Arri

  • Aufnahmeformate

    Da besteht ein ziemliches Durcheinander bei den Formaten, wie und worauf man Kinofilme drehen sollte. Wir schaffen den Überblick

  • Breitwand

    Anamorphot ObjektivAls Fernseher zur ernsthaften Konkurrenz wurden, erschuf das Kino die breite Leinwand. Warum Cinemascope & Co noch heute faszinieren...

  • HMI Licht

    HMI ScheinwerferWer hohe Lichtausbeute und Qualität sucht, für den sind HMI Scheinwerfer noch immer eine gute Wahl. Wie funktionieren sie, was muss man beachten?

  • Intelligente Objektive

    Ja zugegeben, irgendwie ist heute fast in Allem Intelligenz drin, doch wozu braucht man und was können eigentlich intelligente Objektive?

  • Kamera

    Einführung

    Arri Amira Digitale Filmkamera

    Arri Amira, digitale Kamera aus dem Profilager

    Wenn Menschen das Kino verlassen, werden es Gefühle, vor allem aber Bilder sein, die sie mit nach Hause nehmen und vielleicht für lange Zeit im Herzen tragen werden.

    Das visuelle Zeitalter basiert im Wesentlichen auf Erfindungen des 19ten und 20ten Jahrhunderts. Was lange Jahre mühsam an verschiedenen Punkten der Welt entwickelt werden musste, steht uns heute wie selbstverständlich zur Verfügung. Visuelle Sprache in den Medien ist universell geworden und bestimmt unseren Alltag mehr und mehr.

     

    Technik und Gestaltung

    In diesem Bereich geht es vor allen Dingen um die technischen Seiten der Bildgestaltung, aber wer etwas über Bildgestaltung erfahren möchte, sollte sich nicht scheuen, einen Blick auf die Meister der Malerei zu werfen. Durch ein grundlegendes Wissen um die Farben, Lichttheorien und Kompositionen, kann man das erforderliche filmtechnische Basiswissen viel besser zuordnen.

     

    Darüber hinaus lassen sich technische Gegebenheiten besser in gestalterische Regeln übertragen und die verschiedenen Formate und Verfahren unterscheiden. Nur wer die Möglichkeiten, Stärken und Schwächen der Film-, Ton-, und Videotechnik kennt, hat die Möglichkeit seine Vorstellungen auch optimal umzusetzen.

     

    Super 16 Filmkamera von Arri

    Fluch und Segen heutiger Mikroprozessoren, welche auf Wunsch dem  Anwender zahlreiche Einflussmöglichkeitenauf die Bildgestaltung abnehmen, wollen sorgfältig abgewogen werden. Nicht immer ist die manuelle Einstellung von Belichtung, Schärfe oder Tonpegel der beste Weg.

     

    Die Hintergründe von Film und Video zeichnen zugleich die Chancen und Grenzen auf, welche Variationen der gestalterischen Umsetzung im jeweiligen Medium möglich sind. Die konstante technische Entwicklung erweitert unsere Freiräume, doch nicht immer sind scheinbare Innovationen wirkliche Fortschritte in Hinblick auf die Qualität.

     

    Erreichbare Produktionstechnik

    Kleinere und größere technische Veränderungen führten auch zu einer Demokratisierung der Produktionsmittel.

    Filme können seit einigen Jahren auch ohne millionenschwere Gerätetechnik in professioneller Weise produziert werden. Es begann mit dem HDV-Format welches Mini DV ablöste und für Low-Budget Produktionen auf Video, neue Dimensionen der Bildqualität eröffnete.

     

    Kameras mit höherwertigerer Aufzeichnung etwa im P2 Format zeigten den Weg hin zu bezahlbaren Aufnahmen in professioneller Qualität. Wünsche nach mehr "Filmlook" ließen Einchip-Kameras mit größerem Sensor entstehen. Über den Umweg adaptierter DSLR Fotoaaparate kamen dann auch Videokameras mit größeren Chips auf den Markt. Unkomprimierte HD, UHD, 4K bis hin zu 8K Signale wandern auf die immer größer werdenden Speicherkarten, die Entwicklung schreitet in großen Schritten voran.

     

    Nach einem Hype um 3 D ist es wieder etwas realistischer geworden in der Welt der Kamerazukunft. Neue VR Kameras kämpfen um Marktanteile. Es bleibt spannend, wir zeigen Ihnen, weshalb.

     

    Kapitel im Bereich Kamera

     

    Kapitel Kamera

     


     

    Zu diesem Thema finden Sie natürlich wichtige Kapitel auch in den Bereichen Licht, Filmgestaltungund Berufsbilder.

     

    Kamera studieren kann man an zahlreichen Filmhochschulen.

    Professionelle Arbeitsweisen erlernen Sie in unseren "hands on" Workshops Licht und Kamera.

     

     

  • Kamerageschichte: Arri

    Der Weg von einfachen Holzkameras zu Spiegelreflexsystemen wurde vor allem durch eine Firma geprägt: Arri. Sie wird im September 100 Jahre alt.

  • Kamerakran

     

    Technocrane

    SuperTechno 30"

    Kamerakräne erlauben es zunächst einmal, die Kamera höher zu positionieren, als es mit einem Stativ möglich wäre. Zudem können wir Personen oder Gegenstände unmittelbar unter der Kamera aufnehmen, eine Perspektive welche mit Dollies oder Stativen unmöglich wäre. Auch die Ausrichtung und Umpositionierung geht vergleichsweise schnell, bei Schienen müsste man erst wieder den ganzen Aufbau verschieben und die Schienen neu mit der Wasserwaage ausrichten.

     

    Gerade in einem zweidimensionalen Medium wie Film und Video können Aufnahmen vom Kran deutlich mehr räumlichen Eindruck erzeugen.

     

    Aufbau

    Klassische Studio oder Location-Kräne bestehen in der Regel aus mehreren Komponenten:

     

    Die Basis, welche statisch oder auch fahrbar sein kann

     

    Den Arm, der die eigentliche Höhenveränderung ermöglicht

     

    Die Gegengewichte zum Ausgleich zu Kamera und ggf. Operator

     

    Der Leveling- Arm, ein kürzerer Zusatzarm, welcher dafür sorgt, dass der Schwenkkopf bei Höhenveränderungen den gleichen Winkel behält.

     

    Kräne nutzen die Hebelgesetze aus und ermöglichen durch die Gegengewichte zu Kamera und ggf. Operator eine leichte Bewegung, leichtes Anfahren und leichtes Abbremsen der Kranfahrt. Es ist die Schwungkraft, welche ein sanftes Anfahren und Abbremsen ermöglicht. Selbst wenn man die Höhe nicht verändert, erlauben Kräne elyptische Bewegungen die man mit Schienen nicht realisieren kann.

     

    Technocrane Gegengewichte

    Gegengewichte des SuperTechno 30"

    Bereits die richtige Position zum Aufbau der Basis benötigt eine Menge Erfahrung. Zu wissen von welchem Punkt aus man die optimale Kranbewegung erzielen kann, erfordert viel Erfahrung und Übung. Da der Arm bei einer horizontalen Bewegung die Position der Kamera verändert, ist der richtige Basispunkt von größter Bedeutung um gute Anfangs- und Endpositionen der Kranfahrt zu erzielen.

     

    Fahrten

    Kranfahrten sind im Prinzip Kamerafahrten in der vertikalen Ebene. Diese Bewegungsart ist für den Menschen eher ungewöhnlich und entspricht weniger unserer Raumerfahrung. Bestenfalls das Treppensteigen, Klettern oder Fahrstuhlfahren ähnelt dieser Art von Bewegung.

     

    Sie ermöglichen dem Zuschauer Sichtweisen, die eine ungewöhnliche Perspektive wiedergeben, die sonst vielleicht nur Vögel haben. Kranfahrten können Personen in der vertikalen Ebene verfolgen, etwa wenn die Filmfiguren Treppen steigen, klettern etc. Oder aber sie sind nicht durch die Bewegung der Darsteller motiviert und haben filmsprachliche Qualitäten.

     

    Annäherung und Entfernung

    DOP Stephan Spreer auf Plattform eines Pegasus-Kamerakrans

    DOP Stephan Spreer auf Plattform eines Pegasus-Kamerakrans, hier bei Dreharbeiten zu "Midsommar-Stories"

    Man kann sich durch eine Kamerafahrt von einem erhöhten Standpunkt aus einen Überblick über die Örtlichkeit verschaffen und sich dann einer oder mehreren Personen oder einem bestimmten Motiv nähern. Sie gewährt zu Beginn eine Übersicht, eine Vogelperspektive und nähert sich dann der Handlung. Diese Art von Kamerafahrt eignet sich besonders für Film- oder Szenenanfänge.

     

    Die umgekehrte Fahrt von einer Person oder einem Motiv weg in die Höhe und zu einer Totalen wird gerne ans Ende eines Filmes oder einer Szene gestellt. Damit entfernt man sich quasi von einem Geschehen, einer Figur oder einer ganzen Geschichte. Es ist eine Art Abschluss. Filmsprachlich kann dies eine Art Lösung, ein sich Entfernen, einen Abschied bedeuten. Zugleich werden die Menschen, die man eben noch aus der Nähe gesehen hat, immer kleiner, vielleicht auch unwichtiger oder verlorener. Kranfahrten die sich entfernen, hinterlassen so ein Gefühl von Lösung von den Filmfiguren und der Örtlichkeit sagen uns "So ist das Leben".

    Beispiel: Léon- der Profi (Luc Besson) Mathilda geht von der Schießerei fort.

     

    Kameraführung

    Kamerakran einrichten

    Die Kamera wird auf der Plattform eingerichtet

    Während einer Kranfahrt verändern sich diverse Parameter. Wird etwa der Kranausleger horizontal bewegt, verändert sich der Bildausschnitt so als würde man mit einem Schwenkkopf auf einem Stativ horizontal schwenken. Will man bei der Aufnahme aber den Ausschnitt halten und nur die Perspektive und den Aufnahmewinkel verändern, muss der Schwenkkopf am oberen Ende des Krans nachgeführt werden.

     

    Ähnliche Wirkung hat die vertikale Kranfahrt, man verliert das eingerichtete Motiv unweigerlich aus dem Kameraausschnitt, sobald der Kran seine vertikale Position verändert. Auch hier muss in den meisten Fällen die Kamera nachgeführt werden um das Motiv nicht zu verlieren.

     

    Die meisten Kranfahrten lassen sich bewerkstelligen, ohne dass die Basis bewegt wird. Wenn sich nicht nur der Arm des Krans bewegt, sondern die Basis fahrbar ist und ebenfalls bewegt wird, ist jede Menge Koordination erforderlich, um saubere, sinnvolle Bilder herzustellen. Saubere Fahrten können eigentlich nur auf Schienen bewerkstelligt werden, die zudem sehr präzise ausbalanciert sein müssen. Der Arm des Krans verstärkt nämlich jede Ungenauigkeit extrem.

     

    Je weiter die Objekte entfernt sind, die man aufnimmt, desto geringer ist der plastische Effekt, den eine Kranfahrt bewirkt. Objekte oder Personen in der Nähe der Kamera ergeben die stärkste räumliche Wirkung.

     

    Schärfe

    Damit die veränderten Abstände vom Objekt bei einer Kranfahrt berücksichtigt werden können, ist in der Regel eine Schärfezieheinrichtung erforderlich, die fernbedient werden kann. Kameraseitig sind Objektive notwendig, die Zahnkränze besitzen, an die man die fernbedienbaren Motore anflanschen kann.

     

    Klassische Kräne

    Kranabbau

    Kamerastudenten der Macromedia bei Zusammenbau eines Panther Krans

    Klassische Kamerakräne (z.B. Chapman "Titan", Movietech "Felix", Panther "Galaxy", ) sind recht massiv und erlauben es in den meisten Fällen, dass ein Operator auf der Plattform des Armes sitzt und das Bild direkt gestaltet. Dies ist und bleibt die beste Methode der Bildgestaltung, sie ist am organischsten und liefert die besten Ergebnisse.

     

    Der Operator sitzt auf einer Plattform und gleicht mit dem Schwenkkopf die Bewegungen des Kranes so aus, dass der gewünschte Bildausschnitt erreicht wird.

     

    In der einfachsten Variante ist bereit der Jib- Arm, den man auf einen Dolly montieren kann ein Kran, mit dem man etwa 2-3  Höhenmeter überbrücken kann.

     

    Es gibt auch kompakte Kräne wie etwa den "Felix" von Movietech, der sich trotz Plattform für Kameraleute sehr klein zerlegen lässt und sogar in einen PKW passt.

     

    Teleskopkräne

    Teleskopkrann

    Teleskopkräne ermöglichen Höhenveränderungen auf kleinstem Raum und mit hohen Geschwindigkeiten

    Hier hat sich besonders die Firma Technocrane (z.B. Supertechno) einen Namen gemacht und Horst Burbulla als Entwickler der Teleskopkräne sogar einen Technik-Oscar erhalten. Die Erfindung dieses Kamerakrans geschah für ein eigenes Filmprojekt von Burbulla, bei dem der Drehort nicht ausreichend Raum für einen normalen Kran anbot. So entwickelte er den ferngesteuerten Teleskopkran für sein Vorhaben. Aus der Einzelanfertigung wurde rasch die Serienproduktion und heute gehören diese Kräne mit zum Repertoire der Kamerabühne weltweit.

     

    Sie ermöglichen durch eine veränderbare Länge des Armes durch Teleskopelemente Kamerafahrten auf kleinstem Raum und mit hohen Geschwindigkeiten ohne die Kranbasis zu verändern. Die Aufbauzeiten von Teleskopkränen sind deutlich niedriger als die von herkömmlichen Kamerakränen.

     

    Die aufsehenerregenden elektronisch gesteuerten Kamerafahrten in Filmen wie Spiderman, Matrix oder Roger Rabbit wären ohne die Teleskopkräne kaum möglich gewesen. Besonders eindrucksvoll sind die schnellen Rückwärtsfahrten, die sich mit diesen Kränen verwirklichen lassen.

     

    Leichtkräne

    Seit einigen Jahren erfreuen sich sogenannte Leichtkräne (z.B. "Speedy" von ABC, "CamCrane EFP" von Sachtler oder "Pixy" von Panther) größter Beliebtheit. Sie sind wie der Name schon sagt, sehr leicht, meistens aus Kohlefaser oder Leicht-Aluminium (Flugzeugbau) gefertigt, lassen sich sehr kompakt zusammenlegen und können von einer Person getragen werden. Leichtkräne können auf die Schalen von Kamerastativen oder Dollies (150er Schale) montiert werden und erreichen Kranlängen von etwa 6 bis 9 Metern.

     

    Es versteht sich von selbst, dass hier nur die Kamera in die Höhe bewegt wird, der Operator bleibt am Boden und überwacht und steuert die Bildgestaltung mittels einer Steuerung und eines Monitors. Bei den meisten Leichtkränen kann man vorwählen, ob die Kameraposition beim verändern der Höhe konstant bleibt, oder ob diese automatisch mitgeneigt wird.

     

    Diese mechanische Anpassung der Neigung ist häufig anzutreffen, das gleichzeitige Schwenken in der Horizontalen Ebene ist dagegen schon aufwändiger. Hochwertige professionelle Leichtkräne arbeiten mit fernbedienbaren Schwenkköpfen, sogenannten Remote-Heads, die dann alle Schwenkoptionen eines normalen Kopfes zulassen.

     

    Die Fernbedienung kann über Kabel oder Funkfernsteuerung erfolgen, die angepasste Neigung geschieht meist mechanisch über Seilzüge.

     

    Bei Leichtkränen kann es vorkommen, dass die Führung des Armes am unteren Ende zu empfindlich reagiert. Da kann es helfen, wenn man den Arm näher an der Basis bewegt.

     

    Skylift

    Arbeitsbühne

    Um von einer erhöhten Position aus zu drehen oder auszuleuchten, reichen Arbeitsbühnen

     

    Wenn keine Kranfahrt, sondern lediglich ein Dreh von einer erhöhten Position gewünscht ist, kann auch eine Hebebühne oder ein Skylift verwendet werden. Diese selbstfahrenden Arbeitsbühnen gibt es nicht nur bei diversen Mietfirmen, sondern auch bei der Stadt. Damit werden Straßenlaternen gewartet oder bei den Verkehrsbetrieben Oberleitungen von Straßenbahnen repariert.

     

    Sie sind aber in der Regel nur als erhöhte Position für Kameraaufnahmen oder die Positionierung von Scheinwerfern geeignet, Bewegungen und Höhenveränderungen bei laufender Kamera kann man damit nicht so sinnvoll ausführen, weil die Plattformen zu sehr schwanken.

     

    Einzige Ausnahme sind Aufnahmen mit einer Steadicam,- hier gleicht das Kamerastabilisierungssystem die Schwankungen eines Skylifts aus und erlaubt damit die Verwendung dieser preiswerten Kranvariante.

     

    Sicherheit

    Teleskopgewichte

    Basis und Gegengewichte eines Teleskopkrans

    Große Kamerakräne bewegen erhebliche Gewichte,- kein Wunder können sie doch Kamera und Operator tragen und durch entsprechende Gegengewichte ausgleichen. Durch ihre Beweglichkeit stellen sie zugleich ein erhebliches Gefahrenpotential dar.

     

    Sie sollten also darauf achten, dass sich niemand im Bewegungsbereich des Krans befindet, außer dem Kamerabühnenmann, der den Kran bedient. Der Hub- Schwenk und Fahrbereich sollte unbedingt freigehalten werden.

     

    Die Basis sollte stets absolut sicher und auf geradem Untergrund stehen. Unebenheiten müssen mit stabilen Holz- oder Steinplatten ausgeglichen werden.

     

    Es kommt immer wieder vor, dass Leute aus dem Team, vor allem unerfahrene, Praktikanten, ja sogar Schaulustige unter dem Ausleger des Krans stehen und damit gefährdet sind, verletzt zu werden.

     

    Am Besten ist es, den Gefahrenbereich mit einem Absperrband zu sichern, so lassen sich Unfälle vermeiden. Eine besondere Gefahrenquelle bei der Arbeit mit Kränen sind Stromleitungen. Sowohl Überlandleitungen als auch die Oberleitungen von Straßenbahnen sind ein absolutes Tabu für den Aufbau von Kränen. Auch wenn Sie gar nicht beabsichtigen, den Kran so hoch zu bewegen, bauen sie ihn niemals unter Stromleitungen auf. Der Arm des Kranes muss eine Hochspannungsleitung gar nicht berühren, um zur tödlichen Gefahr zu werden. Spannungen können bis zu einem Meter weit überspringen und sind unkalkulierbar.

     

    Seil-Tricks

    Wem die Erfahrung mit der richtigen Platzierung von Kränen fehlt, der kann sich mit der Seil-Methode helfen. Man schneidet ein Seil in der Länge des Kran- Armes zurecht und macht an dem Punkt, wo der Arm auf der Basis sitzt, einen Knoten. Dann hält jemand das Seil am Knoten fest und stellt sich an die Position wo die Basis aufgestellt werden muss. Anschließend kann man das obere Ende des Seils, also dort wo beim Arm die Kamera wäre, bewegen und schauen ob man von den erreichbaren Punkten aus, den Bildausschnitt erreicht, den man sich vorstellt. Dazu kann man die Kamera oder einem Motivsucher verwenden. Kriegt man von dort seinen gewünschten Ausschnitt nicht, muss man die Basis verändern. Will man die Höhe simulieren, kann eine Trittleiter helfen. Auch wenn es vielleicht etwas albern aussieht, der Umbau einer falsch platzierten Kranbasis braucht ein Vielfaches an Zeit.

     

    No-Budget Kran

    Wer mit einer Steadicam dreht, kann auch mit Hilfe eines Baustellenbrettes und mehreren Praktikabeln eine Rampe bauen, auf der ein Operator hinauf oder Herabgehen kann. Damit lassen sich kleinere Kranfahrten erzeugen.

     

    Wer ruhige Hände hat und mit einer Videokamera mit Klapp-Display dreht, kann die einfachste Variante einer Kranfahrt quasi aus dem Stand heraus machen. Man hält die Kamera mit beiden Händen- linke Hand am Display, rechte Hand am Kameragriff (Schlaufe), geht in die Knie und beginnt mit der Aufnahme. Dann geht man langsam in den normalen Stand über, hebt die Kamera am Oberkörper hoch bis sie schließlich über dem Kopf am ausgestreckten Arm ist. Mit der linken Hand dreht man dabei das Display jeweils so mit, dass man den Ausschnitt stets sehen kann.

     

  • Kameras Kalkulation

    Kernkosten

    Besonders interessant bei einer Kalkulation ist stets der Bereich Kamera und Zubehör. Hier einige Beispielpositionen einer Spielfilmproduktion, die auf Super 16 gedreht wird. Drehzeit: 34 Tage. Auch wenn inzwischen fast ausschließlich digital gedreht wird, ist das Prinzp das Gleiche wie bei einer klassischen Filmkamera.

     

    Meist besteht das Equipment aus weit mehr Bestandteilen, als jene, die man in der Kalkulation auflisten kann. Da kommen ganz leicht 50 Positionen zusammen, denn auch der Bereich Kamera hat sich zu einem High-Tech Unternehmen entwickelt. Doch da es niemand zuzumuten ist, innerhalb einer Kalkulation unzählige Einzelpositionen zu lesen, werden nur die wichtigsten und teuersten Bestandteile aufgeführt und Kleinteile summiert. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie jeden Zoomhebel, jedes Schräubchen in die Kalkulation hineinschreiben. So listet man beispielsweise nicht alle Standardfilter für die Kamera (82er, 85er, ND, Fog etc.) einzeln auf, sondern schreibt einfach fünf Filter in die entsprechende Zeile. Genauso kann man natürlich auch Optiken etc. aufsummieren.

     

    Die Positionen in CineCalc erklären sich von selbst. Die Zahl der Drehtage muss eingegeben werden und auch der Tagespreis entsprechend der Preisliste des Verleihers. Unterhalb jeder Kalkulationsposition befindet sich ein Feld zur Eingabe von Rabatten. Hier kann der Prozentsatz eingegeben werden, den einem der Geräteverleih als Nachlass einräumt. Nur die rabattierte Summe wird dann in die Zusammenfassung der Kosten automatisch übernommen.

     

     

    Die Tongeräte werden natürlich ähnlich wie die Kameraseite behandelt. Das bedeutet, auch hier gibt es weitere Positionen für Zubehör wie Mikrofone, Korbwindschutz, Funkmikros, Angeln etc. Und diese werden natürlich in gleicher Weise rabattiert. Eigentlich lassen viele Verleiher über gewisse Preisnachlässe mit sich reden. Kaum jemand zahlt den vollen Mietpreis.

     

    Sehr deutlich kann man erkennen, welch hohen Kostenfaktor gute Objektive darstellen. Und auch die Video-Ausspiegelung (video assist) im Bereich zusätzliche Kameraausrüstung ist sehr teuer. Die fällt glücklicherweise bei heutigen Digitalkameras weg. Natürlich gehen davon auch wieder Rabatte ab, aber dennoch sind es relativ hohe Kosten. Deshalb kann es in manchen Bereichen sogar sinnvoller sein, Equipment selbst zu kaufen, statt es zu mieten.

     

     

  • Kamerasucher

    Welche Vorzüge haben die optischen Sucher, die aus nahezu allen Kameras weitgehend verschwunden sind? Nur eine Firma baut sie noch.

  • Kameratechnik

    Standards

    35mm Film

    35mm Filmstreifen,- ein Standard, der über ein Jahrhundert überdauerte

    Im ersten Jahrhundert des Films und seiner Technik sah es auf Grund glücklicher Fügung und so mancher Monopole so aus, als wenn dem Kino etwas in der Industrie recht seltenes, nämlich ein weltweiter Standard gelungen wäre.

     

    Sieht man einmal von den ersten paar Jahren ab, in denen es unterschiedlichste Filmbreiten, Bildfrequenzen und sowohl runde als auch eckige Perforationen gab, so hat sich recht schnell jener Abstand zwischen Daumen und Zeigefinger, den Edison George Eastman, dem Erfinder des Zelloloidfilms als Breite vorgab, etabliert, nämlich genau 35mm. Sogar die Fotografie und nicht zuletzt die legendäre Leica Kleinbild-Sucherkamera übernahm dieses Format um damit kompakte Fotoapparate produzieren zu können.

     

    Filme die in diesem Format (damals noch mit breiterem Bild weil "old silent frame" ohne Lichttonspur), irgendwo auf der Welt gedreht wurden, konnte man in allen Kinos weltweit auch wieder abspielen, ein großer Vorteil wenn nicht gar die Voraussetzung für die Verbreitung dieses Mediums. Und selbst heute noch werden teure Kinoproduktionen zu Archivzwecken auf 35 mm Film kopiert, auch wenn die Filme in den Kinos längst digital gebeamt werden.

     

    Neue Zeiten

    Kamerasensor

    Bauteil: Kamerasensor

    Mit der Digitalisierung und dem langsamen Aussterben des Analogen Films ist dieser Hauptvorteil des Films verloren gegangen, die digitale Distribution kennt viele Unterformate und Kodierungen, kennt unterschiedlichste Kopierschutzmechanismen und Auflösungen. Die verschiedenen Hersteller wollen ihre Produkte möglichst durch eigene Codecs unterscheidbar und untereinander inkompatibel machen.

     

    DCP (Digital Cinema Package) ist nicht gleich DCP, das wissen erfahrene Filmvorführer schon lange. 2K, 4K oder gar 8K, zweidimensional oder in 3D, mit unterschiedlichsten Schlüsseln zum Abspielen auf einem Kinobeamer.

     

    Noch komplizierter als die Wiedergabe ist jedoch die Aufnahmeseite, hier gibt es eine Vielzahl von Auflösungen, Chipgrößen, Codecs, Farbtiefen und Bildseitenformaten. Um sich in diesem Dschungel zurecht zu finden, ist schon eine ganze Menge Grundlagenwissen notwendig, welches wir auf den Seiten zur Kameratechnik vermitteln.

     

    Da kann man fast von goldenen Zeiten sprechen, als man noch analog gedreht hat, und die Filmrolle 16 oder 36 mm in nahezu jede Kamera einlegen konnte. Lediglich die Kameras in den kommunistischen Ländern arbeiteten mit einer anderen Perforation, ein Versuch zu verhindern, dass kapitalistisch produziertes Rohfilmmaterial durch sozialistische Kameras laufen könnte...

     

     

    Kapitel im Bereich Kameratechnik

     

    Zu diesem Thema finden Sie natürlich wichtige Kapitel auch in den Bereichen Licht, Filmgestaltungund Berufsbilder.

     

    Kamera studieren kann man an zahlreichen Filmhochschulen.

     

    Weitere Artikel zu aktuellen Geräten finden Sie unter Tech-News und unter "Neue Gadgets"

     

  • LED-Scheinwerfer

    Mehr und mehr drängen LED Scheinwerfer auf den Markt. Aber was taugen sie und sind sie wirklich so effizient, wie behauptet?

  • Lemostecker

    Profigeräte wie Kameras oder Soundrekorder besitzen häufig High-Tech Stecker von Lemo. Wie kann man diese selber verbauen?

  • Licht

    Ohne Licht geht’s nicht

    Filmset

    Lichtstimmungen sind für Filmszenen enorm wichtig,- sie unterstreichen die Situation und die Emotionen der Filmfiguren

    Welche Geschichte Sie auch immer erzählen wollen, es ist das Licht, welches sie sichtbar werden lässt. So wie die Sonne die Welt zum Leben erweckt, bekommt ein Film erst durch das Licht Atem eingehaucht.

     

    Während die Pioniere des Films ganz direkt auf die Sonne angewiesen waren (nicht ohne Grund wurden die amerikanischen Stummfilm-Studios im sonnigen Kalifornien angesiedelt und Dekors unter freiem Himmel aufgebaut und bei uns in Europa Glashäuser als Studios gebaut), sind wir heute durch die technische Entwicklung in der Lage, großen Einfluss auf die Art und Anwendung künstlichen Lichts zu nehmen. In diesem Bereich des Movie-College werden Sie wichtige Grundlagen über natürliches und künstliches Licht erfahren.

     

    Erfahren Sie mehr über die Geräte, die Methoden und Tricks, Licht gezielt für die filmische Wirkung zu gestalten.

     

    Ausleuchten

    Wandlampen

    Die Lichtführung hat heute unzählige Instrumente zur Verfügung. Aufgrund der verbesserten Filmmaterialien (höhere Empfindlichkeit bei kleinerem Korn) bzw. verbesserter Sensoren in den Videokameras sind auch die erforderlichen Scheinwerfer kompakter geworden. Sogar LEDs können heute die Leistungen von Halogen- und HMI- Scheinwerfern erreichen.

     

    Sie liefern eine höhere Lichtausbeute, erzeugen weniger Hitze als frühere Versionen. Außerdem bieten sie konstante Farbtemperaturen und sind sogar (in Grenzen) in der Helligkeit regelbar.

     

    Die bewährten Gesetze der Lichtführung, mit denen auch schon vor 70 Jahren erfolgreich gearbeitet wurde, haben auch in der heutigen Zeit noch ihre Gültigkeit. Sie haben mit dem natürlichen Sehempfinden, mit der alltäglichen Erfahrung des Sonnenlichtes und kulturellen Gegebenheiten zu tun.

     

    Licht-Gestaltung

    Künstliches Licht- Eine Welt für sich

    Künstliches Licht - eine Welt für sich...

    Wer offenen Auges durch die Welt geht, das natürliche Licht beobachtet und analysiert, der kann auch erlernen, es am Set mit Scheinwerfern nachzubilden und seinen Ausdruck zu steuern (s. Lebendiges Licht). Oft genug sehen Filme, die für das Fernsehen produziert werden, recht flächig und hell aus.

     

    Das liegt daran, dass die Kameraleute bei Ausleuchten ängstlich mit den Kontrasten und der Dunkelheit umgingen. Sie haben vermutlich zu häufig von Produzenten und Redakteuren Beschwerden zu hören bekommen, die Darsteller seien ja kaum zu erkennen gewesen. Deshalb wird häufig alles gleichmäßig hell gemacht, auch wenn dabei jede Atmosphäre verloren geht. Im Kinofilm traut man sich viel mehr, Licht gehört dort selbstverständlich zur Filmsprache dazu.

     

    Die Wahl der Mittel

    LED Headlight

    LED Headlight

    Das Licht ist für den/die Kameramann/-frau wie die Farbe für Maler. Die Güte eines Filmes hängt ganz entscheidend von der Lichtgestaltung ab. Es lohnt sich unbedingt, hier tiefer in die Materie einzusteigen. Die neuen Entwicklungen in der Lichttechnik helfen bei der Lichtgestaltung ungemein, es wird immer leichter, die Lichtquellen klein und kompakt aufzubauen.

     

    Auf die Wahl des Equipments hat nicht zuletzt auch das Budget Einfluss. Selbstverständlich erklären wir an dieser Stelle den Umgang mit Profi-Equipment aller Art. Unter dem Menüpunkt Licht finden Sie zahlreiche Artikel zu Technik und Gestaltung.

     

    Doch nicht alles, was fein, klein und effektiv ist, kostet Unsummen. Mit etwas Geschick kann man sich auch für wenig Geld einen kleinen Licht-Park zusammenstellen, mit dem es sich drehen lässt. Selbst mit Reflektoren kann man bereits hervorragende Ergebnisse erzielen, auch ohne Licht-LKW. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

     

    Kapitel im Bereich Licht

     

    Natürlich finden Sie auch in anderen Abteilungen jede Menge technisches und gestalterisches Hintergrundwissen.

     

    Hier finden Sie unter Filmgestaltung, Kamera, Regie, Schauspiel,Ton und Postproduktionwichtige Basics.

     

     

     

  • Mavo 6K Kameras

    Der chinesische Kamerahersteller Kinefinity hat zwei neue Kameras in 6 K angekündigt, eine davon in Arris LF Format...

  • Meine Presets

    Früher musste man sein Filmmaterial gut kennen, heute seine Presets in den Menüeinstellungen

  • NAB: ARRI ALEXA SXT W

    Der Münchner Kamerahersteller legt mit einer Drahtlos-Variante der populären Alexa nach

  • Netflix kurze Kamera-Liste

    Der Streaming-Riese will auf 4K setzen und hat eine erstaunlich kurze Liste der akzeptierten 4K Kameras für Programminhalte veröffentlicht

  • Neues Arri Alexa Format

    Auf der größten britischen Film,- und Fernsehmesse, der BSC hat Arri eine 4K Alexa mit neuem Mount und größerem Sensor vorgestellt

  • Schärfe ziehen

    An professionellen Filmsets wird die Schärfe mit der Hand gezogen. Warum ist das so und wie wird es gemacht?

  • Technews Kamera