainer Werner
Fassbinder für Rollen in
"Lola", "Lili Marleen" und "Die
Sehnsucht der Veronika Voss".
Nach dessen Tod spielte sie in Serien und TV-Filmen mit und
blieb stets präsent.
Als Synchronsprecherin verlieh Elisabeth Volkmann
in der amerikanischen TV-Serie "Die Simpsons" ihre
Stimme nicht nur Marge Simpson, sondern auch deren
Schwestern Patty und Selma.
Das diesjährige Münchner Filmfest konnte bei tropischen
Temperaturen (traditionell fand es immer 3 Wochen früher und
begleitet von Sommerregen statt) ordentliche Besucherzahlen
verzeichnen. Preise gingen an:
Der Förderpreis Deutscher Film - Beste Regie ging an
Marcus H. Rosenmüller für "Wer früher stirbt ist
länger tot", bestes Drehbuch an Matthias Luthardt für
"Pingpong", sowie beste Schauspielerin an Jördis
Treibel in "Emmas Glück" und Rosalie Thomass in
"Polizeiruf 110 - Er sollte tot".
Die weiteren Preise des Festivals finden Sie direkt auf
unserer Festivals-Seite FFM
06
Die Regisseur-Gewerkschaft Directors Guild of America (DGA)sowie
große Hollywood-Studios wie Warner, Paramount und Fox hatten
verschiedene Videovertreiber in den USA wegen Verletzung der
Urheberrechte verklagt. Das gestrige Urteil eines Richters in
Denver, Colorado lautete: Gewalt- und Nacktszenen in
Hollywood-Filmen dürfen nicht mehr geschnitten und die
"sauberen Versionen" auf DVD oder Video verkauft
werden. Die Videovertreiber Auf Anordnung des Gerichts müssen
nun auf Anordnung des Gerichts innerhalb von fünf Tagen ihr
gesamtes Inventar zensierter Filme an die Hollywood-Studios
abgeben und ihr Unternehmen sofort beenden, sonst drohen ihnen
saftige Geldstrafen.
Unternehmen wie "CleanFlicks", "Clean
Cut", "Family Flix", die in Bible-Belt-Staaten
wie Utah, Idaho und Colorado residieren, zensieren bereits
seit Jahren erfolgreiche Hollywood-Filme, die den moralischen
Vorstellungen des amerikanischen Heartlands nicht entsprechen.
Beseitigt wurde unter anderem die berühmte Oben-ohne-Szene
von Kate Winslet in "Titanic" oder die blutige,
essentielle Anfangs-Sequenz in Steven Spielbergs "Der
Soldat James Ryan".
Der argentinische Regisseur Fabián
Bielinsky ist im Alter von nur 47 Jahren gestorben. Er befand
sich in São Paulo, um Darsteller für einen Werbespot zu
casten, als er einen Herzinfarkt erlitt. Bielinskys Debüt
"Nueve reinas" war ein großer Erfolg - in
Argentinien hatte der Thriller mehr als 1,2 Millionen
Zuschauer, und auf zahlreichen Filmfestivals erhielt er
Preise. Bielinsky erweiterte mit "El aura", seinem
zweiten Film, gekonnt das Genre des Thrillers, indem er ihm
fantastische Elemente, wie man sie aus der argentinischen
Literatur kennt, beigab. Der sorgfältig inszenierte "El
aura" ist eine Reflexion über die Flüchtigkeit
menschlicher Existenz.
Eine schier endlose Reihe von
Entschuldigungen und Abscheu-Bekundungen seiner eigenen
Äußerungen sollen Gibsons Ausfälle neutralisieren, die er
gegen Polizeibeamte in Los Angeles abfeuerte. Gibson war am
Freitag wegen auffälligen Fahrens angehalten und mit einer
starken Alkoholfahne aufs Polizeirevier gebracht worden.
Während seiner Inhaftierung soll er eine reiche Palette an
Beschimpfungen von sich gegeben haben, welche er dann Tags
darauf öffentlich voller Abscheu bedauerte. Er fügte hinzu,
dass er lange Jahre gegen Alkoholismus kämpfen musste und
deshalb besondere Schwierigkeiten habe, damit umzugehen.
Ähnlich wie das in Luxemburg seit vielen
Jahren erfolgreiche Tax-Shelter System will die
Bundesregierung ab 2007 etwa 60 Millionen Euro für die
Förderung von Kinofilmen bereit stellen. Produzenten können
dann 15-20 % der in Deutschland ausgegebenen
Herstellungskosten erstattet bekommen.
Seine schrägen Kommödien waren
Zuschauerlieblinge in Frankreich aber auch im Ausland.
"Die Abenteuer des Rabbi Jacob" oder "Das Ass
der Asse" gehörten zu seinen größten Erfolgen. Seine
Drehbücher schrieb er zumeist selbst und setzte diese
anschließend als Regisseur um. Oury starb 87 jährig in
seinem Haus an der Cote d`Azur.
Seine erfolgreichste Figur, die später
in zahllosen Krimi-Verfilmungen im Fernsehen und Kino zu sehen
war, schuf er bereits 1946, den Privatdetektiv Mike Hammer.
Geschichten wie "Kiss Me, Deadly" und "The Girl
Hunters," fanden den Weg ins Kino, wobei Spillane in
diesen Filmen sogar selbst mitspielte. Kritiker warfen ihm
zeitweise seine Vorliebe für Gewaltszenen und das
populistische Niveau vor.
Der holländische Fernseh-Entertainer hat
in Deutschland das Genre der Fernseh-Show in den 60er und 70er
Jahren neu definiert und bis in das neue Jahrtausend prägend
mitgestaltet. Seine TV-Shows waren richtungweisend und hatten
hohe Einschaltquoten. Zuletzt war er bis zur Diagnose einer
Lungenkrebs-Erkrankung (Carell war starker Raucher) auf RTL in
"7 Tage 7 Köpfe" zu sehen.
Dirk Specht übernimmt ab sofort die
alleinige Geschäftsführung der Film & Entertainment VIP
Medienfonds Geschäftsführungs GmbH. Der Geschäftsführer
Andreas Grosch, der seit 18.März 2002 dieses Amt bekleidete,
scheidet aus der Geschäftsführung aus. Specht war im März
2006 in die Geschäftsführung der VIP Medienfonds berufen
worden. Zuvor war der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
unter anderem als Manager bei Arthur Anderson und Senior
Manager bei der PriceWaterhouseCoopers AG, sowie zuletzt als
Vorstand der Münchener Tria AG und Geschäftsführer der MFP
Treuhand GmbH tätig. Grosch ist seit 1983 in
Führungspositionen der Filmbranche beschäftigt und
Ehrenvorsitzender des Bundesverbandes Produktion. Vor der
Aufnahme der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im September
2005 wegen Verdachts der Steuerhinterziehung und des Betrugs
war VIP Marktführer der deutschen Medienfonds. Unter den
Produktionen der VIP sind Erfolgsfilme wie
"Monster", "7 Zwerge", "Die
Nibelungen" oder "Lord of War". Im Herbst 2006
wird die Verfilmung des Bestsellers "Das Parfum"
weltweit in den Kinos anlaufen.
Die wichtigsten britischen Privatsender,
ITV, Channel 4 und 5 haben sich in einem offenen Brief an die
Politikerin Tessa Jowell gewandt, um ein Werbeverbot für
Fastfood abzuwenden. Die massive Fehlernährung speziell von
Kindern und Jugendlichen hat zu einem Bann von Werbung für
Fast-Food geführt. Die Senderverantwortlichen machen geltend,
ohne die ihnen dadurch entgehenden Werbeeinnahmen nicht mehr
dem Senderauftrag genügen zu können.
Der Hollywood-Veteran Vincent Sherman
starb am Sonntag im Motion Picture and Television Hospital in
Los Angeles nur wenige Wochen vor seinem 100. Geburtstag (16.
Juli). In den 40er und 50er Jahren drehte er mit Filmgrößen
wie Errol Flynn, Humphrey Bogart, Paul Newman und Rita
Hayworth. Seine Affären mit Hollywood-Diva Bette Davis und
anderen weiblichen Stars sorgten oft für Schlagzeilen.
Sherman stand lange Jahre bei Warner Bros. unter Vertrag.
Während der Kommunistenjagd in der Mc-Carthy-Ära war der
Filmemacher zeitweise ohne Arbeit. Zwar war er selbst kein
Kommunist, stand aber zu Kollegen, die auf Hollywoods
"Schwarzer Liste" geführt wurden, erklärte er
später. Sherman machte sich später auch als TV-Regisseur
einen Namen. Zu seinen erfolgreichsten Serien zählen
"Die Waltons" und "77Sunset Strip".
Trotz der Kampagnen gegen Raubkopierer
findet man zahlreiche Kinofilm-Mitschnitte im Internet. Eine
amerikanische Forschergruppe vom Georgia Institute of
Technologie entwickelt deshalb zur Zeit eine Anlage, welche
Digitalkamera-Sensoren aufspürt und unschädlich macht. Dies
ist möglich, da die Kamera-Sensoren Licht auf eine ganz
bestimmte Art reflektieren und mit einem Beamer geblendet
werden können. Jedoch ist der Einsatz in Kinos noch nicht
umsetzbar, da sichtbares Licht ausgesendet wird, welches im
Kino stören würde. Deshalb plant man einen direkt aufs
Objektiv gerichteten Laserstrahl. Investoren sind auch schon
gefunden.
Vergangenen Freitag ist die
österreichische Schauspielerin Erne Seder in Wien im Alter
von 81 Jahren gestorben. Dies berichtete die
Nachrichtenagentur APA am Montag unter Berufung auf eine
Freundin der Schauspielerin. Seder wurde durch die Rolle der
Haushälterin Frau Sokol in der ORF-Serie "Die liebe
Familie" bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie
Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt.
Für sein Spielfilmdebüt "Das Leben
der Anderen" wird Florian Henckel von Donnersmarck mit
dem Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet. Den mit
10.000 Euro dotierten Bernhard-Wicki-Filmpreis "Die
Brücke" teilt sich der Jungregisseur mit seinem
Hauptdarsteller Ulrich Mühe. Die Laudatio während des
Münchner Filmfestes vom 15. bis 22. Juli wird Hans-Dietrich
Genscher halten.
Sean Connery, der einst sein Arbeitsleben
als Sargpolierer in Schottland begann, wurde am Donnerstag vom
American Film Institute mit dem Preis für sein Lebenswerk
ausgezeichnet.
Widmer, der einen der am häufigsten
verwendeten Effekte, das Blue Screen Verfahren, entwickelt hat
und dafür im vergangenen Jahr mit einem Academy-Award
ausgezeichnet wurde, ist gestorben. Während Widmer in den
50er Jahren für Warner Brothers arbeitete, entwickelte er ein
Verfahren, in dem zwei Bilder, die zu unterschiedlicher Zeit
an verschiedenen Orten aufgenommen worden waren, in einem Bild
vereinigt werden konnten. 1964 verließ Widmer Warner
Brothers, um bei den Universal Studios zu arbeiten, wo er sich
bis zu seinem Rückzug ins Privatleben 1979 mit der
Entwicklung des Blue Screen und anderer Visual Effects
beschäftigte.
Die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen hat
grünes Licht für ein neues Nachwuchsprogramm gegeben.
Antragsberechtigt sind Studenten der Film- und
Fernsehhochschulen in NRW sowie Debütanten und
Nachwuchskräfte anderer Hochschulen, sofern ihr Wohnsitz in
NRW liegt. Es stehen jährlich rund 1,5 Millionen Euro für
Abschluss- und Erstlingsfilme zur Verfügung. Der
Förderausschuss wählt nach Stiftungsangaben eine
fünfköpfige Jury, die jederzeit innerhalb von drei Wochen
entscheiden kann. Infos unter www.filmstiftung.de.
Der wohl weltweit erfolgreichste
TV-Produzent hat Serien wie den "Denver Clan",
Melrose Place", "Love Boat", "Starsky und
Hutch", "T.J. Hooker", "Hotel",
"Fantasy Island" und "Beverly Hills 90210"
ins Leben gerufen. Spelling verstarb 83 jährig an den Folgen
eines Schlaganfalls in seinem Haus in Beverly Hills.
Der Bruder von Regisseur Otto Preminger
arbeitete nach seiner Flucht aus Wien vor den Nazis in den USA
als Literaturagent. In dieser Tätigkeit verhalf er diversen
Autoren, die in den USA wegen kommunistischer Gesinnung
Arbeitsverbot hatten, zu Arbeiten unter Pseudonym. Als er von
einem dieser Autoren, Ring Lardner ein völlig schräges
Drehbuch über einen Arzt im Koreakrieg in die Hände bekam,
produzierte er damit den Klassiker "M.A.S.H". Seine
weiteren Produktionen, wie "Salzburg Connection"
und "The Great Smokey Roadblock" blieben erfolglos.
Preminger verstarb 95 jährig.
Slapstickmeister Jerry Lewis, mit Dean
Martin in den fünfziger Jahren ein legendäres Komikerpaar
und berühmt für Filme wie "Der Prügelknabe",
erlitt während eines Fluges einen Herzinfarkt. Der
80-jährige wird nun im Krankenhaus in San Diego behandelt. Er
überlebte bereits 1982 einen Herzinfarkt, leidet zusätzlich
seit einigen Jahren an Prostatakrebs und Diabetes. Erst
Kürzlich gab er die für 2008 geplante Broadwayinszenierung
seines Klassikers "Der verrückte Professor"
bekannt.
Nach einem Geschichtsstudium beginnt
Imamura in der Glanzphase des japanischen Kinos als
Regieassistent u.a. auch für Altmeister Mizoguchi Ozu. Durch
die Folgen des Krieges verzögert, erhält erst Ende der
fünfziger Jahre eine jüngere Generation von Regisseuren wie
Imamura oder Nagisa Oshima Gelegenheit, ihre ersten Filme zu
drehen. Imamura erzählt von den einfachen Leuten und die
Triebhaftigkeit des Menschen und schockiert durch seine
unkonventionelle Offenheit. Er dreht zahlreiche Filmen, wie
"Stolen "Desire" und "The Insect Woman"
bis zu einer Krise des japanische Kinos Anfang der Siebziger.
Es folgen hauptsächlich Dokus fürs Fernsehen und er gründet
eine Filmschule. Mit "Vengeance Is Mine" gelingt ihm
1979 ein Kino-Comeback. Für "The Ballad of Narayama"
1983 und für "The Eel" 1997 gewinnt er die Goldene
Palme in Cannes und ist seitdem auch international beachtet.
Ein Beitrag zum Episodenfilm "11'09''01 - September
11" (2002) bleibt sein letzter Film. Imamura starb
vergangenen Dienstag im Alter von 79 Jahren.
Die Goldenen Palme ging an den britischen
Regisseur Ken Loach für sein Irland-Drama "The Wind That
Shakes The Barley". Den Großen Preis der Jury erhielt
der Franzose Bruno Dumont für sein Drama "Flandres".
Die Britin Andrea Arnold erhielt den Preis der Jury für ihren
Film " Red Road" Als beste Darstellerinnen wurden
die Frauen, darunter Peneplope Cruz, aus Pedro Almodovars
"Volver" ausgezeichnet. Almodovar erhielt den Preis
für das beste Drehbuch. Der Darstellerpreis ging an die vier
Franzosen aus dem Kriegsdrama "Indigènes (Days of Glory).
Ausserdem ausgezeichnet wurden Alejandro Gonzalez Inarritu aus
Mexiko (beste Regie) für "Babel", der Rumäne
Corneliu Porumboiu (Goldene Kamera) für "Was There or
Was There Not", Bobbie Peers aus Norwegen (Goldene Palme
für den Kurzfilm "Sniffer"), Matthias Luthardt
(Drehbuchpreis der Internationalen Kritiker-Woche für
"Pingpong") so wie die Kurzfilmer Stefan Müller
("Mr. Schwartz, Mr. Hazen & Mr. Horlocker") und
Matthias Müller und Christoph Girardet
("Kristall").
Philip
Gröning erhält den diesjährigen Preis in der
Kategorie "Beste Kamera
Dokumentarfilm/Feature" für seinen Film "Die große
Stille"
"Klare und ruhig komponierte Bilder, ein gekonnter
Wechsel von Detail- und Totaleinstellungen und eine kluger
Blick für Situationen in einem höchst intimen Umfeld
prädestinieren den Film für den Deutschen Kamerapreis 2006“,
so die Aussage der Jury
Der
fränkische Kabarettist Frank-Markus Barwasser gehört zu den
Preisträgern des diesjährigen Bayerischen Fernsehpreises.
Hannelore Elsner (63) wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Heike Makatsch, Matthias Brandt, Jutta Speidel und Fritz
Wepper erhielten ebenfalls Auszeichnungen als Schauspieler.
(Quelle: Movie-College) 20.05.2006
Schauspielerin
Eva-Maria Bauer tot
Die Krebskranke Schauspielerin wurde 82 Jahre
Nach einem
anfänglichen BWL-Studium ging sie in den vierziger Jahren zur
Schauspielerei über und wirkte am Hamburger Ernst Deutsch
Theater, die Hamburger Kammerspiele sowie am Thalia Theater
mit. Mit über 60 Jahren wurde schliesslich die Rolle der
resoluten Oberschwester Hildegard in der
"Schwarzwaldklinik" zu ihrem Markenzeichen und
machte sie bekannt. Es folgten Rollen in zahlreichen
Fernsehproduktionen wie "Derrick", "Der
Alte" und "Das Traumschiff" als auch in Dieter
Wedels "Die Affäre Semmeling", "Der große
Bellheim" oder "Der König von St. Pauli".
Gerstern verstarb die beliebte Schauspielerin 82-jährig in
einem Hamburger Krankenhaus.
Von Harald
Juhnke gefördert, hatte der gebürtige Berliner 1959 sein
Kinodebüt. Er spielte in über 35 Filmen mit und war in
zahlreichen Serien wie "Ein Herz und eine Seele" und
"Tatort" vertreten. Vor allem durch sein Mitwirken
in der beliebten Serie "Klimbim" konnte er sich
einen Namen machen.
1.
Alexander von Oliver Stone (7.497.599 Besucher)
2. Stolz und Vorurteil von Joe Wright (4.728.894)
3. Brice de Nice von James Huth (4.585.203)
4. Die Reise der Pinguine von Luc Jacquet (4.258.873
Besucher)
5. Der Untergang von Oliver Hirschbiegel (4.111.463) 6. Oliver
Twist von Roman Polanski (3.951.108)
7. Torrente 3, El Protector von Santiago Segura
(3.551.138 Besucher)
8. Nanny McPhee - Eine zauberhafte Nanny von
Kirk Jones (3.517.382
Besucher)
9. L'Auberge Espagnole - Wiedersehen in St. Petersburg von
Cédric Klapisch (3.304.198)
10. Hababam Sinifi Askerde von Ferdi Egilmez (2.896.425)
Der
Patriarch des türkischen Kinos drehte in 55 Jahren über 100
Filme uns ist nun im Alter von 80 Jahren in Istanbul
verstorben. Er begann seine Karriere 1951 und drehte zunächst
Provinzkomödien bis hin zu Populär-Epen und schliesslich
realistische Dramen. Für mehrere Generationen türkischer
Regisseure wie Zeki Ökten und Serif Gören galt er als
Vaterfigur und förderte vor allem den jungen Yilmaz Güney.
Sein letzter Film "Geborgte Braut" über eine
ausgestorbene islamische Tradition, wonach junge Männer von
erfahrenen Frauen auf die Ehe vorbereitet werden, erregte
letztes Jahr Aufsehen. Sein Film "Septembersturm"
über den Militärputsch 1980 wurde damals verboten
Das
Deutsche Fernsehmuseum muss weiterhin bis zu seiner Eröffnung
harte Kämpfe mit den TV-Sendern ausfechten. Diese erweisen
sich als äußerst zögerlich im Bezug auf die Zusicherung
finanzieller Unterstützung. Im Gegensatz zu anderen Ländern
wie Frankreich oder den USA, in denen längst eine Einrichtung
dieses Genres existiert, hat das Projekt des Fernsehmuseums
als eine Art Gedächtnis des Alltagsmediums in Deutschland nur
eine lange, beschwerliche Vorgeschichte. Hauptschwierigkeiten,
die sich den Köpfen des Projekts stellen, sind u.a. auch die
immensen Summen, die zum Kauf der Rechte gewisser TV-Formate
aufzubringen sind.
Am 31. Mai wird das Fernsehmuseum der
deutschen Kinemathek am Potsdamer Platz eröffnet. Das 3,8
Millionen Euro teure Projekt mit 1200 Quadratmeter Fläche,
ergänzt das bestehende Filmhaus und das Filmmuseum der
Kinemathek mit deren Programmkino Arsenal zu einem "House
of Moving Images" und macht die Entwicklung von Film und
Fernsehen "erfahrbar". Finanziert wird die
Einrichtung je zur Hälfte aus EU und Lotto-Mitteln. Ein
Sponsor übernimmt die Betriebskosten bis 2012.
Am 31. Mai wird das Fernsehmuseum der
deutschen Kinemathek am Potsdamer Platz eröffnet. Das 3,8
Millionen Euro teure Projekt mit 1200 Quadratmeter Fläche,
ergänzt das bestehende Filmhaus und das Filmmuseum der
Kinemathek mit deren Programmkino Arsenal zu einem "House
of Moving Images" und macht die Entwicklung von Film und
Fernsehen "erfahrbar". Finanziert wird die
Einrichtung je zur Hälfte aus EU und Lotto-Mitteln. Ein
Sponsor übernimmt die Betriebskosten bis 2012.
In der
Sendung "News 24" am 8. Mai war ein Live-Interview
mit Computerexperte Guy Kewney geplant. Er sollte zu seine
Meinung über das Urteil im Markenrechtsstreit der Beatles
Plattenfirma Apple und Apple-Computers befragt werden.
Korrespondentin Karen Bowerman hatte jedoch einen Job-Bewerber
vor sich. Der Mann aus dem Kongo mit starkem französischem
Akzent hatte sich ursprünglich für einen technischen Job
beworben und war anfangs irritiert, gab aber dann gerne sein
Statement ab. Kewney, der im Empfangsraum das Interview über
Monitor verfolgen konnte, war amüsiert, sorgte sich aber um
seinen Ruf. Die Verwechslung kam zustande, da ein
Studiomanager aus Eile am Empfang statt am Bühneneingang
angerufen hatte und man ihm mitteilte, Kewney sei dort. Die
BBC entschuldigt sich für den Vorfall.
Gleich in
vier Kathegorien wurde der Film "Das Leben der
Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck
ausgezeichnet: "Bester Film", "Beste
Regie","Bester Darsteller" (Ulrich
Mühe), "Bester Nebendarsteller" (Ulrich Tukur).
Der Filmpreis in Silber wurde geteilt zwischen
"Knallhart" von Detlev Buck und
"Requiem" von Hans-Christian Schmid. Erna Baumbauer,
die 87 jährige Schauspiel-Agentin erhielt den
Ehrenpreis für ihr Lebenswerk.
(Quelle: Movie-College) 13.05.2006
Microsoft
plant TV-Einstieg
Investitionen in neue Dienste
Um mit
Konkurrenten, wie Google und Yahoo mithalten zu können, plant
Microsoft seine Dienste zu erweitern und auch Fernsehinhalte
zu vermarkten. Darum investiert das Softwareunternehmen
derzeit grosse Summen.
Den Große
Preis der 52. Internationalen Kurzfilmtage, dotiert mit 7500
Euro, gewann die belgisch-afrikanische Koproduktion
"N12°13.062`/W001°32.619` Extended" von Vincent
Meessen über das Werk zweier Arbeiter an einen afrikanischen
Ort, welches an eine archäologische Grabungsstätte erinnert.
Die Jury lobte dessen "starke Visualität" und die
"elegante Behandlung von Strategien von Raum und
Zeit". Die beiden Hauptpreise (je 3500 Euro) gingen an
den russischen Film "Civil Status" von Alina
Rudnitskaya und "Toi, Waguih" von Namir Abdel
Messeeh aus Frankreich. Letzterer gewann wegen seiner
"psychologische Tiefe" auch den Preis der Jury der
Internationalen Filmkritik (FIPRESCI). "Rien du
tout" von Maya Schweizer und Clemens von Wedemeyer
(Deutschland/Frankreich 2006) erhielt den Preis für den
besten Beitrag des Deutschen Wettbewerbs (5000 Euro). Die Jury
des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen
vergibt ihre Auszeichnung in Höhe von 5000 Euro an "City
Scenes" von Zhao Liang (Volksrepublik China 2005). Den
3sat-Förderpreis (2500 Euro) erhält die deutsche Regisseurin
Anna Berger für ihren 12-minütigen Beitrag "ohne
Titel", der den Schmerz über den Tod der eigenen Mutter
beschreibt. Der ARTE-Preis (2500 Euro) geht an den Film "Casio,
Seiko, Sheraton, Toyota, Mars" von Sean Snyder
(Deutschland 2005). Knapp 5800 Produktionen aus 90 Ländern
hatten sich um die Teilnahme beworben
Sie
spielte in zahlreichen Unterhaltungsfilmen der UFA und
emigrierte früh in die USA. Bekannte Titel in denen sie
mitspielte waren "Die Erbschleicher", "Hahn im
Korb", "Ungeküsst soll man nicht schlafen
gehen", "Artisten", "Der letzte
Walzer" und viele Andere. Nun ist die gebürtige
Österreicherin im Alter von 94 Jahren an der US-Ostküste
gestorben.
Im
Vergleich zum letzten Jahr verzeichnen die Kinos in
Deutschland aktuell ein Besucherplus von 17,89% und ein
Umsatzplus von 18,08%. Ice-Age 2 - Jetzt taut´s, der über 7
Millionen Menschen ins Kino lockte und über 39 Millionen Euro
einbrachte, gilt als bislang erfolgreichster Film des Jahres.
Mit Brad
Anderson als Regisseur (Der Maschinist), soll Hans
Weingartners "Die fetten Jahre sind vorbei" in den
USA neu verfilmt werden. Anderson begeistert besonders die
Mischung aus "spannenden Thriller" und
"provokativer politischer Aussage", wie er
gegenüber dem Hollywood Reporter äusserte.
Der
Bayerische Rundfunk startet einen Pilotversuch, bei dem einige
Programme im DVB-H-Standard kostenlos auf mobile Endgeräte
übertragen werden sollen. Die Nutzer könnten die Programme
kostenlos und unabhängig von einem Netzanbieter empfangen.
Gebühren seitens der Mobilfunkanbieter wären also nicht zu
rechtfertigen.
Hollywood-Star
Leonardo DiCaprio hat sich bei Dreharbeiten in Mosambik
verletzt und musste zur Untersuchung in den Nachbarstaat
Südafrika geflogen werden. Dort verbrachte er eine Stunde in
der Röntgenabteilung wegen Schmerzen am Bein und wurde am
Abend per Helikopter wieder zurück nach Mosambik geflogen.
Die Dreharbeiten zum Film "Blood Diamond"
(Blutdiamant), bei dem es um illegalen Diamantenhandel in
einem afrikanischen Bürgerkriegsland geht, mussten deswegen
aber nicht unterbrochen werden.
Im vergangenen Jahr hatten die deutschen
Filmverbände noch Morgenluft gewittert, doch in diesem Jahr
bleiben deutsche Beiträge wie in der Vergangenheit so oft,
vom Wettbewerb ausgesperrt. Volker Schlöndorf etwa hatte sich
bis zuletzt Hoffnungen gemacht, mit seinem „Streik“ einem
Film über den Aufstand der Danziger Werftarbeiter, im
Wettbewerb unterzukommen. Vergeblich.
Sven Bohses Film The Measure of Things
ist von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS)
für den Studenten-Oscar 2006 nominiert worden. Bohse studiert
an der Filmakademie Baden-Württemberg und knüpft an den
Erfolg deutscher Studentenfilme an. So konnte im vergangenen
Jahr Ulrike Grotes Film "Ausreisser" den Preis
gewinnen und 2002 Florian Gallenberger mit "Quiero Ser"
Die britische Filmbehörde UK Film
Council hat bereits 50 digitale Leinwände in Grossbritanien
installiert und möchte diese um 190 Leinwände bis Frühjahr
2007 erweitern. Somit soll im ganzen Land, auch in abgelegenen
Orten, eine Alternative zu den üblichen Hollywoodstreifen
möglich sein, wie fremdsprachige Filme und Arthouse-Filme.
Denn mit dem neuen Digital-System werden statt teurer
Filmkopien Filme als High-Definition-File auf eine Festplatte
geladen und vom Verleih an die Kinos geschickt. In dem
wachsenden Netzwerk wurden bislang 25 Filme gezeigt, wie
"Die Reise der Pinguine " und "Good Night, and
Good Luck".
Am 23. Mai wird zum 16. Mal der Deutsche
Kamerapreis vergeben. 57 Produktionen sind nominiert, wie Til
Schweigers "Barfuss" mit Christof Wahl als
Kameramann, Oliver Hirschbiegels "Ein ganz gewöhnlicher
Jude" (Kamera: Carl-Friedrich Koschnick) oder Sabine
Michels "Nimm Dir Dein Leben" mit Kamera-Altmeister
Jürgen Jürges. Letzterer ist auch Anwärter für den
Schritt-Preis, neben "Keine Lieder über Liebe",
"NVA" und "Der Rote Kakadu" Im Bereich
Reportage, Magazinbeitrag und Kurzfilm sind Filme wie
"Die Luftbrücke" (Fernsehfilm), "Die
Gerichtsmedizinerin - Per Anhalter in den Tod" (Serie)
und "Die große Stille" (Dokumentarfilm/Feature)
vertreten. Auch werden zwei bis zu 5000 Euro dotierte
Förderpreise für junge Talente vergeben.
Die Gewerkschaft der Drehbuchautoren
feiert zum ersten mal die besten Bücher Allerzeiten. Den
ersten Platz belegte Casablanca, geschrieben von Julius J.
& Philip G. Epstein und Howard Koch. Zweiter wurde der
Klassiker The Godfather von Mario Puzo und Francis Ford
Coppola. Bronze ging an Chinatown von Robert Towne
Filmemacher Steven Spielberg, der in
einem Interview betonte, wie sehr ihm an der Förderung von
Talenten liege, möchte in den USA eine eigene Reality-Show
beim Sender Fox starten, um mit dem Publikum den besten
Nachwuchsfilmemacher zu finden. Der Gewinner darf zusammen mit
Spielbergs Produktionsfirma Dreamworks in Hollywood einen Film
drehen.
Der von den Fans mit Spannung erwartete
Film mit Bart, Homer und all den anderen aus Springfield soll
nach Angaben von Twentieth Century Fox im Juli 2007 in den USA
anlaufen. Ein Trailer ist als Vorgeschmack dort seit dem
Wochenende zu sehen. Seit 16 Jahren boomt der von Matt
Groening erdachte Cartoon im Fernsehen und gilt als die
erfolgreichste Zeichentrickserie aller Zeiten. Produzent Al
Jean kündigte der Nachrichtenagentur AFP an: "Ich kann
garantieren, dass dieser Film die schlimmsten Erwartungen
jedes Simpsons-Fans bei weitem übertreffen wird".
Der
Telekomanbieter Hansenet will ab Mai ein Triple- Paket aus TV,
Internet und Fernsehen über sein DSL- Kabel anbieten. Auf
diesem Wege sollen 100 Fernsehkanäle über das Kabel zur
Verfügung stehen. Allerdings sind nur die Hälfte davon frei,
denn bei diesen handelt es sich um eine Art Grundangebot. Es
ist das erste Triple-Play-Angebot eines großen
Telekommunikationsunternehmens in Deutschland. Hansenet ist
eine Tochterfirma der Telecom Italia und wird ihr Angebot
zunächst in einigen norddeutschen Städten starten.
Wie in den Newslettern des Movie-College
mehrfach diskutiert, sind die Begehrlichkeiten der GEZ,
künftig jeden Computernutzer oder Handynutzer zu
Fernsehgebühren zu verpflichten, mehr als umstritten. Die
gerade erst gegründete Vereinigung der
Rundfunkgebührenzahler (VGRZ) hat nun quasi als
Eröffnungshandlung eine Verfassungsbeschwerde gegen diese
Gleichsetzung von Computerbesitz und Fernsehnutzung
eingereicht. Die Vereinsinitiatorin, Rechtsanwältin Petra
Marwitz argumentiert in Ihrer Beschwerdeschrift, dass dadurch
"unverzichtbare Gebrauchsgeräte zu gebührenpflichtigen
Rundfunkempfangsgeräten" würden.
Ob es den
Machern ein wirkliches Anliegen ist, zu beweisen, dass
Porno-Darsteller auch schauspielerische Qualitäten besitzen
oder nur ein neues "Affenkäfig"-Format entwickelt
wird, sei dahingestellt. Fakt ist, dass vier prominente
Porno-Darstellerinnen in den USA gecastet werden, die im
Herbst auf einer Londoner Westend- Theaterbühne Anton
Tschechovs "Der Kirschgarten" aufführen sollen.
Rundfunk
Berlin Brandenburg (RBB) und Medienboard Berlin-Brandenburg
fördern neun Projekte mit insgesamt 1.166.000 Euro. Davon
gehen 450.000 Euro an den von Teamworx für die ARD
produzierte Zweiteiler "Flucht und Vertreibung". Die
weiteren unterstützen Projekte sind: die Dokumentarfilme
"Berlin Prinzenbad" (Reverse Angle Pictures), Rosa
von Praunheims "Spurensuche in Riga" (Rosa von
Praunheim Filmproduktion) und "Berlin Teheran Football
Project" (Flying Moon Filmproduktion, je 50.000 Euro),
"234 km Berlin" (SMAC Film, 56.000 Euro), Volker
Koepps Dokumentation "Holunderblüte" (Vineta Film,
80.000 Euro), die Dokumentation "Rote Karte für
Gottlose" (OVAL Filmemacher, 100.000 Euro) sowie die
Kinderfilme "Kalif Storch" (G.G.-Film Gabriel
Genschow, 150.000 Euro) und "Blöde Mütze"
(Kinderfilm, 180.000 Euro)
Stellen Sie sich vor, Ihr Arzt sagt Ihnen, dass Sie noch
kurze Zeit zu leben haben, was würden Sie tun? Sechs
Studenten des ersten Studienganges Film und Fernsehen der
Macromedia Akademie, München, beantworten diese Frage mit dem
Episodenfilm Cypress. Sechs Menschen versuchen, in der letzten
Phase ihres Lebens bis dahin verdrängte Lebensprobleme zu
bereinigen.
Zwei Jahre hat die Arbeit an dem Film gedauert, der nun
endlich der Öffentlichkeit präsentiert wird. Der Leiter der
Akademie, Joachim Scheurer, sieht der Premiere zuversichtlich
entgegen: "Der Ehrgeiz der Studenten hat sie zu
Höchstleistungen angetrieben, die Arbeit hat sich wirklich
gelohnt!"
Der Film ist am
Donnerstag, den 27. April um 22:30 Uhr im Rio Filmpalast am
Rosenheimer Platz in München zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Allen interessierten Zuschauern wird empfohlen, sich
möglichst früh an diesem Abend einen Platz zu sichern.
Sie wurde
1921 als Alida Maria Laura von Altenburger in Pola geboren und
stand bereits mit 14 Jahren erstmals vor der Kamera. Bekannt
wurde sie vor allem durch Filme wie Alfred Hitchcocks
"Der Fall Paradin", Carol Reeds "Der dritte
Mann", spielte später kleinere Rollen in Luchino
Viscontis "Sehnsucht" und Bernardo Bertoluccis
"1900". Am Samstagmorgen ist sie 84 jährig in Rom
gestorben.
Unter dem
Titel" So einfach lassen sich die meisten
kopiergeschützten Musik-CDs und Film-DVDs legal brennen"
bietet die neuste Ausgabe der Zeitschrift
"Computer-Bild" (9/2006) Anleitung zum Brennen von
Originalprodukten und informiert darüber, welche der
beliebtesten DVDs und CDs einen Kopierschutz besitzen.
Ausserdem welche Software das Kopieren ermöglicht und ob es
erlaubt ist. Auch weist die Zeitschrift auf das Recht von
Privatkopien hin und kritisiert das Verhalten der Musik- und
Filmindustrie, welche die Kunden mit Kampagnen wie ‚Raubkopierer
sind Verbrecher' verunsichern
Am
Mittwoch ging die von Hollywood-Studio Warner Brothers
betriebene Download-Plattform in2movies.de online. Die legale
Alternative zu Filesharing-Angeboten musste jedoch bereits
wenige Stunden nach Start wegen einer schwerwiegenden
Sicherheitslücke vom Netz gehen und wird auch sonst stark
kritisiert. Vor allem bemängelt werden die hohen Preise der
Downloads, welche in manchen Fällen bei schlechterer
Bildqualität und nur einer Tonspur höher sind, als eine DVD,
sowie die Digital Rights Managemenmt Software, welche das
Brennen von Filmdaten auf DVD verhindert, und somit den
Benutzer zwingt, sich Filme am Rechner anzusehen, falls dieser
nicht mit einem Fernseher verbunden ist.
Sie gilt als Urgestein der hiesigen
Agentur- und Schauspielszene, hat zahlreiche Stars unter
Vertrag deren Geschicke sie streng und liebevoll zugleich
verfolgt und lenkt. Sie gehört zu den Agentinnen, die nicht
auf Gewinnmaximierung sondern auf maximale Qualität achten
und die ihren Schauspielern nach wie vor regelmäßige
Theaterarbeit empfehlen.
Erna Baumbauer wird in diesem Jahr mit
dem Ehrenpreis ausgezeichnet.
Der große Saal soll wirtschaftlich
nicht lukrativ sein und ist vom Abriss bedroht. Weder
für Betreiber noch Hausherrn soll das traditionsreiche Kino
tragbar sein. Zwar ist nicht aller Tage Abend, doch ob die
Seite der Verteidiger des Baus genauso stark ist wie die der
Gegner und man sich auf Beteuerungen der Politikern verlassen
kann ist fraglich. Berlinale-Chef Dieter Kosslick will sich
für eines der letzten Premierekinos Berlins einsetzen- denn
wo sonst kann man so schön die Welt des Glamour zelebrieren?
Bestimmt nicht inunpersönlichen
Kinotempeln wie dem Sony-Center am Potsdamer Platz.
Als Mitbegründer von Apple hatte Steve
Jobs (51) am 1. April zum Feiern guten Grund: den 30.
Geburtstag von Apple Computer.
Vor 30 Jahren (1. April 1976) gründeten die beiden
Studentenfreunde Jobs und Steve Wozniak die Firma. "Wir
dachten, es sei lustig, ein Unternehmen zum April-Foolsday zu
gründen", so Jobs später. Nach einer Urschreitherapie
auf einer traumatisierenden Indienreise, taufte er den Rechner
als frisch vom Vegetarier zum „ehretinischen Pomotarier“
Bekehrter "Apple 1".
Bei dem unterschiedlichen Paar spielte Steve Jobs die Rolle
des Visionärs, Wozniak war die des genialen Bastlers.
Gemeinsam brachten sie 1977 den Apple II heraus, den ersten
PC-Bestseller. Er hatte bereits die Hauptmerkmale der meisten
folgenden Apple-Produkte: leichte Bedienbarkeit, hervorragende
Technik und ansprechendes Design. Der Apple II fand bei der
breiten Masse der Nutzer Anklang und bot die Basis des
anfänglichen Erfolgs des in Cupertino (Kalifornien)
beheimateten Unternehmens. Es folgten der Apple III und 1984
der erste Macintosh.
Apple befindet sich nach einem fantastischen Comeback während
der vergangenen Jahre auf einem beispiellosen Erfolgskurs, den
fast niemand erträumt hätte. Apple-Mitbegründer Jobs
revolutionierte mit einer beeindruckenden Erfolgsserie neuer
Produkte und Dienstleistungen die zuvor angeschlagene Firma.
Dazu zählen die iPod-Musikplayer, der Online-Musikladen
iTunes und jetzt Macintosh-PC-Modelle mit Intel-Chips.
Die Zahl der verkauften Karten an der
Kinokasse war seit der Jahrtausendwende nie so tief wie jetzt.
Das Jahr 2005 hatte sich bereits als Flauten-Jahr bezüglich
der Besucherzahlen erwiesen: Diese waren damals um 20 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Im heute endenden
Quartal ist mit 30 Millionen verkauften Karten wieder ein
satter Tiefpunkt erreicht. Dem sollen nun zwei von der
filmwirtschaftsfinanzierten Filmförderungsanstalt
unterstützten Werbespots Einhalt gebieten. Ob das allerdings
die erwünschten Folgen hat, bleibt abzuwarten. Denn
vielleicht ist der Grund für den Besucherrückgang nicht in
der Kino-Trägheit der Deutschen zu suchen, sondern in der
Tatsache, dass das Niveau vieler Hollywoodproduktionen seit
einiger Zeit schlichtweg eine Peinlichkeit ist.
Regisseur Tom Toelle ist im Alter von 74
Jahren verstorben. Schon während seines Geschichts- und
Germanistikstudiums war er filmerisch tätig. Sein gänzlicher
Einstieg in die Branche begann mit einer Regieassistenz am
Theater. Er inszenierte u.a. "Der
Reichstagsbrandprozess" und wurde bekannt durch den
damals für Aufsehen erregenden Fernsehfilm "Das
Millionenspiel", welches 1970 ausgestrahlt, den Trend des
Fernsehens zur Privatisierung und zu Reality-sendungen
vorhersagte. In diesem TV-Klassiker geht es um eine fiktive
Fernsehshow in der ein Kandidat vor Auftragskillern fliehen
muss, um eine Millionen Mark zu gewinnen. Dafür erhielt
Toelle und sein Drehbuch-Autor Wolfgang Menge 1971 den Prix
Italia, sowie einen Bambi. Danach inszenierte Toelle an
renommierten Häusern wie das Schauspielhaus Zürich oder dem
Schillertheater Berlin. Hoch gelobt wurde er auch für die
Verfilmung des Fallada-Romanes "Der Trinker" mit
Harald Juhnke in der Titelrolle. Bis zuletzt unterrichtete er
Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg.
In der Filmenzyklopädie von Ephraim
Katz. Fleischer heißt es: „Er entschied sich für kein
einziges Genre und nahm wahllos Aufträge jeder Art und jedes
Intelligenzniveaus an“
Der in Brooklyn geborene studierte erst Medizin bevor er ans
Theater kam und dann schließlich als Vertragsregisseur bei
der RKO. Vor seiner Arbeit für das „große Kino“ drehte
er Kurzfilme über den Krieg und Amerika, sowie Stummfilme
für die Serie „Flicker Flashbacks“. Mit ihm in Verbindung
zu bringen sind z.B. „The Narrow Margin“ (1952) und „20.000 Meilen unter dem Meer“ (1954).
Anfang nächsten Jahres soll ein neues Gesetz bezüglich
des Urheberrechts in Kraft treten. "Privatkopien"
für den Hausgebrauch sind dann nur bei CD's ohne Kopierschutz
erlaubt. Damit ist das Kopieren so gut wie grundsätzlich
verboten und somit strafbar. Bis zu zwei Jahre Gefängnis
drohen dem Kopierer und falls dieser illegale Kopien an andere
Personen veräußert, darf er sogar mit fünf Jahren rechnen.
Der einmalige CD-Kopierer, der keine kommerziellen Absichten
hegt, sollte ursprünglich nach einer Sonderregelung sanfter
bestraft werden. Jedoch wird es auch diese
"Bagatellfallregelung" nicht geben.
Ein tanzender und singende Mel Brooks als Hitler bringt die
erfolgreiche Broadway Show, "The Producers", die
schon einmal verfilmt wurde zurück auf die Leinwand. Der
jüdische Schauspieler, der vor fast 80 Jahren in Brooklyn als
Melvin Kaminsky das Licht der Welt erblickte, hat größten
Spaß daran in die Rolle seines Erzfeindes zu schlüpfen.
"Man muss ihn ständig spielen, um ihn so klein wie
möglich zu machen." Die Handlung: Ende der 50er Jahre in
New York, der Broadway Produzent Max Bialystock (Nathan Lane)
ist auf der Suche nach einer neuen Show und stellt fest dass
man mit einem Flop im Zweifelsfall mehr Geld machen kann als
mit einem Hit. Also wird ein Musical über das Dritte Reich
produziert. Brooks drehte "The Producers" bereits
1967 und erhielt als Drehbuchautor seinen bislang einzigen
Oscar. 30 Jahre später wurde daraus ein seit 2001 sehr
erfolgreiches Broadway Musical. In Deutschland hat sich bisher
keiner getraut das Musical aufzuführen; der Film kam in den
70ern unter dem Titel "Frühling für Hitler" raus.
Brooks spricht davon die Geschmacklosigkeit so weit zu
treiben, bis sie der Wahrheit auf völlig absurde Weise wieder
nahe kommt.
In einem Schadeneratzprogramm vor dem Landgericht München
wurde der Antrag eines Anlegers von der 27. Zivilkammer für
zulässig erklärt. Gegenstand der Klage ist die
Ad-hoc-Mitteilung vom 24. August 2000 zu den Halbjahreszahlen.
Sind diese falsch, stehen EM.TV und den Haffa - Brüdern
Schadensersatzforderungen wegen vorsätzlicher sittenwidriger
Schädigung gegen ein Schutzgesetz bevor. Vorraussetzung für
eine zentrale Prüfung ist jedoch das Einreichen weiterer
Klagen vorm Oberlandesgericht. Seit dem 1. November 2005 gilt
das Kapitalanlegermusterverfahren, durch das zukünftige
gleichartige Prozesse umgangen werden sollen. Auslöser dafür
war eine große Anzahl an Klagen durch Aktionäre gegen die
Deutsche Telekom vor dem Landgericht Frankfurt. Demnach ist es
möglich gleichartige Fälle vorab durch das übergeordnete
Landesgericht prüfen zu lassen, was eine Klärung zentraler
Streitfragen zukünftig abkürzen würde.
Mit 17 zog die amerikanische Schauspielerin nach New York
in der Hoffnung auf die großen Aufträge. Ihre 90 kg auf 1,65
m brachte ihr allerdings nur Charakterparts ein. Zusammen mit
Größen wie Marlon Brando und Eli Wallach ging sie ans Actors'
Studio. Mit 25 zeigte sich uns die amerikanische
Schauspielerin in "Die tätowierte Rose" von
Tennessee Williams als sizilianisch-amerikanische Witwe
anstelle Anna Magnanis, auf die das Stück ursprünglich
zugeschnitten war. Diese verweigerte am Broadway auf Englisch
zu spielen und so erhielt Stapleton auch zu ihrer nächsten
Williamsinszenierung "Orpheus steigt herab". Für
ihr Filmdebüt 1958 "Das Leben ist Lüge" erhielt
sie eine Oscar-Nominierung, gefolgt von weiteren für
"Airport" und eine Rolle - wieder als Witwe - in
Woody Allens "Innenleben". Aus den Nominierungen
wurde 1981 dann ein Oscar für eine archaische
Schriftstellerin in "Reds".
Auf der Hong Kong Filmart wird German Films mit fünf
deutschen Unternehmen vertreten sein, die sich in einem
Gemeinschaftsstand organisieren und sich präsentieren werden.
Namentlich sind folgende Vertriebe anzutreffen: Bavaria Film
International, Kinowelt, Beta Cinema, Telepool München, sowie
The Match Factory, mdc und Media Luna. Insgesamt sind auf dem
Hong Kong International Film Festival, das vom 4. bis zum 19.
April dauern wird, 14 deutsche Produktionen und Koproduktionen
zu sehen.
Am Dienstag, den 7.März wurde die Innenstadt von Berlin
durch Dani Levy in das 3. Reich zurück versetzt! Erschreckend
für alle Touristen, denn Sie fanden den Berliner Dom in roten
Bannern wieder und zwischen den Säulen des Deutschen Museums
hielten Wehrmachtssoldaten Wache. Wirft man allerdings ein
zweites Auge auf diese Kulisse erkennt man schnell, dass es
sich hier um ein Filmset handelt! Kameramänner,
Catering-Busse und das Equipment der Film Crew zierten zudem
das Szenario. "Mein Führer - Die wirkliche Wahrheit
über Adolf Hitler" heißt das Stück, in dem Helge den
Adolf spielt. Der Regisseur Dani Levy insziniert den Film als
eine Hitler-Parodie. Dargestellt werden die letzten Tage von
Hitler, der nicht wie in Bernd Eichingers Großproduktion
"Der Untergang" auf ein Treppchen gehoben wird,
sondern eher wie er wirklich war. Das Medienboard
Berlin-Brandenburg das dieses Projekt unterstütz beschreibt
es wie folgt: "Hitler lebt und erzählt die Geschichte,
wie er wirklich war - ein Schwächling, der es nur mit Hilfe
des Juden Grünbaum an die Spitze brachte." Momentan ist
es noch offen wie Dani Levy mit den dramaturgischen und
dargstellungentechnischen fragen umgehen wird, aber der
Präsident des Zentralrats der deutschen Juden, Paul Spiegel,
kommentierte nüchtern: "Helge Schneider und Dani Levy
sind in der Lage, das Thema mit dem nötigen Feingefühl
anzugehen."
Mit viel Budenzauber und Werbetrubel begleitet wurden
einmal mehr die angeblich bedeutendsten Trophäen der Filmwelt
vergeben. Eigentlich ist im Vorfeld schon beinahe alles
absehbar und so war die einzige wirkliche Überraschung, dass
"LA Crash" als bester Film ausgezeichnet wurde statt
wie erwartet "Brokeback Mountain". Dieser erhielt
aber immerhin ebenfalls drei Oscars und erfüllte damit
dennoch die Erwartungen. Nicht erfüllt wurden die Erwartungen
für den deutschen Beitrag "Sophie Scholl", als
bester nicht englischsprachiger Film wurde "Tsotsi"
aus Südafrika prämiert. Für die beste Nebenrolle in dem
Polit-Thriller "Syriana" wurde George Clooney
geehrt.
Die Ergebnisse des Jahresumsatzes von 2005 der
französischen Filmgesellschaft Gaumont weisen eine 18%
Erhöhung des Umsatz gegenüber 2004 (100,2 Millionen €),
jedoch einen Verlust im Nettogewinn um 21,7%. Diese gemischten
Werte werden auf eine unstrukturierte Auswahl der
Filmveröffentlichungen zurückgeführt. Erfolge im
vergangenen Jahr waren z. B. "Palais Royale", eine
Komödie, die ca. 2,7 Millionen Besucher in die Kinos lockte,
wie "Je vous trouve tres beau" mit ca. 2,3 Millionen
Besucher seit Januar. Zu den Misserfolgen gehören: "Un
ticket pour l'espace" von Eric Lartigau oder "La
Piste" von Eric Valli. Reger Videoverkauf bei Alain
Berberian's Film "The Corsica File," mit Jean Reno
und Christian Clavier, sowie "36 Quai des Orfevres,"
mit Daniel Auteuil und Gerard Depardieu, brachte einen Profit
von 31,7%.
Generell ist beim Französischen Film ein Rückgang der
Veröffentlichungen um 10% festzustellen. Mit einem Verlust
von 10,2% der Nettoeinnahmen handelt es sich um 6,5% weniger
als 2004, so Ergebnisse für Gaumont's EuroPalaces cinema
subsidiary.
Obwohl Gaumont vor zwei Jahren eine Neustrukturierung und
Veränderung im Management vornahm, liegen die Schulden bei
fast: 43mio €. Das bedeutet 47,5 Millionen € von 108
Millionen € zur Verfügung stehenden Kreditgelder sind
erschöpft.
Im Programm der französischen Filmgesellschaft stehen
dieses Jahr u. a.: Michel Gondry's "The Science of Sleep",
auf der Berlinale ein großer Erfolg, Francis Veber's "La
Doublure" mit Gad Elmaleh, Daniel Auteuil und Kristin
Scott Thomas und "OSS 117: Le Caire nid d'espions"
ein Spionage Thriller von Michel Hazanavicius.
Deutsche
Synchronsprecher wollen sich in naher Zukunft in einem neuen
Verband organisieren, um ihre Rechte effizienter geltend zu
machen. Es geht um Fragen der Arbeitsbedingungen, der sozialen
Stellung und der Verwertungsrechte. Professionelle
Synchronsprecher haben momentan in Deutschland diesbezüglich
keinen Interessenverband und genau das ist es, was am 1. April
ins Leben gerufen wird: Der "Interessenverband
Synchronschauspieler" (IVS) mit Sitz in Berlin. Mit der
Gründung des Verbands soll u.a. den Problemen der
ungeklärten Rentenversicherung entgegengewirkt werden. Ein
weiteres Problem ist, dass bis dato die Künstlersozialkasse
nicht bereit ist, Synchronsprecher aufzunehmen. Ziel ist also
letztendlich eine eindeutige Absicherung des Berufsstandes
Synchronsprecher von Seiten des Gesetzgebers. Zur Zeit gibt es
etwa 400 bis 500 Synchronsprecher in Deutschland.
Verleihung
am 12. Mai im Berliner Palais am Funkturm in insgesamt 15
Kategorien. Der mit rund 2,9 Millionen Euro
höchstdotierte deutsche Kulturpreis wird vom
Kulturstaatsminister vergeben. Die Gewinner werden seit 2005
von den Mitgliedern der Filmakademie ausgewählt. Einige
Nominierte im Überblick: Bester Spielfilm: „Knallhart” von Detlev Buck
„Komm näher” von Vanessa Jopp
„Das Leben der Anderen” von Florian Henckel von
Donnersmarck
„Paradise Now” von Hany Abu Assad
„Requiem” von Hans-Christian Schmid
„Sommer vorm Balkon” von Andreas Dresen Beste Regie: Florian Henckel von
Donnersmarck („Das Leben der Anderen”) Andreas Dresen („Sommer vorm
Balkon”) Hans-Christian Schmid („Requiem”) Bestes Drehbuch: Hany Abu Assad, Bero Beyer („Paradise
now”) Florian Henckel von
Donnersmarck („Das Leben der Anderen”) Wolfgang Kohlhaase („Sommer
vorm Balkon”) Bernd Lange („Requiem”)
Mit seiner Vermarktungs-Strategie Ende Januar sorgte
Regisseur Steven Soderbergh für Aufruhr in Hollywood. Er
veröffentlichte seine Low - Budget Produktion "Bubble"
nahezu zeitgleich in Kino, Kabelfernsehen und auf DVD. Ist
dies die Zukunft der Filmindustrie? Stars wie Morgan Freeman -
Schauspieler und Produzent - folgen Soderbergh, der noch fünf
weitere Projekte dieser Art plant. Freeman plant den
Online-Vertrieb seines Filmes "10 Items or Less"
unter Regie von Brad Silberling. Soderberghs von der
Filmindustrie umstrittenes Marketing Konzept läuft unter der
Bezeichnung "day-to-date" und wurde bereits mit der
Erfindung des Tonfilms verglichen. Bisher erzielt Hollywood
seine Umsätze zu ca. 25% aus Kinokarten, 50% aus DVD -
Vertrieb, den Rest aus der Rechte - Weiterleitung im
Fernsehen. Was in der Musikindustrie längst Gang und Gebe ist
verunsichert neben Kinobetreibern auch die Regisseure. M.
Night Shyamalan ("The Sixth Sense", "The
Village") sprach über ein Ende seiner Tätigkeit, für
den Fall dass das Kino mit seiner "kollektiven
Seele" durch Filmkonsum am PC ersetzt würde. Hollywoods
Box-Office-Umsätze sinken bereits im vierten Jahr in Folge;
doch eine tragfähige Strategie zur Bekämpfung der
Internetpiraterie wurde bisher nicht entwickelt. Morgan
Freeman setzt zusammen mit dem Online-Portal Clickstar und
seinen öffentlichen Unterstützern Tom Hanks und Danny DeVito
die Hoffnung darauf, dass man mit Hilfe des neuen Modells
Filme leichter kaufen, als klauen kann.
"Desafio al Corazon" - Herausforderung des
Herzens ist der Name der TV-Show auf Kanal 10 in Uruguay. Für
das meistern außergewöhnlicher Aufgaben erhalten die
Kandidaten Geldpreise, die dann sozialen Einrichtungen zugute
kommen. 200 Bewohner der Kleinstadt Young wollten eine
Lokomotive eine Strecke per Hand über ein Gleis ziehen. Der
gewonnene Betrag sollte an das Krankenhaus in Young gehen. Es
spielten sich tragische Szenen ab, als einige der Teilnehmer
mit zu wenig Abstand zur Lokomotive ausrutschten und von
dieser überrollt wurden. 7 Menschen starben und weitere 10
sind schwer verletzt. Rund 3000 Schulkinder wurden Zeigen des
Unfalls; die Behörden erklärten drei Tage als Tage der
Trauer an, während der die Schulen geschlossen bleiben.
Die Österreicherin Judith Kaufmann nahm am Wochenende den
Preis für herausragende Bildgestaltung in
"Elefantenherz" (2001/2002, Regie: Züli Aladag) und
"Fremde Haut" (2004/2005, Regie: Angelina Maccarone)
entgegen.
Paul Haggis, Regisseur und Autor des soeben
Oscar-gekrönten Films "L.A. Crash", wird das
kritische Drama "Against All Enemies" inszenieren
und produzieren. Das Drehbuch überlässt er allerdings James
Vanderbilt ("The Rundown"), der gerade an der
zweiten Fassung arbeitet. Haggis schreibt derweil bereits das
Buch zu seinem übernächsten Regiewerk, "Death and
Dishonor". "Enemies" basiert auf Richard A.
Clarkes gleichnamigen Memoiren, die kurz nach ihrer
Veröffentlichung im März 2004 den 1. Platz der New York
Times Bestsellercharts besetzten. Das Buch dreht sich darum,
wie die Bush-Regierung vor und nach dem 11. September 2001 mit
Drohungen der Al Quaida umging. Clarke schrieb das Buch aus
der Perspektive eines Insiders - er war Spezialist der
amerikanischen Terrorismus-Bekämpfung und als solcher Berater
des Weißen Hauses.
Zum fünften Mal in Folge wird "Warner Home
Video" zur "Company of the Year" gewählt.
Entscheidend für ihren Triumph waren die Kategorien
"Programm", "Marketing" und
"Vertrieb", die sie alle anführten. Die Hamburger
gewannen unteranderem den "Fair-Play-Preis 2005".
"Constantine" war der erfolgreichste Titel, der
Hamburger. "Universal Pictures" und "Buena
Vista Home Entertainment" erreichten wie die Vorjahre die
Plätze 2 und 3. Zum 5ten mal in Folge, wurde der Münchner
Anbieter "Universum Film" zum besten Independent
gewählt.
MGM hat gestern den neuen Präsidenten der Abteilung "domestic
theatrical distribution" bekanntgegeben. Des Weiteren
wurden 14 Filme genannt, die im nächsten Jahr von dem Konzern
herausgebracht werden sollen. Zwei sollen auch selbst
produziert werden. Im Großen und Ganzen sind diese
Bekanntgaben Teil eines Wiederbelebungsprogramms der
angeschlagenen aber ehemals sehr erfolgreichen MGM-Studios,
deren Abteilungen, wie z.B. die "theatrical distribution
unit" seit einiger Zeit wieder im Wachsen begriffen sind.
Seit seinem Debüt während des Krieges am Bochumer
Schauspielhaus hat der Oberhausener Schauspieler Alf Marholm
tausende von Rollen gespielt. Jedoch war er nicht nur auf
Bühne und im Fernsehen anzutreffen. Seine Stimme konnte man
über 50 Jahre in 4000 Radiosendungen hören. Die lieh er
übrigens auch als Synchronsprecher u.a. Richard Burton,
Michel Simon und Robert Morley, von der "Sesamstraßen"-
Figur Graf Zahl mal ganz abgesehen. Sehr oft zu sehen war er
auch in einer stattlichen Anzahl an deutschen TV-Serien, wie
z.B. "Derrick", "Tatort" und "Der
Alte". Nun ist der 1918 geborene Schauspieler Marholm im
Alter von 87 Jahren gestorben.
Der französische Pay-TV-Sender Canal Plus, der 600 Mio.
Euro pro Saison für die Übertragungsrechte an den Spielen
der ersten französischen Fussballliega zahlt, will von der
FLP eine noch nicht feststehende Summe Entschädigungsgeld
verlangen. Olympique Marseille trat beim Spiel bei Paris St.
Germain aus Angst vor Ausschreitungen nur mit einer
B-Manschaft an, obwohl die Verantwortlichen von Olimpique
Marseille von der FLP aufgefordert worden, ihre beste
Mannschaft nach Paris zu schicken. Der Sportchef des Senders
Alexandre Bompard sprach von einem "bestürzenden
Spiel". Dies schädige auch die Glaubwürdigkeit der
französischen Meisterschaft erheblich.
In Frankfurt entschied das Oberlandesgericht (OLG) heute,
dass die für den 9. März angesetzte Verfilmung der
Geschichte von Armin Meiwes, des "Kannibalen von
Rohtenburg", nicht gezeigt werden darf. Sie verletze
seine Persönlichkeitsrechte und dies könne auch durch Kunst-
und Filmfreiheit nicht gerechtfertigt werden.
Der Berliner Regisseur Martin Weisz lässt in seiner
deutsch-amerikanischen Produktion eine US-Studentin auf den
Spuren des Kannibalen (Thomas Kretschmann),
Originalschauplätze aufsuchen; insgesamt soll der Film 88
Übereinstimmungen mit dem Leben des Täters aufweisen.
Meiwes selbst beantragte vor dem OLG einen Stop des Filmstarts
per einstweiliger Verfügung. Das 2003 abgelegte Geständnis
des 44-jährigen Meiwes, besagt, er habe im März 2001 einen
43-jährigen Diplomingenieur aus Berlin mit dessen
Einverständnis erstochen, wie ein Schlachttier ausgenommen
und zum Teil gegessen.
Für den Senator-Verleih bedeutet das Absetzen von
"Rothenburg" Verluste in Millionenhöhe. Im Fall
eines Aufführungsverbots schrecke man nicht davor zurück,
bis in die höchste Instanz zu gehen, so der Anwalt der
Produktionsfirma. Für die kalifornische Produktionsfirma
Atlantic Streamline kann ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro
oder bis zu sechs Monaten Haft fällig werden. Die heutige
Entscheidung des OLG ist zunächst jedoch nicht anfechtbar.
Nicht immer sind Auszeichnungen in der Filmbranche gern
gesehen. Am Samstag wurden noch rechtzeitig vor der
Oscar-Verleihung die gefürchteten Razzies vergeben. Absolute
Top- Gewinnerin war Jenny McCarthy, die gleich drei
Razzies für den schlechtesten Film, die schlechteste
Schauspielerin sowie das schlechteste Drehbuch zum Film "Dirty
Love" erhielt.
Rob Schneider wurde schlechtester Schauspieler mit "Deuce
Bigalow: European Gigolo." Für Tom Cruise, der
eigentlich diesen Preis erhalten sollte, wurde eigens eine
neue Kategorie ins Leben gerufen für die ermüdendste
Öffentliche Zur Schaustellung zusammen mit Katie
Holmes.
Paris Hilton erhielt den Preis für die schlechteste
Nebenrolle in "House of Wax,", eine Auszeichnung,
welche die Preisgeber bereits für das erste filmische Werk
der Dame vorausgesehen hatten. Nicole Kidman und Will Ferrell
wurden als das schlechteste Leinwandpaar für "Bewitched"
ausgezeichnet.
Ang Lees Schwulen-Western „Brokeback
Mountain“ der schon die Golden Globes dominierte, wurde
achtmal nominiert womit die Oscar-Academy dieses Jahr Mut zu
kontroversen Filmen bewiesen hat. Denn auch der von der Kritik
zerrissene Polit-Thriller „München“ von Steven Spielberg
wurde überraschenderweise in zwei Kategorien (bester Film,
beste Regie) aufgestellt. Ebenfalls
ins Rennen gehen „Capote“, „Good Night and Good Luck“,
„L.A. Crash“, und Walk the Line“. “Capote”-Darsteller Philip Seymour Hoffman
konkurriert mit Joaquin Phoenix (Walk the Line), Heath Ledger
(Brokeback Mountain), David Strathairn (Good Night and Good
Luck) und Matt Dillon (L.A. Crash) um den Schauspieler -
Oscar, bei den Hauptdarstellerinnen favorisieren Reese
Witherspoon und Felicity Huffman, die in “Transamerica”
einen geschlechtsumgewandelten Mann spielt. Als bester
fremdsprachiger Film ist erneut ein deutscher Film nominiert.
„Sophie Scholl – die letzten Tage“ von Marc Rothemund
tritt gegen den südafrikanischen Film „Tsotsi“, den
italienischen „Don´t Tell“, Hani Abu-Assads „Paradise
Now“ und das Weltkriegsdrama „Joyeux Noel – Merry
Christmas“ an.
Übertragen wird die Oscar-Verleihung am 6. März live auf
ProSieben, wobei der US-Komiker Jon Stewart moderiert.
"Les Bronzés" (Die
Sonnengebräunten) kam 1978 heraus, gefolgt von "Les
Bronzés font du ski" (Die Sonnengebräunten fahren Ski)
1979.
35 Millionen Euro kostete die Neuverfilmung der also bald
dreißig Jahre zurück liegende Geschichte um sechs Freunde,
die zusammen in Urlaub fahren. Drei Monate lang fanden sich
die "Bronzés" ( Jugnot, Lhermitte, Clavier, Blanc,
Balasko und Chazel) von damals in einem sardinischen
Luxushotel zu den Dreharbeiten zusammen . Das nicht immer
feinfühlige oder komplex strukturierte Drehbuch stammt direkt
von dem - auch im wirklichen Leben bestehenden - Freundeskreis
selbst.
Nach einer Woche liegen die Besucherzahlen bei über 3,9
Millionen Menschen; nach Angaben des Kinoverbandes
CBO-Box-Office ist das der französische Rekord.Selbst "Star Wars: Episode 3" (3,3
Millionen) oder "Harry Potter und der Feuerkelch"
(gut 3 Millionen) zog innerhalb der ersten Woche nicht so
viele Menschen ins Kino.
Der Schauspieler Richard Bright, welcher in allen drei
Teilen von "Der Pate" mitspielte, ist tot. Als der
68-Jährige am Samstagmorgen in Manhattan die Strasse
überquerte, erfasste ihn ein Bus. Der Busfahrer sagte aus, er
habe den 68-Jährigen nicht wahrgenommen. Die Untersuchungen
halten an. Bright spielte den Al Neri in den Pate-Filmen,
einen Bodyguart der Corleone -Familienoberhäupter und in
zahlreichen anderen Filmen wie Sergio Leones "Es war
einmal in Amerika" aber auch in TV-Shows wie "Hill
Street Blues". 1965 wurde Bright mit der Anschuldigung
von Unzüchtigkeit verhaftet wegen seines Sprachgebrauchs in
Michael McClures Stück "Der Bart". Die Klage wurde
im weiteren Verhandlungsverlauf fallengelassen und gilt als
Präzedenzfall für künstlerische Ausdrucksfreiheit.
Der türkische Aktion Film "Tal der Wölfe" über
einen türkischen Geheimdienstheld, welcher im Irak gegen die
Amerikaner kämpft, brach in der Türkei alle
Zuschauerrekorde. Auch hierzulande erfreut sich der Film unter
den Türkischstämmigen grösster Beliebtheit.
Ministerpräsident Stoiber appellierte an die Kinobetreiber,
den Film abzusetzen, da er rassistische Einstellungen bediene
und zu einem Kampf der Kulturen beitrage. Auch müsse
EU-Kandidat Türkei klar Position beziehen
Einige seiner populärsten Werke wurden erfolgreiche
Hollywood-Filme, etwa "Der weiße Hai" oder
"Die Tiefe". Auch die anderen Romane des
einstmaligen Redenschreibers für US-Präsident Johnson
beschäftigten sich mit dem Meer. Gestern verstarb Benchley im
Alter von 65 Jahren.
Zuletzt spielte er in der populären Sitcom "Die
Jeffersons", hatte aber auch Rollen in Kinofilmen wie
"The great Gatsby", "The Stepfors Wifes"
oder "Wall Street". Er starb 77 jährig in einem
Pflegeheim in New Jersey.
Der besonders in den sechziger Jahren als Avantgardist
geachtete Animationsfilmer ("La Théatre de Monsieur et
Madame Kabal", "Rosalie") verlor diese Achtung
der Kritik später durch seine Filmarbeiten im erotischen
Filmgenre (Emanuelle) Nun starb er im Alter von 82 Jahren.
Die Gesellschaft zur Verfolgung von
Urheberrechtsverletzungen (GVU), welche im Auftrag der Film-
und Software-Industrie tätig ist, hat Informanten aus der
Raubkopiererszene bezahlt, und dabei selbst zur Verbreitung
urheberrechtlich geschütztes Material wie brandneue
Filmdateien gesorgt. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg
hat während einer Gross-Razzia gegen Raubkopierer auch
Beweismaterial in den Hamburger Geschäftsräumen der GVU
sichergestellt, jedoch darauf hingewiesen, dass die GVU nicht
als Beschuldigte durchsucht worden sei. Ermittlungsergebnisse
der Staatsanwaltschaft sind bislang noch nicht bekannt
gegeben.
Bei der Verleihung der Goldenen Kamera wurden Barbara
Rudnick und Ulrich Noethen als Beste deutsche Schauspieler
ausgezeichnet. "Die Luftbrücke - Nur der Himmel war
frei" wurde Bester deutscher Fernsehfilm. In der
Kategorie Film international wurde Charlize Theron
ausgezeichnet, Anna Maria Mühe wurde Beste
Nachwuchsschauspielerin, Thomas Hermanns erhielt die Goldene
Kamera für die Beste Comedy und Jörg Pilawa, Carmen Nebel
und Hugo Egon Balder wurden für die Beste Fernsehunterhaltung
geehrt. In der Kategorie Pop national war Xavier Naidoo Sieger
und die Pussy Cat Dolls im Bereich Pop international.
Live-Aid-Initiator Bob Geldorf erhielt den Ehrenpreis Musik.
Der krebskranke Rudi Carell wurde unter standing Ovation für
sein Lebenswerk geehrt.
Technik-Oscar für deutsches Unternehmen Die Academy of
Motion Picture Arts and Sciences zeichnet am 18. Februar 2006
besondere wissenschaftlich-technische Errungenschaften mit dem
"Scientific and Technical Academy Awards" aus. Wie
bereits 1976, 1978 und 2000 geht zum vierten Mal ein "Technical
Achievement Award" an das deutsche Unternehmen Schneider
Kreuznach und zwar diesmal für die Entwicklung des
Kinoprojektionsobjektivs "Cinelux Première",
welches für mehr Schärfe und eine gleichmäßig helle
Ausleuchtung der Kinoleinwand sorgt.
Laut der rheinland-pfälzischen Landesmedienanstalt (LMK)
soll Sat1 für Schleichwerbung in den Jahren 2000 - 2005 über
fünf Millionen Euro eingenommen haben. Nun soll der Sender
100.000 Euro Strafe zahlen und gemeinnützigen Kampagnen für
Internetsicherheit Werbezeit für 400.000 Euro einräumen. Die
vergleichsweise geringe Summe zu den 2,5 Millionen
Schadenersatz, die ARD wegen Schleichwerbung von der
Produktionsfirma Bavaria einklagen wollte, soll an eine
gemeinnützige Impulswoche Krebs gehen..
Hartmann von der Tann, 62 und scheidender Chefredakteur der
ARD, mahnt in einem offenen Brief Fehlentwicklungen in den
Bereichen Dokumentation, Feature und Reportage an.
Insbesondere die Qualität aber auch die Planung derselben
lasse zu wünschen übrig. Im Bereich der Reportage, einstmals
eine Kernkompetenz der öffentlich rechtlichen Sender, sieht
von der Tann Stillstand wenn nicht Rückschritt.
Die Süddeutsche Zeitung hat seinen Brief in ganzer Länger
veröffentlicht.
Das Spielfilm Remake von Jacques Audiard erhielt am Samstag
in Paris acht Auszeichnungen. Als bester ausländischer Film
wurde einmal mehr Clint Eastwoods "Million Dollar
Baby" geehrt. Ehren-Césars gingen Pierre Richard
("Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh") und
an Hugh Grant. Die Preisverleihung war überschattet von
einer Protestveranstaltung französischer Filmschaffender, die
gegen die Reform der Arbeitslosenversicherung protestierten.
Die beiden Schauspieler Rizwan Ahmed und Farhad Harun haben
auf der diesjährigen Berlinale für "The Road to
Guantanamo" den Silbernen Bären erhalten. Als sie auf
der Rückreise nach London zusammen mit den beiden Männern,
deren Schicksal der Film erzählt, ohne jede Begründung am
Flughafen verhaftet und vom Verfassungsschutz in einen
isolierten kleinen Raum gesperrt wurden, wussten sie nicht,
wie ihnen geschah. Von den Beamten bekamen sie Beschimpfungen
bezüglich ihrer Rollen in dem Film zu hören und mussten
zusehen, wie ihnen persönliche Dinge, wie Brieftaschen usw.
abgenommen und nach Adressen durchforstet wurden. Einem der
beiden Schauspieler gelang es, seinen Anwalt von seinem Handy
aus anzurufen, bevor es ihm abgenommen wurde. Erst als dieser,
ein Menschenrechtsexperte übrigens, zurückrief, ließ man
sie frei. Zwei der festgenommenen Männer wurden lange Zeit in
Guantanamo gefoltert und isoliert, ohne Rechtsgrundlage dort
festgehalten. Es ist ihre Geschichte, die der Film erzählt.
Das Schicksal dieser Männer ist ja nun schon empörend genug,
sollte man meinen. Aber dass nun Schauspieler, die diese
Geschichte aufarbeiten, wie Schwerverbrecher behandelt werden,
wirft ein hässliches Licht auf die Regierung Blair. Peinlich.
Das Locarno Filmfest 2006, das vom 02. bis 12. August
stattfindet, hat einige Programmänderungen vorgenommen. So
wird z.B. die Wettbewerbssektion des Videowettbewerbs dieses
Jahr nicht mehr existieren. Die Filme, die in dieser Sektion
laufen würden, können nun am offiziellen Wettbewerb in der
Sektion "Filmmakers of the present", oder unter der
neuen Rubrik für digitale Projekte mit dem Namen "i.d."
teilnehmen. Für Filme aus Ländern mit noch nicht allzu
langer Filmtradition gibt es seit drei Jahren eine Sektion
namens "Open Doors", auf der Koproduktionspartner
vermittelt werden. Die Sektion "Filmmakers of the Present"
soll ein Wettbewerb speziell für jene Filme sein, die
vielleicht im Kino nicht die allergrößten Chancen haben, die
jedoch innovativ sind und Neues zu bieten haben.
Den Goldenen Bär erhielt der Film „Grbavica” von
Jasmila Zbanic (Bosnien-Herzegovina). Moritz Bleibtreu erhielt
die Auszeichnung als bester Darsteller für seine Hauptrolle
in „Elementarteilchen”. Sandra Hüller wurde als beste
Darstellerin für ihre Hauptrolle „Requiem” geehrt.
Einen Silberner Bären für die künstlerische Gesamtleistung
erhielt Jürgen Vogel als Hauptdarsteller, Produzent und
Co-Autor des Films „Der freie Wille”. Der große Preis der
Jury, (Silberner Bär) wurde geteilt zwischen dem iranischen
Film „Offside” sowie dem dänischen Film „Eine Soap”.
Der Silberne Bär für die beste Filmmusik ging an Peter Kam
für den chinesischen Film „Isabella”.
Chinas Wettbewerbsbeiträge sagen dieses Jahr viel aus. Vor
allem über die Zustände, die in dem Land herrschen aus dem
sie kommen. An sich eine interessante Sache, wenn das
ausgesandte Signal kein so bedauerliches wäre: China schickte
zwei Filme in den Wettbewerb, einerseits Chen Kaiges "Wu
Ji", einen Flop, der außer Konkurrenz läuft und den
Film "Isabella" von Pang Ho-cheung, eine Produktion,
die qualitativ ihrem Compagnon in nichts nachsteht. Über
"Isabella" lässt sich folgendes aussagen: Er ist
schlichtweg nichts Besonderes. Weder in
ästehtisch-gestalterischer Hinsicht, noch in inhaltlicher.
Eine Geschichte über einen abgehermten Polizisten. Wodurch
sich dieser Film auszeichnet, ist v.a. seine kompromisslose
Linientreue. Und dass der Film in den Wettbewerb geht, zeigt
uns, dass das ja auch völlig ausreicht, wohingegen viele
chinesische Filme, die wesentlich mehr zu bieten haben im
Panorama vor sich hin dümpeln.
Die Regisseure Tom Tykwer, Wolfgang Becker und Dani Levy
arbeiten einer Meldung der "Welt" zufolge nicht mehr
einzig und allein für die Produktionsfirma
"X-Filme". Der Grund sei ein fortdauernder Streit
mit Senator-Film. Das Unternehmen hatte 2004 Insolvenz
angemeldet. Seitdem versucht "X-Filme" den
Senator-Film-Anteil an der Firma, der immerhin 51 Prozent
beträgt, zurückzukaufen, jedenfalls bis der Mehrheitsanteil
von "X-Filme" wieder in eigenem Besitz ist. Die drei
Regisseure, von denen Tykwer und Becker mit ihren Filmen
"Lola rennt" und "Good Bye, Lenin!" das
deutsche Kino wieder international populär gemacht haben,
haben 2005 eine neue Produktionsfirma namens
"Y-Filme" gegründet. Trotzdem dementiert der
geschäftsführende Gesellschafter von X-Filme, Stefan Arndt,
eine Trennung der Firma von den Regisseuren. Es werde
weiterhin zusammengearbeitet.
Wer war Marquard Bohm? Anlässlich seines Todes am 3.
Februar gibt es einiges über den "deutschen Belmondo"
zu sagen, den die meisten jungen Leute nicht einmal kennen. Es
war in den 60er Jahren, als Marquard Bohm bekannt wurde,
jedoch war 1970 das Jahr, in dem "Rote Sonne", ein
Film von Rudolf Thome mit Bohm in der Hauptrolle unvermittelt
zum Kultfilm einiger Programmkinos wurde. Es heißt, wäre in
dieser Zeit das junge deutsche Genrekino richtig in Fahrt
gekommen und wäre das intellektuelle Kino des neuen deutschen
Films ihm nicht in die Quere gekommen, wäre Marquard Bohm der
Star dieser Zeit geworden. Als Spezialist für kaputte Typen,
die er ohne viele Worte und mit beinahe reglosem Gesicht mit
Menschlichkeit belebte, spielte er in Filmen Fassbinders,
Roland Klicks ("Deadlock") und auch in Wenders
"Im Lauf der Zeit". Auch mit seinem Bruder Hark Bohm
drehte er Filme. Darunter z.B. "Nordsee ist
Mordsee". Er starb nach längerer Krankheit an
Herzversagen.
Der Hollywood-Film "Die Memoiren einer Geisha"
ist in China durch die Zensur der KP verboten worden. Der Film
wird nicht in die Kinos gelassen, weil er, so die
Staatsverwaltung für Radio, Film und Fernsehen, zu
"kompliziert und heikel" für das chinesische
Publikum sei und auf Grund seiner unliebsamen Thematik
anti-japanische Unruhen im Land verursachen könnte. Die Angst
vor Auschreitungen ist aber nur vorgeschoben. Es ist die ewige
und anhaltend tiefsitzende Feindschaft zwischen Japan und
China, das im Zweiten Weltkrieg unter japanischen Greultaten
zu leiden hatte, für die Japan bis heute zu wenig Reue zeige.
Chinas konservative Zensoren sind v.a. daran interessiert,
"die reine Lehre" zu verteidigen in einem Land, in
dem durch den Prozess westlicher Globalisierung die Kultur ins
Hintertreffen geraten könnte. Zuviel schädliches Gedankengut
und Meinungsfreiheit könnte die Position der KP gefährden.
Auch "Brokeback Mountain" wurde übrigens (wegen der
Homosexuellenthematik) verboten, doch der Schwarzhandel mit
DVDs floriert. Durch das Verbot von "Geisha" ist das
Interesse an Raubkopien des Films stark gestiegen
Die goldene Himbeere wird in denselben Kategorien wie der
Oscar verliehen, nur wird nicht der beste, sondern der jeweils
schlechteste Film, Regisseur u.s.w. preisgekrönt. Tom Cruise
wurde nominiert als schlechtester Schauspieler in Spielbergs
Film "Krieg der Welten" und für zwei neue
Kategorien, wegen seines peinlichen öffentlichen Auftretens
in Bezug auf seine Scientologie-Äusserungen und das zur Schau
stellen seiner Beziehung. Seine Freundin Katie Holmes wurde in
der Kategorie schlechteste Nebendarstellerin in "Batman
Begins" aufgestellt, ebenso wie Paris Hilton für ihre
Nebenrolle in "House of Wax". Auch als
"nervigstes Klatschobjekt" rangiert Hilton ganz
oben. Auch Will Ferrell ("Verliebt in eine Hexe"),
Jamie Kennedy ("Son of the Mask"), Jessica Alba
("Fantastic Four") und Jennifer Lopez ("das
Schwiegermonster") erhielten Nominierungen als
schlechtester Schauspieler bzw. schlechteste Schauspielerin.
Das "Schweizer Fernsehen DRS" heisst seit Ende
letzten Jahres "SF Schweizer Fernsehen" oder kurz
SF. Daher wurden alle Logos neu gestaltet um leicht erkennbar
und zeitgemässer zu erscheinen.
Die Screen Actors Guild wartete bei der Verleihung der
Schauspielerpreise in Los Angeles mit einigen Überaschungen
auf: Reese Witherspoon und Philip Seymour Hoffman waren
nämlich diesmal die Gewinner der lead-acting awards. Sie
erhielten die Auszeichnungen für ihre Rollen in den Filmen
"Walk the Line" und "Capote". Der
hochgelobte Film von Ang Lee "Brokeback Mountain"
erfuhr eine empfindliche Niederlage gegen "Crash"
beim Rennen um den overall cast award. Weitere Preise gingen
an Rachel Weisz und Paul Giamatti. Sie erhielten "supporting-acting
honors" für ihre Darbietungen in "The Constant
Gardener" und "Cinderella Man". Darüber hinaus
wurden natürlich auch wieder Preise an Schauspieler aus
TV-Produktionen vergeben. U.a. bekam Felicity Huffman den
guild prize für ihre Rolle in "Desperate Housewives"
Am Donnerstagabend fand im Deutschen Theater mit viel Pomp
die 16. DIVA- Verleihung statt. Wie immer wurden die Jury- und
Publikumspreise vor dem Lifetime Achievement Award vergeben,
den in diesem Jahr der französische Schauspieler Alain Delon
erhielt. Die Aufnahme in die DIVA-Hall of Fame erstritten sich
außerdem Helen Schneider, Gottfried John und Martina Gedeck.
Der DIVA-Deutscher Video-Preis ging an Twentieth Century Fox
Home Entertainment für "Star Wars: Episode III".
Für "Harry Potter und der Feuerkelch" erhielt
Warner Bros. Pictures Germany den Kinopreis. Zum besten
TV-Film wurde "Die Patriarchin" mit Iris Berben
gekührt. Leander Haußmann ("NVA") bekam eine DIVA
für die Regieleistung des Jahres.
Die SPD-Bundestagsfraktion hat die neue
EU-Fernsehrichtlinie teilweise kritisch bewertet, vor allem
hinsichtlich der Liberalisierung der Werbevorschriften und die
Regelungen zu Product Placement in Fernsehsendungen. Es
bestehe die Gefahr, dass die Trennung zwischen Werbung und
Programm durch diese Regelungen nicht mehr im ausreichenden
Maße gewährleistet sei, weswegen sie noch einmal grundlegend
geprüft werden sollten. Zwar sei zu begrüssen, dass sich die
Regelungen an den Inhalten orientieren müssten, jedoch gebe
es noch Fragen zur tatsächlichen Notwendigkeit und zum
Anwendungsbereich der Richtlinie. Unbedingt müsse die
Unabhängigkeit der Programmgestaltung gewahrt werden.
Der als Trilogie angelegte Horrorfilm "Wächter der
Nacht" wurde in Russland in kurzer Zeit zum
erfolgreichsten in den GUS-Staaten gezeigten Kinofilmen, wurde
aber ein Jahr später vom Kriegs-Thriller "Turkish
Gambit" eingeholt. Mit dem Sequel "Day Watch"
schaffte Regisseur Timur Bekmambetov innerhalb der ersten zwei
Wochen ein doppelt so hohes Einspielergebnis das aber wie beim
Vorgänger schnell erlahmte. Der letzte Teil "Dusk Watch"
ist für das nächste Jahr geplant.
Der Schweizer Regisseur und Cutter Henri Colpi starb
84jährig in Menton an der Côte d'Azur. Mit seinem ersten
Film "Noch nach Jahr und Tag" nach einem Drehbuch
der Schriftstellerin Marguerite Duras gewann er 1961 die
Goldene Palme von Cannes. Er arbeitete als Schnittmeister für
Resnais und Tarkowski und wandte sich dann dem Fernsehen zu,
wo er u.a. Omar Sharif in "Die geheimnisvolle Insel"
einsetzte.
Der große Abräumer der diesjährigen Golden
Globes-Verleihung war eindeutig Ang Lee's umstrittener Film
"Brokeback Mountain": Vier Auszeichnungen erhielt
das Drama über zwei homosexuelle Cowboys: als bestes Drama,
für beste Regie, bestes Drehbuch und bester Filmsong.
Nominiert war er insgesamt in sieben Kategorien. Auf dem
zweiten Platz landete James Mangolds Film über das Leben von
Johnny Cash "Walk the Line". Er wurde als bestes
Musical ausgezeichnet. Außerdem erhielten die Hauptdarsteller
Schauspielerpreise in der Musicalkategorie. In der Sparte
"Drama" wurde Philip Seymour Hoffman für seine
Rolle des homosexuellen Schriftsteller Truman Capote als
bester Schauspieler ausgezeichnet und Felicity Huffman als
beste Schauspielerin. George Clooney war mit seiner
Regie-Arbeit "Good Night, And Good Luck" nominiert,
ging jedoch auf dieser Schiene leer aus. Er erhielt aber den
Golden Globe als bester Nebendarsteller für seine Rolle in
"Syriana". Als bester fremdsprachiger Film wurde
"Paradise Now" ausgezeichnet, ein Film über zwei
Selbstmordattentäter, beste TV-Serie wurde das
Insel-Abenteuer "Lost", beste Komödie wurde
"Desperate Housewives"
Lange hielt Wim Wenders "Buena Vista Social Club"
den Rekord. Doch nun scheinen sich die Kinofans aus der
Karibik Richtung Antarktis verabschiedet zu haben: "Die
Reise der Pinguine" ist mit nun 1,25 Millionen Besuchern
der erfolgreichste Dokumentarfilm in den deutschen Kinos. Die
französische Tierdokumentation über das Leben der
Kaiserpinguine kam am vergangenen Wochenende auf die
Gesamtbesucherzahl von 1.255.068, so der Filmvereih Kinowelt.
Die Regie bei dem Film, den Branchenkenner zunächts kaum
Chancen an der Kinokasse eingeräumt hatten, führte Luc
Jacquet. Ein Ende des Erfolgs ist noch nicht in Sicht: Der
Film läuft drei Monate nach dem Start immer noch mit 250
Kopien in den deutschen Kinos.
Quentin Tarantino ist beleidigt, weil er nicht als
Regisseur für den neuen James-Bond-Film engagiert worden ist.
Das Mindeste wäre gewesen, sich mal bei ihm zu melden und mit
ihm einen Kaffee zu trinken, klagte der für Gewaltszenen
bekannte Regisseur von Kultfilmen wie "Pulp Fiction"
US-Medien zufolge am Montag. "Ich habe mich wirklich
darüber geärgert, dass die James-Bond-Produzenten nie bei
mir angerufen haben", sagte der 42-Jährige. Schließlich
sei er es gewesen, der 2004 öffentlich vorgeschlagen habe,
den ersten James-Bond-Roman "Casino Royale" zu
verfilmen, nachdem die Drehbuchautoren über Stoffmangel
geklagt hätten. "Sie verwenden meine Idee und nutzen die
Publicity, die ich ihnen verschafft habe", sagte
Tarantino. Die Produzenten hatten sich für den Neuseeländer
Martin Campbell entschieden, der bereits bei "Goldeneye"
Regie geführt hatte, dem ersten Bond-Film mit Pierce Brosnan.
In dem neuen Film wird Brosnan durch den Briten Daniel Craig
ersetzt.
In den Berliner Hallen am Borsigturm hat
ein weltweit einzigartiges Erlebniskino eröffnet. Dank
vibrierender Sitze, Duftstoffe, Wind und Nebeleffekte werden
zu den gezeigten 3D-Filmen zusätzliche Dimensionen erzeugt.
Franz Seitz war einer der einflussreichsten und
bekanntesten deutschen Regisseure und Produzenten der
Nachkriegszeit und wurde für seine Werke mit Preisen
überhäuft. U.a. wurde er mit dem Bayrischen Filmpreis
(mehrfach) und sogar mit dem Oscar ausgezeichnet. Im Alter von
84 Jahren ist Franz Seitz vergangenen Donnerstag gestorben und
hinterlässt über 80 Filme, die er als Produzent betreut hat
und die ihn zu einer Zentralperson des deutschen Films
machten. Literaturverfilmungen galten als sein Steckenpferd.
Für die Produktion der Grassverfilmung "Die
Blechtrommel" (Regie: Volker Schlöndorff) 1978, erhielt
Seitz den Oscar. Auch Thomas Manns Werke wurden von ihm
bearbeitet ("Tonio Kröger", Wälsungenblut").
Seitz war nicht nur Träger von Filmauszeichnungen. Auch das
Bundesverdienstkreuz I. Klasse nannte er sein eigen, ganz
abgesehen davon, dass er sich in mehreren Verbänden
hervortat: Seit 1981 war Seitz Vorsitzender des Verbands
deutscher Spielfilmproduzenten, bevor er Präsident der
Spitzenorganisation der deutschen Filmwirtschaft wurde.
Der Vorsitzende der Rundfunkkomission der Länder Kurt Beck
befürwortet einen gänzlichen Verzicht der
öffentlich-rechtlichen Fernseh-und Hörfunkstationen auf
Reklame. Alles in allem wäre das wohl ein gewagter Schritt,
da die Sender dann mit erheblichen Finanzierungslücken
rechnen müssten. Aus diesem Grund warnte der SPD-Politiker
vor überstürzten Schritten. Darüber hinaus müsse man
ohnehin erst die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
abwarten, die von der ARD angestrebt wird. Die
Fernsehgebühren würden nach den Berechnungen der Kommission
zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF)
ohne Werbeeinnahmen um 1,42 Mio. Euro im Monat steigen. Für
das Sponsoring, das z.B. für die Übertragung von
Sportveranstalungen Existenzgrundlage ist, gelte der Plan
nicht, so Beck.
Zum ersten mal vergibt die BBC und die Korea Broadcasting
Comission im Rahmen der Fernsehmesse Mip-TV den neuen
Förderpreis "Content 360" der mit 75.000 Euro
dotiert ist. Der Preis ist dafür gedacht, innovative Ideen
und Konzepte in den Bereichen interaktives Fernsehen,
Breitbandinternet und Mobile Entertainment zu ehren. Bis zum
14. Februar können Projekte von Multimediastudios und
Developern eingereicht werden.
Die Mitglieder der Berlinale-Jury stehen fest und sind mit
acht Mitgliedern nun komplett. Unter der Präsidentschaft von
Schauspielerin Charlotte Rampling wird sich eine kunterbunte
Mischung aus Fachleuten während dem Filmwettbewerb die Ehre
geben: Der Schauspieler Armin Mueller-Stahl, aus den
Niederlanden der Regisseur Marleen Gorris, der polnische
Kameramann Janusz Kaminski, außerdem der US-Künstler Matthew
Barney, sowie die koreanische Schauspielerin Lee Young-ae und
die Filmproduzenten Fred Roos (USA) und Yash Chopra (Indien).
Mit "Der rote Kakadu" und "Knallhart"
gehen zwei Filme von deutschen Regisseuren an den Start. Auch
Claude Chabrols Film "L'ivresse du pouvoir" und
Roberto Benignis "Der Tiger und der Schnee" werden
als Wettbewerbsbeiträge gehandelt, sind aber noch nicht
offiziell bestätigt worden.
Im Alter von 85 Jahren ist einer der weiblichen Stars aus
der großen Hollywood-Ära in einem Pflegeheim in
Beverly-Hills gestorben. Sie verkörperte zumeist härtere,
tragische Frauenfiguren und arbeitete mit Regisseuren wie
George Cucor oder Stanley Kubrik zusammen. Filme wie "Ein
Doppelleben", "Ein Platz an der Sonne",
"Poseidon-Inferno" oder "Lolita" machten
sie berühmt.
„Sophie Scholl" wurde pflichtgemäß mit dem
bayerischen Filmpreis als bester Film ausgezeichnet. Der
Stasi-Streifen „Das Leben der Anderen“ wurde mit
vier Preisen- für den Schauspieler Ulrich Mühe,
Drehbuch und Regie (Florian Henckel von Donnersmarck) sowie
die Produzenten Wiedemann & Berg prämiert. Maximilian
Schell wurde mit dem Ehrenpreis geehrt. Weitere Preise gingen
an die Schauspieler Sandra Hüller und Max Riemelt, den
Dokumentarfilmer Philip Gröning („Die Große Stille“),
sowie die Filme „Schneeland“,„Es ist ein Elch
entsprungen“ und „Warchild“.
(Quelle: Movie-College)
14.01.2006
Französische
Rekordzahlen veröffentlicht
CNC-Meldung
Das Centre Nationale de la Cinématographie hat
Rekordzahlen bezüglich des französischen Films
veröffentlicht: 2005 war ein Jahr, in dem in Frankreich mehr
Filme produziert wurden als jemals zuvor. Die Organisation
teilte erstens mit, es seien insgesamt 240 Filme entstanden,
zweitens seien die Filminvestitionen um 22 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr gestiegen. 2005 investierten
ausländische Investoren insgesamt 93,32 Mio. Euro in den
französischen Film. Was den Geschmack des französischen
Publikums angeht, ist das US-Kino 2005 in der Gunst gesunken:
Die Besucherzahlen gingen um 12 Prozent zurück. Allerdings
sind die Gesamtbesucherzahlen auch um 10 Prozent geschrumpft:
Sie liegen nun bei c.a. 175,65 Mio..
Vier Mitarbeiter der hessischen Firma Schneider Optische
Werke sind Preisträger des diesjährigen Oscars für
technische Errungenschaften. Sie erhielten die Auszeichnung
für ein neuartiges Projektionsobjektiv, das sie entwickelt
hatten. Alles in allem ist es Oscar nr. 4 für die Bad
Kreuznacher Firma, die mittlerweile bereits für 17
Erfindungen gewürdigt wurde.
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat die
Negativentscheidung der Komission zur Ermittlung der
Konzentration im Medienbereich (KEK) kritisiert. Die Komission
gab ein klares Nein zur Fusion der Axel Springer AG mit der
ProSiebenSat.1 Media AG. Der Fusionsplan war auf Grund der
dadurch entstehenden vorherrschenden Meinungsmacht als nicht
genehmigungsfähig bewertet worden. NRW-Staatssekretär Thomas
Kemper erklärte in Folge dessen, der KEK sei bei einer
wichtigen wirtschaftlichen und publizistischen Fragestellung
das Augenmaß abhanden gekommen.
Das
anstehende Veto des Bundeskartellamtes gegen die Übernahme
der beiden Fernsehsender hat angeblich dazu geführt, dass der
Medienkonzern einen Ausstieg aus den Übernahmeverhandlungen
prüfe. Die Chancen auf eine Einigung werden intern nur noch
mit 40% bewertet.
Zwei Filmakademien existieren bereits in
Köln: die Internationale Filmschule (ifs) und die
Kunsthochschule für Medien (KHM). Hier werden pro Jahr rund
100 Regisseure, Drehbuchautoren, Produzenten und
Mediengestalter ausgebildet. Doch der Landesregierung scheint
das nicht zu reichen. In ihrem Koalitionsvertrag stellen CDU
und FDP fest: "Wir streben die Einrichtung einer
Filmhochschule an." Als Standort für die neue Akademie
verlautbarte aus Regierungskreisen immer wieder Köln.
Bei ifs und KHM sorgt dieses Vorhaben
selbstredend für Unmut. Eine neue Filmakademie droht
mindestens ihre Eigenständigkeit, wenn nicht sogar ihre
Existenz in Frage zu stellen. Monatelang haben die Direktoren
und Geschäftsführer der Kölner Schulen alles versucht, um
das Thema vom Tisch zu bekommen. Doch die schwarz-gelbe
Koalition lässt sich nicht abwimmeln. Um zu den
Traditionsschulen in Berlin, in Potsdam-Babelsberg und in
München aufzuschließen, soll eine NRW-Akademie entstehen.
Einer der
bekanntesten Film- und Theaterschauspieler Dänemarks verstarb
unmittelbar vor seinem Auftritt im Kopenhagener
Nationaltheater. Die Inszenierung von "Innerhalb der
Mauern" stand unter keinem guten Stern, ein Kollege, für
den Petersen einsprang hatte zuvor einen Schlaganfall
erlitten, ein weiterer erlitt während der Proben einen
Herzinfarkt, überlebte aber. Im Kino war Petersen unter
anderem in Filmen wie "Sommaren", "Baby
Doll" oder "Die Olsen-Bande" zu sehen.