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Von den Anfängen auf Zelluloid bis zur heutigen digitalen Aufzeichnung, von MotionJPEG bis zu DNxHD - die Kamera steht in einem ständigen Prozess der Weiterentwicklung. Die Consumer wünschen sich schärfere, hochauflösendere Bilder, einen sanften und ruckelfreien Bewegungsablauf und vieles mehr. Der Standard im Kino ist inzwischen schon bei einer Auflösung von 4K angekommen, 8K möchte die Industrie dann in Bälde etablieren und die Bilder pro Sekunde werden sich in Zukunft voraussichtlich auf 48 verdoppeln.

 

In den letzten Jahren sind zu den großen Herstellern, die über Jahrzehnte das Feld der professionellen Film- und Videokameras beackerten, jede Menge, ja fast unüberschaubar viele andere Anbieter hinzugekommen. Da waren Tüftler, die mit Hilfe von Sensoren, Elektronik-Bauteilen und Computern lauffähige Kameras gebaut haben, die mehr konnten, als das was die Industrie im Angebot hatte. Da waren Bastler, die alte Filmkameras und Fotoapparate zu Videokameras umbauten. Allein oder gemeinsam mit Firmen die Zubehörindustrie, die sich damit zu Kameraherstellern mauserten, brachten sie ihre Ideen auf den Markt und trieben manchmal geradezu die großen Anbieter vor sich her.

 

Das atemberaubende Tempo, mit dem immer mehr User-Wünsche in Geräte gegossen werden, verdanken wir weitgehend den kleinen, den innovativen Unternehmen, ebenso den Umstand, dass Profi-Technik immer günstiger geworden ist. Natürlich versuchen die Anbieter weiterhin durch gezielte Einschränkungen und Hindernisse im Workflow Unterschiede zu den hochpreisigen Profikameras zu erzeugen, doch nicht selten haben es die User durch clevere Work-Arounds geschafft (siehe Filmdrehs mit DSLRs), diese Restriktionen kreativ zu umgehen.

 

Verschiedene Anbieter haben Lösungen, mit denen man die Videoaufnahmen und Metadaten direkt aus dern Kameras auf Tablet-Pcs oder Smartphones übertragen kann - für manche eine schauerliche Vision, wenn das halbe Filmteam auf die Telefone stiert. Spannend hingegen die Möglichkeit, umgekehrt von den handlichen Geräten aus so manche Kameras fernsteuern zu können. Funkschärfe vom Handy aus?

 

Ja und natürlich treibt man die Auflösung voran: Japans Super Hi-Vision-Fernsehen soll mit 8k und über 20 Tonkanälen in etwa 10 bis 15 Jahren einmal neuer Standard werden. Wer sich allerdings einmal ausmalt, wie nah er vor einer gigantischen Leinwand sitzen muss, um den Unterschied zu 4 oder 2k wahrzunehmen, also sprich, dann die einzelnen Pixel erkennen zu können, kommt zu dem Schluss, dass die Welt nicht wirklich mit Priorität auf diese Entwicklung wartet.

 

Blackmagic URSA

URSA

(Foto: BlackMagic)

Dass BlackMagic nun auch eine Produktionskamera herausbringt, die ohne Cages und ettliche Zusatzteile das professionelle Videografieren ermöglicht, ist nur konsequent und der Name URSA verweist denn auch auf den von BlackMagic gekauften Hersteller professioneller Filmabtaster.  

Für knapp 6000 USD soll das gute Stück zu haben sein, wer statt des Canon-Mounts PL wünscht, muss noch 500 Dollar drauf legen. Aber insgesamt ist auch diese Neuvorstellung eine Kampfansage an die F5 und F55 aber vielleicht ein wenig auch an Arris Alexa, deren Design man durchaus durchspürt.

 

Ein riesiger Klappsucher soll die Bildkontrolle erleichtern. 4k sind selbstverständlich und ein APS-C Sensor zielt auf das Super-35mm-Format und die Verwendbarkeit der zahlreichen Kino-Objektive.

12-Aufzeichnung sollen möglich sein. Der Blendenumfang wird mit 12 Blenden angegeben. Man kann auch in Ultra HD oder HD in Apple ProRes™ aufzeichnen. Aufgezeichnet wird auf schnelle CF-Karten, für die zwei Slots zur Verfügung stehen. Damit werden bis zu 350 MB/s möglich.

Wie bei allen BlackMagic-Kameras ist selbstverständlich DaVinci Resolve im Preis inbegriffen.

 

AJA CION

10. April 2014

Cion

(Foto: AJA)

Fünf Jahre lang hat es angeblich gebraucht, nun erblickt die AJA CION als erstes von mehreren Kamera-Modellen das Licht der Welt. 

BlackMagic hat es vorgemacht: Wer Video-Capturing beherrscht, kann sich auch mit der Datenverarbeitung hinter dem Kamerachip beschäftigen. Nun also Aja mit einer Kamera, die auf den ersten Blick an die ergonomisch so dicht an den Menschen gebaute Aaton erinnert, aber eben ein komplett digitales Innenleben hat.

Der APS-C-Sensor zielt auf das Super-35mm-Format und der Handgriff ist durch Holz veredelt, auch hier zeigen sich Parallelen zur Aaton.

 

4K/UHD und 2K/HD sollen möglich sein und die direkte Aufzeichnung in Apple ProRes 422 und 444 bis zu 4K erlauben. Der Blendenumfang wird mit 12 Blenden angegeben.

Aufgezeichnet wird intern auf SSD-Speicher in Form von AJA Pak  Medien in 256 GB und 512 GB Versionen. Die AJA-Kamera wird angeblich ab Sommer 2014 für etwa 9000 Dollar auf den Markt kommen - deutlich günstiger als etwa die konkurrierende Sony F55.

Die AJA Pak SSD sollen etwa 700 Dollar (256 GB) und in der größeren Variante 1300 Dollar (512 GB) kosten.

 

 

 

Sony Alpha 7s

7. April 2014

Sony Alpha 7

(Foto: Sony)

Ein wenig wurde spekuliert, was Sony denn in der Presseveranstaltung Neues enthüllen würde, die Gerüchte gingen bis hin zu einem Mittelformat-Sensor. Nun aber ist klar, die Alpha 7s wurde noch einmal deutlich verbessert, vor allem was den Kontrastumfang, die Empfindlichkeit und die Videofähigkeiten angeht.

 

Ganz klar wird hier deutlich: Sony positioniert sein neuestes Produkt gegen die GH4 und kann tatsächlich mit Sensorgröße (Full Frame vs. MFT), voraussichtlichem Kontrastumfang und Empfindlichkeit punkten. Ob das reicht (schließlich spielen noch andere Faktoren eine Rolle), werden erste Tests zeigen. Immerhin beherrscht die GH4 10 Bit. Glaubt man den ersten Angaben, kann die Sony nur 8 Bit. Es bleibt bei 12 Megapixeln, wodurch eine hohe Lichtempfindlichkeit gegeben ist. Die hohe Empfindlichkeit wird nicht nur für die Fotographie kürzere Verschlusszeiten möglich machen.

 

Insbesondere für Videoaufnahmen ist der S-Log2 Gamma hilfreich, ein Feature für das sich Sony bei Videokameras auch gerne satte Aufpreise bezahlen ließ. Auch die Timecode-Fähigkeit wurde integriert.

Wer in 4:2:2 Videos drehen will, wird einen externen Flash-Rekorder benötigen, hier deuten sich wieder die leidvollen Erfahrungen mit wackeligen Mini-HDMI-Steckern an, aber wer weiß...? Vielleicht zaubert Sony auch ein Interface dazu, wie es bereits Panasonic mit der GH4 getan hat. Angeblich ist bereits ein Adapter mit XLR Eingängen für die Tonseite in Arbeit.

Die meisten Verbesserungen gegenüber der Apha 7 liegen bei der 7s auf jeden Fall im Bereich der Videographie, (Fotografen haben vor allem den lauten Verschluss bemängelt). Sollte dann noch der Preis in ähnlichen Regionen wie die bisherige Apha 7 liegen, könnte es sich um ein spannendes Produkt handeln.

 

 

 

 

Panasonic Lumix GH4

09. Februar 2014

Lumix GH4

(Foto: Panasonic)

Die Panasonic GH4 scheint Filmemacherträume ernst zu nehmen und bietet Features an, die nicht unspannend sind. So bietet sie einen schnellen Sensor und entsprechend schnelle Datenverarbeitung, dass der gefürchtete Rolling-Shutter-Effekt massiv reduziert wird. Natürlich sind auch andere Features trotz des gleichen Gehäuses wie beim Vorgängermodell verbessert worden. 

 

So bietet etwa der Sucher mit 1024x768 Bildpunkten, die wieder je drei Subpixel für RGB haben. Das garantiert eine hervorragende Qualität. Auch der Autofocus ist dank eines neuen Verfahrens deutlich schneller geworden. Nach Herstellerangaben dauert es 0,07 Sekunden, bis ein Objekt scharfgestellt ist.

 

Doch auch die pure Auflösung von 4K, bei 4:2:2 und die Datenrate von 200 MBit, die notwendig ist, um solche Datenmengen auch zu speichern, meistert die GH4 problemlos. Sie kann also Video mit 4K-Auflösung aufnehmen und zwar entweder im Ultra-HD-Format mit 3840 x 2160 Bildpunkten - ideal für 4K-Fernseher - und im 4K2K-Format mit 4096 x 2160 Bildpunkten bei 24 Bildern pro Sekunde, falls man für das Kino drehen möchte.

 

Und da sie dennoch ein Fotoapparat ist und diese Herkunft auch nicht verbergen kann, fehlen wie immer wichtige Schnittstellen direkt am Gerät. Um dieses Manko zu beheben, ist Panasonic auf die Idee gekommen, dort, wo andere Fotoapparate zusätzliche Akkus oder früher Winder angeflanscht hatten, eine Zubehörbox mit XLR und BNC Buchsen, Timecodeeingang etc. sowie manueller Tonaussteuerung anzubieten. Kleiner Schwachpunkt dieser Lösung, die eigentlich genial ist, ist wie so oft der Preis: Die Zubehörbox soll noch einmal soviel kosten wie die Kamera selbst, die unter 2000 Euro kosten soll.

Einmal mehr stellt sich natürlich die Frage, warum nicht gleich eine Videokamera mit diesen Daten und warum nicht gleich Full-Frame, denn die GH4 kommt weiterhin mit MFT-Aufnahmechip daher?!

 

 

KineRAW-S35

02. Mai 2013

Der chinesische Kamerahersteller Kinefinity, der sich eigentlich mit der Herstellung von Kameras für Industrie und Weltraumforschung beschäftigte, stellte seine erste Kamera zum Filmemachen vor, die KineRAW-S35, und überraschte damit den Kameramarkt. 

Sie beinhaltet einen 4K-Sensor, der aber in 2K aufnimmt, in den Formaten: 2K 1-24fps; 1080p 1-30fps; 720p 1-60fps. Außerdem ist die Kamera eine super 35mm-große CMOS-Sensor-Kamera. Mit einem Dynamikumfang von 12 Stops und einer ISO von 800 bis 10.000 können interessante HDR-Bilder entstehen. 

 

Sie besitzt ein austauschbares Objektivbajonett, für Objektive wie CANON EF, NIKON F, oder OCT-19. Außerdem nimmt sie auf zwei RAW-Varianten auf: unkomprimierte 12bit linear CinemaDNG (800Mbps) oder 10bit log90 GoPro Cineform RAW (100Mbps). Zudem beinhaltet sie einen 3D LUT, mit LUT Dateien, wie KineLOG, Kine709 oder KineColor. Selbstverständlich besitzt sie die üblichen Standardeingänge wie zum Beispiel XLR. 

 

Mit einem Gewicht von 4 Kilogramm, einem Akku der bis zu 4,5 Stunden (auf höchster Qualität) aufnehmen kann und einem innovativen Design, bietet uns Kinefinity eine interessante Kamera. Von Kinefinity ins Netz gestellte Videos bringen den neugierigen Filmemacher garantiert dazu, mal ein Auge auf diese chinesische Kamera zu werfen, welche wirklich recht viel zu bieten hat. 

(Quelle: http://www.kineraw.com)

 

 

Blackmagic Pocket Cinema Camera

02. Mai 2013

Am 8. April 2013 hat Black Magic Design in Las Vegas ihre neuste Kamera vorgestellt und sorgte für großes Aufsehen. Wobei der Vorgänger schon recht klein war, handelt es sich hier um eine noch viel kleinere Variante, mit einer sagenhaften Länge von nur 128 mm und einem Gewicht von 350 Gramm. 

Blachmagic Pocket

(Foto: BlackMagic Design)

Das kleine Format erlaubt es, an Orten zu filmen, wo große Kameras keine Chance gehabt hätten und bietet somit neue Möglichkeiten. Außerdem beinhaltet sie so gut wie alle Funktionen ihres Vorgängers und bietet deswegen wieder einen beeindruckenden Filmlook, Präzision und cinematische Farben.

Die Pocket Cinema beinhaltet einen Super-16mm-1080HD-Sensor, 13 Blenden und ist kompatibel mit Mikro-3/4-Linsen. Zum Speichern wird eine SD-karte benötigt, wobei sie mit ProRes footages von 220 Mbps, 50 Minuten auf einer 64Gb SDXC Karte aufnehmen kann. Sie nimmt auf offenen Formaten, wie ProRes 422, auf, die sehr gut in Final Cut Pro X oder Avia Media Composer funktionieren.

Das Display ist ein 3,5 inch großer LCD-Bildschirm, über den man auch leicht die Menüs bedienen kann. Alle gängigen Standardanschlüsse wie mini jack mic/line audio in, micro HDMI output sind vorhanden.

 

Man kann sagen, dass uns bestimmt interessante Filme, besonders in Hinsicht auf Dokumentarfilme, in Kriegsgebieten z. B. erwarten werden. Auch wird die Blackmagic Pocket Cinema Camera wohl für neue Filmer die Einsteigerkamera sein, denn mit so vielen Funktionen und so einer Qualität findet man wohl kaum etwas Vergleichbares zu einem Preis von gerademal US$995. Sie wird ab Juli zu kaufen sein.

 

Speed Booster löst Crop-Faktor Problem

16. Januar 2013

Seit vielen Jahren ist die Suche nach dem Kinolook verbunden nach dem Bestreben, die Schärfentiefe von 35mm Film auch in der digitalen Welt zu erzielen. Videokameras mit großen Chips sind in der Regel teuer, die Kameras mit kleinen Sensoren dagegen liefern nicht den gewünschten Effekt. Außerdem hat man bei den Kameras mit kleineren Chips stets einen Crop-Faktor wenn man gängige Profi-Optiken oder klassische Kleinbild Fotoobjektive verwendet. Das bedeutet, die Brennweite wird stets verlängert. Aus einer 50 er Normlabrennweite wird so eher ein 85er Objektiv. Das macht es schwierig, mit solchen Objektiven einen größeren Weitwinkel zu realisieren, denn normale Weitwinkel wie 28 oder 35 mm sind durch den Crop-Faktor bestenfalls Normalbrennweiten an den APS oder MFT Kameras. Selbst die vielbeachtete Blackmagic Cinema hat dieses Problem.

 

Nun aber ist der amerikanische Hersteller Metabones zusammen mit Caldwell mit seinem Speed Booster an die Öffentlichkeit gegangen und verspricht die Lösung all dieser Probleme. Eine Art umgekehrten Tele-Konverter (das sind optische Zwischenstücke, die man verwenden kann um die Brennweite etwa zu vervielfachen, also aus einem 50er ein 100 zu machen), ein Adapter-Element mit dem die Brennweite um den Crop-Faktor reduziert wird.

Noch liegen keine technisch präzisen Messungen vor sondern nur erste Anwendungs-Tests. Doch wenn die Qualität stimmt und keine signifikanten Verzeichnungen etc. entstehen, so würden auf einen Schlag die Wünsche zahlloser DSLR und Videofilmer erfüllt. Der 35mm Weitwinkel einer klassischen Vollformat Spiegelreflex wäre dann an einer MFT Kamera genau so als 35 mm Weitwinkel zu nutzen. 

Für verschiedene Systeme (Canon EF, Sony NEX und Leica R) gibt es den Adapter bereits und je nach Gerät werden auch Blendenwerte, Bildstabilisator bzw. Autofocus übertragen. Ein wirklich spannendes Zubehör. Der Preis von ca 600 USD ist stattlich, aber der Zusatznutzen extrem hoch.

Link zum Hersteller: Metabones

(Quelle: Blog P. Bloom)

 

 

 

 

 

Neuer Video-Codec H.265 von der MPEG vorgestellt

17. August 2012

Die MPEG (Moving Picture Experts Group) hat einen neuen Standard im Bereich der Video-Codecs vorgestellt. Anfang 2013 könnten bereits die ersten Produkte mit dem H.265 Codec auf den Markt kommen. Der bereits im Juli diesen Jahres verabschiedete Standard soll bei gleicher Videoqualität die doppelte Kompression seines Vorgängers, dem H.264 von 2003, bieten. Dies würde unter anderem die Übertragung von doppelt so vielen Fernsehkanälen ermöglichen, ohne dabei eine größere Bandbreite zu beanspruchen. Auch Videodienste für mobile Endgeräte wären in der Lage höhere Qualität zu liefern, was sowohl Umfang als auch Auflösung der Angebote betrifft. Für Mobilgeräte werden erste Produkte schon im Frühling nächsten Jahres erwartet, TV-Nutzer werden wohl noch etwas länger warten müssen.

 

Derzeit entwickelt die MPEG zusammen mit der VCEG (Video Coding Experts Group) einen Kompressionsstandard für 3D-Videos, der sogar ohne 3D-Brillen auskommen soll. Für die Veröffentlichung wird momentan 2014 angestrebt.

(Quelle: heise.de)

 

 

   

Hyundai "Daylight"

15. August 2012

"Daylight" die neue Sonnenbrille mit HD Kamera von Hyundai kommt am 15.08.2012 auf den Markt.

Die Kamera mit HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln (30 fps) und UV-Schutz 400 wird für 99 Euro zu haben sein.
Die in der Farbe Schwarz erhältliche Hyundai Daylight wiegt 23 Gramm und ist 158 x 152 x 42 Millimeter groß.

Der Akku reicht laut Hersteller für 70 min unter Volllast.
Die Videos landen in 4 GB großen internen Flash-Speicher im AVI-Format und können dann via USB 2.0 auf einen Rechner übertragen werden. Standbilder können mit der CMOS mit 5 Megapixel geschossen werden.

Mitgeliefert werden: Brillenetui, Reinigungstuch, Tasche, USB-Kabel, AV-Kabel und eine Bedienungsanleitung.

 

Quelle: PC WELT

 

 

 

 

BlackMacic Cinema

5. Mai 2012

Überraschung vom Postpro-Ausrüster

Black Magic Cinema

Ein klassischer Postproduktions-Ausrüster steht in den Startlöchern, den Kameramarkt aufzumischen... (Foto: BlackMagic Design)

Die Firma war schon immer für Überraschungen gut, vor allem wenn es darum ging, professionelle Videotechnik preiswert unter die geneigten Anwender zu bringen. Die Videokarten von BlackMagic haben den Markt aufgemischt und auch der im letzten Jahr vorgestellte HyperDeck Shuttle für nur kleines Geld war geeignet, die Welt der teuren externen Harddsikrekorder durcheinander zu bringen.

 

Der neueste Coup des Herstellers ist überraschend gar eine HD-Kamera, welche in 2K-Auflösung erstaunliche Fähigkeiten einmal mehr für kleines Geld anbietet. Die Kamera zeichnet auf den eingebauten SSD-Rekorder auf, im Prinzip die aus dem HyperDeck Shuttle bereits bewährte Technik, kann neben komprimierten Formaten (wie beispielsweise Apple ProRes und Avid DNxHD) auch in RAW aufzeichnen, bedient Canon- oder Zeiss-Mount-Objektive und wird per Touchscreen eingestellt.

Ganze 13 Blendenstufen Belichtungsumfang bietet die neue Kamera und verarbeitet diese mit 12 Bit. Werden die Daten in RAW aufgezeichnet, hat man zur Farbkorrektur mit dem mitgelieferten DaVinci Resolve alle Optionen für professionelles Arbeiten zur Verfügung. Ebenfalls im Paket inbegriffen ist die Software Ultrascope; sie liefert zur perfekten Kontrolle Waveform, Vectorscope, Histogram etc. auf einem ggf. angeschlossenen Notebook etc. gleich mit.

Vom Look und Feel ähnelt die Kamera eher einem Fotoapparat, aber es wird sicher nicht lange dauern, bis entsprechende Cages von Drittanbietern genügend Möglichkeiten zum Ansetzen von Zubehör anbieten werden.

Black Magic Cinema

Der rückseitige Touchscreen zur Bedienung der Kamera, (Foto: BlackMagic Design)

Anwendungsfreundlich auch die Philosophie, bei den Kabelanschlüssen durchweg auf Standard-Anschlüsse zu setzen. Mit knapp 3000 USD scheint die Kamera das Zeug zu haben, so manch anderen hochpreisigen Player das Fürchten zu lehren. Lieferbar ist die Kamera angeblich ab Juli 2012.

 

Canon EOS C500

14. April 2012

 

Canon legt nach

C500

Canon

Kaum ist die C300 lieferbar, kündigt Canon eine weitere Optimierung in Richtung Kino an: die C500 (Bild: Canon Deutschland).

Kaum ist die C300 lieferbar und erste Filme werden auf ihr gedreht, kündigt der japanische Hersteller zwei Geräte an die in 4K aufzeichnen. Das Schwestermodell zur C300 heißt C500 und soll im RAW-Modus für Kinofilm geeignet sein. 

 

Für die 4K- und 2K-Auflösung soll man mit Bildraten bis zu 120p arbeiten können, echtes 4:4:4 (bei 2K Modus) und 12 Bit Wortbreite wird die Bildqualität und Möglichkeiten der Farbkorrektur auf ein Höchstniveau bringen. 

Wie schon bei der C300 wird es die Kamera mit zwei unterschiedlichen Bajonetten geben, PL-Mount und Canon EF. 

Damit steht eine große Palette an professionellen Objektiven zur Verfügung. Doch nicht nur die Objektive aus dem Filmbereich sind für Profis sehr interessant, auch die neu geschaffenen Canon-EF-Objektive sind hochwertig.

 

 

EOS 1D-C

Auch im DSLR-Bereich bringt Canon einen Fotoapparat mit Kinoqualitäten heraus, der mit 24 und 25 B/sec die hiesigen Bewegtbild-Standards bedient. EOS 1D-C ist die Bezeichnung, viele Features entstammen der aktuellen 5D. 

 

Der Bildsensor wird 18-Megapixel-Auflösung bieten, gespeichert wird auf Compact-Flash-Karte. Damit erweitert Canon auch die Palette seiner High-End-Spiegelreflexkameras, die mit Hilfe von externem Zubehör und unter Akzeptanz so mancher Kompromisse zum HD-Filmen verwendet werden können. 

Canon

Das klare Ziel heißt Kinotauglichkeit, damit zielt Canon auf den Markt, der von Arri, RED, Sony und Co. dominiert wird. (Bild: Canon)

Auf der NAB 2012 ( April 16-19 in Las Vegas) werden Prototypen zu sehen sein. Beide Geräte sollen Ende 2012 lieferbar sein.

 

 

Canon 5D Mark III


Mehr als drei Jahre nach der Erscheinung der 5D Mark II Ende November 2008 bringt Canon jetzt mit der 5D Mark III deren Nachfolger. Der Nachfolger kommt mit einem Vollformat-CMOS-Sensor und einer Auflösung von effektiv 22,3 Mio. Pixeln, einem 61 Punkte AF und Reihenaufnahmen bis zu 6 B/s. Der Motor des Ganzen bildet ein 14-Bit DIGIC 5+ Prozessor. Der ISO-Bereich geht von 100 bis 25.600 und ist erweiterbar auf ISO 50-102.400. Außerdem sind HDR-Aufnahmen möglich, die direkt in der Kamera erstellt werden.

Was für die DSLR-Filmer aber am Interessantesten ist, sind die Neuerungen im Bereich der Videoaufzeichnung.

 

Codec:
Standardmäßig findet auch hier der h.264 Codec seinen Einsatz, doch bleibt die Wahl zwischen einer Interframe und einer Intraframe-Kompression. Außerdem stehen nun auch im Gegensatz zum Vorgänger mehr Aufnahmemodi zur Verfügung: 1.920 x 1.080 (29,97, 25, 23,976 B/s) 1.280 x 720 (59,94, 50 B/s) 640 x 480 (59,94, 50 B/s) nur Inter-Frame.

 

Ton-Aufzeichung:
Die Tonaufnahme lässt sich nun manuell pegeln und mit Hilfe eines Kopfhörer-Anschlusses auch direkt kontrollieren. Außerdem ist es möglich, an die 3,5mm-Miniklinke ein externes Mikrofon anzuschließen. Aufgezeichnet wird Stereoton mit 48 KHz in linear PCM.

 

Video-Aufzeichnung:
Dank des schnellen DIGIC-5+-Prozessors soll die Bildqualität verbessert worden sein, außerdem gibt es kein Line-Skipping mehr, Bildfehler wie Moiré sollen (so gut wie) verschwunden sein. Zusätzlich wurde das Rauschen und der Rolling-Shutter-Effekt verringert, SMPTE Timecode wird nun unterstützt und über den HDMI-Ausgang wird die volle Auflösung ausgegeben, auch während der Aufnahme. Eine saubere HD-Ausgabe via HDMI ist leider nicht möglich (vielleicht bald möglich via Magic Lantern bei Canon 550D und anderen DSLR).

Die Übersicht der technischen Daten finden sie unter folgendem Link: 
hier

Erscheinen soll die Kamera gegen Ende März zu einem Preis von knapp 3500 US Dollar oder im Kit mit dem EF 24mm - 105mm F/4L IS USM für knapp 4300 US Dollar.

 

Mit Magic Lantern bald umkomprimierter HDMI-Output mit fast allen Canon-DSLRs möglich?

 

Magic Lantern sorgte schon öfters für große Freude bei den DSLR-Filmern. So auch in einer ihrer neusten Mitteilungen:

[…] These functions which use DIGIC registers are found usually by trial and
error (changing the values in these registers blindly and writing down what
they do). There are thousands of registers (many of them unused), so
analyzing all of them by brute force is a huge task. […]

The following functions were implemented by changing DIGIC registers: FPS
override, Highlight++, display saturation, display position adjustment,
custom color palettes, and today, image filters. Other possible
functionality: clean HDMI out, moving the recorded box around in crop mode,
custom curves applied to image, anamorphic preview... etc.
[…]

This can unlock many things that previously were thought to be impossible
or very hard.
[…]

 

Am Interessantesten ist hier wohl die Möglichkeit eines sauberen HDMI-Outputs mit den vorhandenen Canon-DSLRs. Von Vorteil ist auch das: “DIGIC commands are the same on all cameras.”  Man kann nur hoffen, dass es tatsächlich gelingt, zum Beispiel aus einer 550D eine saubere HDMI-Ausgabe zu bekommen. Das würde diverse Probleme des Consumer-Codecs AVCHD definitiv verringern. Auch wenn kein RAW möglich wäre, wäre ein besserer Codec (DNxHD) mit höherer Bitrate und 4:2:2 ein grandioser Schritt nach vorne.

 

Man darf gespannt sein, was mit der stetigen Weiterentwicklung von Magic Lantern noch alles auf uns zukommt.
Wem Magic Lantern noch kein Begriff ist, aber trotzdem ein begeisterter Canon-DSLR Filmer ist, sollte sich schnellstmöglich deren Seite mal genauer anschauen. Deren Hacks bringen erstaunliche Möglichkeiten für z. B. eine 550D oder seit neustem auch einen Hack für die 5D Mark II, der Bitraten bis zu 76 mbps (Megabit per second) zulässt. Einen Hack für die 7D gibt es bis dato leider noch nicht.
Magic Lantern - Website

   

 

Scarlet-X - Kaufpreis und Cropfaktoren

 

Seit ein paar Tagen nun wurden die ersten Scarlet-X ausgeliefert. Die neue Kamera aus dem Hause RED liegt vor allem auch bei Independent-Filmern hoch im Kurs - das auch nicht zuletzt deswegen, weil man eine sehr hochwertige Kamera, für einen relativ niedrigen Preis bekommt. Trotzdem sollte man einige Dinge nicht außer acht lassen.

 

Der reine Body der Scarlet bewegt sich zwischen 9.750 USD für die Canon Mount Variante und 11.250 USD für
den PL-Mount. Falls man vielleicht schon im Besitz diverser RED-Ausrüstung ist, kein Problem. Falls nicht, kommt noch einiges an Kosten auf, bevor man eigentlich mit dem Filmen loslegen kann. Für die Starter-Packs, die eine gewisse Grundausstattung beinhalten, legt man schon knapp 4.000 USD mehr auf den Tisch. Das bewegt sich aber auf jeden Fall noch in einem akzeptablen Rahmen. Wer das Volle aus seiner Scarlet schöpfen will, gibt sich aber nicht mit Full-HD oder 2K zufrieden. Wer mit 4K drehen will, muss noch mal 4.750 Dollar in eine RED-Rocket investieren. Außerdem lohnt sich da noch, oder überhaupt im Allgemeinen, die zusätzliche Anschaffung von Akkus und Speicherkarten. Tonaci Tran, der als erster Kunde seine Scarlet-X bekam, testete wie lange die Scarlet im Standby-Modus mit einem vollgeladener RedVolt Akku aushält. Ergebnis: 36 Minuten (Quelle). Beim Starter-Set liegt eine 64GB Karte schon dabei. Für größte Speicherkarte, die Red im Moment zu bieten hat (256GB Speicherkapazität), legt man weitere 3.200 Dollar hin. Dazu kommt dann noch Standard-Ausrüstung wie Objektive, Stativ, Rig, etc. Dies macht deutlich, wie der relative niedrige Preis der Scarlet-X von  knapp 10.000 USD (Body + Canon-Mount) sich schnell mehr als verdoppeln kann. Ein weiterer interessanter Aspekt, den man bedenken sollte, wenn man mit niedrigeren Auflösungen filmt als 5K oder 4K: Hierbei wird einfach die Aufnahmefläche des 5K-Sensors gecroppt. So braucht man, wenn man in 2K drehen will, mit einer Äquivalentbrennweite von circa 50 mm, ein 16mmWeitwinkelobjektiv. Ein normales 50mmObjektiv entspräche bei 2K 162mm Brennweite. Phil Holland veröffentlichte dazu im RED-Forum ein paar sehr interessante Bilder. Die neben der Auflistung für Aufnahmezeiten und maximalen FPS für jede Auflösung, eben auch die Cropfaktoren und deren Auswirkungen berücksichtigt. Den Beitrag mit den ganzen Bildern findet ihr hier. Man sollte sich also insgesamt Gedanken darüber machen, ob sich ein Kauf der Scarlet-X für einen persönlich auszahlen wird. Da man, dreht man in 2K oder Full HD zum Beispiel, die Cropfaktoren bedenken sollte. Dreht man mit 4K, wird einiges an Rechenleistung für einen guten Workflow von Nöten sein. Da muss viel Geld in leistungsfähige Rechner hineingesteckt werden. Außerdem kommt der Preis der RED Rocket auch noch dazu. 

 

Ikonoskops A-cam dII 

News von der Zwei-Mann-Kameraschmiede Ikonoskop mit Sitz in Schweden. Beide leidenschaftliche Filmemacher machten vor allem mit ihrer Entwicklung und Einführung der A-cam SP-16 auf sich aufmerksam. Nun ist endlich die seit längerem angekündigte Kamera, die A-cam dII, lieferbar. Die A-cam dII besitzt einen 10,6 mm x 6 mm großen CCD-Sensor, das entspricht damit fast der Größe des alten 16mm-Films. Das Seitenverhältnis liegt nur knapp unter 1,78:1. Die Kamera bietet eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel und lässt die Wahl zwischen 1 bis 30 Bildern pro Sekunde zu. Besonders hochwertig ist aber die unkomprimierte RAW-Aufzeichnung im CinemaDNG-Format. Die einzelnen Bilder verfügen über eine Farbtiefe von 12 bit und sind jeweils um die 3,2 MB groß. Die Audioaufnahme erfolgt mit 48kHz in Stereo. Die A-cam dII ist recht spartanisch gehalten und besitzt nur die wichtigste Ausstattung, gerade mal drei Knöpfe und zwei Einstellräder sind auf dem Aluminium-Body zu finden. Der Farb-LCD des Suchers bietet eine Auflösung von 640x480 Pixel. Die interne Software dient vor allem zum Auslesen und Speichern der unkomprimierten RAW-Files im CinemaDNG-Format. Als Hilfestellung ist lediglich ein Histogramm für die Kontrolle der Belichtung an Bord. Die Kamera wird mit einem IMS-Mount ausgeliefert und bietet so die Möglichkeit, viele verschiedene Adapter an der Kamera zu verwenden. Den IMS zu PL-Mount Adapter gibt es zum Beispiel für 300 € auf der Herstellerseite. Die Speicherung des Materials erfolgt auf den von der Firma selbst entwickelten Speicherkarten, die es in einer 80GB- und einer 160GB-Ausführung gibt. Damit sind Aufnahmen bis maximal 15 bzw. 30 Minuten möglich. Hier empfiehlt es sich, gleich in mehrere Speicherkarten zu investieren, da es bis jetzt noch kein eigenes Kartenlesegerät dafür gibt (welches aber in Planung ist). Somit dauert es schon mal 2,5 Stunden, bis die 160GB Karte via USB-2.0-Anschluss, der sich an der Kamera befindet, vollständig auf den Computer geladen sind. Die A-cam dII ist mit IMS Mount zu dem Preis von 7700 € zu bekommen. Die entsprechende Memory Card kostet 590 € für 80GB und 990 € für 160GB. Der USB-Anschluss der Kamera macht es außerdem möglich, mit möglicherweise erscheinenden Firmware Updates die Kamera aktuell zu halten. Dass die beiden Firmenbesitzer auch ihn Zukunft nicht vom Bildschirm verschwinden werden, zeigt auch schon die Ankündigung der Entwicklung einer stereoskopischen Kamera, der A-Cam 3D. 

 

Lichtfeldkamera wird massentauglich

1826 wurde das erste Foto in der Geschichte geschossen, knapp hundert Jahre später kamen die ersten Kleinbildkameras auf den Markt und gegen 1990 begann die Digitalfotografie ihren unaufhaltsamen Aufstieg... Vielleicht erwartet uns schon im Frühjahr 2012 der nächste Meilenstein der Kameratechnik. Dann nämlich will die amerikanische Firma Lytro ihre eigens entwickelte Kamera auf den Markt bringen. Das Besondere: Es handelt sich um eine plenoptische Kamera (oder auch Lichtfeldkamera), die mithilfe eines speziellen Mikrolinsengitters auf Informationen über das Lichtfeld, also die Menge aller Lichtstrahlen durch jeden Punkt innerhalb einer Szene, zurückgreifen kann. Es entstehen mehrere klare Vorteile gegenüber herkömmlicher Fotografie: Anders als bei einer herkömmlichen Kamera, kann die Lichtfeldkamera neben den Informationen Lichtintensität und Farbe auch die Einfallsrichtung einzelner Lichtstrahlen erfassen. Dies ermöglicht es, in einem Bild Tiefeninformationen zu speichern. Man muss damit vor dem Auslösen nicht mehr fokussieren, sondern legt den Fokus später am Computer fest. Unbeabsichtigte Bildunschärfen und Auslöseverzögerung gehören damit der Vergangenheit an. Hersteller Lytro hat auf seiner Website bereits Bilder veröffentlicht, bei denen man sich selbst per Mausklick zwischen den Tiefenebenen bewegen kann (http://www.lytro.com/living-pictures). Technisch gesehen ist das Prinzip keine Neuheit. Das Revolutionäre an der Kamera von Lytro ist aber, dass das Prinzip der Lichtfeldkamera, das lange Zeit größeren Forschungseinrichtungen vorbehalten war, mit einem Preis ab 400 US-Dollar nun auch für den großen Markt der Amateur- und Hobbyfotografen zur Verfügung steht. Ein Merkmal, das bei der Entwicklung der Lytro im Vordergrund stand, ist eine einfache Bedienung. Dies wird daran deutlich, dass auf der Kamera nur zwei Knöpfe angebracht sind: Power und Auslöser. Hinzu kommen ein Regler für den 8-fachen optischen Zoom und ein Touch-Screen. Das Konzept ist gerade für den Hobbyfotografen vielversprechend. Ob bald auch der Profi-Bereich von der Technik profitieren wird und ob die Lichtfeldkamera eine neue Revolution in der Kameratechnik einzuläuten vermag, bleibt abzuwarten.

 

Canon EOS C300

4. November 2011; Man hat sich schon lange gefragt, weshalb ein Hersteller wie Canon, der sowohl digitale Videokameras, als auch digitale Spiegelreflexkameras anbietet, so lange zulässt, dass seine High-End-Spiegelreflexkameras mit Hilfe von externem Zubehör und unter Akzeptanz so mancher Kompromisse zum HD-Filmen verwendet werden, statt mit dem gebündelten Know-how aus beiden Bereichen eine ordentliche High-End-Videokamera herzustellen. Nun hat Canon diese Frage nachhaltig beantwortet, mit der Vorstellung der neuen EOS C300 in Hollywood. Dieser Profi-Camcorder kommt mit einem neuen CMOS-Sensor mit über 8 Megapixeln und kann im Super-35mm-Format in 2K-Auflösung aufzeichnen. Durch die Größe des Sensors fallen die einzelnen lichtempfindlichen Dioden größer aus und ermöglichen damit mehr Lichtempfindlichkeit und einen größeren Belichtungsumfang. Er ist 24.4x13.5 mm groß und damit nah am Super-35mm-Standard, größer als das APS-C-Format, aber kleiner als der Sensor in der Canon 5D. Wer mit der 5D gearbeitet hat, weiß, wie schwer es bei einem großen Sensor sein kann, mit der geringen Schärfentiefe bei Veränderungen im Bild Schärfe zu ziehen. Die Bildinformationen vom komplett neu entwickelten Sensor werden mit sehr hoher Geschwindigkeit ausgelesen, dreimal für jeden Farbauszug. Damit entfällt das aufwändige De-Bayering und so manche Fehlerquelle. Es entstehen drei saubere RGB-Informationen. CanonÜber die anvisierte Zielgruppe lässt Canon keinen Zweifel aufkommen: Professionelle und semi-professionelle Produktionen sollen mit dem neuen Arbeitsgerät drehen. Zubehör wie Follow-Focus oder Mattebox kann selbstverständlich von Drittherstellern verwendet werden.(Bild: Canon Deutschland)

Durch das schnelle Auslesen der Daten wird der oft kritisierte Rolling-Shutter-Effekt drastisch reduziert. Verarbeitet werden die Daten in Canons DIGIC-DV-III-Prozessor. Die Farbtiefe im MXF Standard beträgt 4:2:2 in der höchsten Einstellung, es kann aber auch mit MPEG 2 aufgenommen werden. Die maximale Datenrate liegt bei 50 Mbps, aufgezeichnet werden kann auf CF Karten. Hierfür stehen zwei Kartenslots zur Verfügung. Ein SDI-Ausgang erlaubt externe Aufzeichnung der Signale in höchster Qualität. Selbstverständlich hat die Kamera ein Wechselbajonett und kann Canon-EF-Objektive aufnehmen. Hier wird es dank intelligenter Steuerung möglich, Kenndaten der Objektive (Brennweite, Blende etc.) mit in die Videofiles zu schreiben. In einer zweiten Variante ist die Kamera aber auch mit PL-Mount zu haben und wildert damit eindeutig im bisher von RED, ARRI ALEXA, SONY F3 und Co besetzten Gefilden. Damit wird es möglich, auch Objektive aus dem Filmbereich weiterzuverwenden. Überhaupt war das Handling beim Design des Gehäuses ein wichtiges Thema, diverse Anbauteile wie Handgriff, Monitor etc. lassen sich sehr vielseitig von der Anbringung her variieren. Auch an diverse Auslöser wurde gedacht, damit die Kamera von vielen Seiten aus gut bedienbar ist. Neben 59,41i, 50,00i, 29.97P, 25,00P und 23,98P gibt es auch einen 24p-Modus speziell für Kinoproduktionen. Auch Zeitlupe und Zeitraffer sind möglich. Um sowohl eigene Objektive, als auch klassische, vielleicht bereits vorhandene Filmobjektive verwenden zu können, wird die Kamera in zwei unterschiedlichen Versionen erscheinen: mit PL-Mount und mit Canon-EF-Mount.
(Bild: Canon Deutschland)

Und um auch ein weiteres wichtiges Thema nicht den Zubehör-Herstellern zu überlassen, bringt Canon auch gleich noch einen Satz neuer Objektive heraus, die beiden Zooms CN-E 14,5-60mm mit T2,6 sowie CN-E 30-300mm T2,95-3,7 sowie drei Festoptiken - CN-E 24mm T1.5 L F, das CN-E 50mm T1.3 L F und das CN-E 85mm T1.3 L F. Selbstverständlich kann man gängige Zubehörteile wie Follow-Focus oder Mattebox an die neue Kamera anbringen, eine wichtige Voraussetzung für professionelles Arbeiten. Lieferbar sind die ersten Geräte bereits im Januar 2012, als Preis sind 20.000 USD genannt, ein stolzer Preis, auch wenn man bedenkt, was die RED Scarlet kostet, die ist bereits ab 9.000 USD zu haben.. Andererseits ist Canon ein sehr erfahrener Hersteller, der Workflow und das Handling dürften ausgereifter sein als bei einer RED.