Studententeam

Victoria Abelmann-Brockmann, Sandro Kirtzel und Klaus Neumann am Set der Münchner Filmstudenten der Macromedia

 

Die Drehworkshops im Münchner Macromedia-Filmstudiengang sind traditionell eines der Highlights im zweiten Semester. Studierende des zweiten Semesters Film und Fernsehen gehen mit ihrem Professor auf Dreh on Location. Dabei werden sie unterstützt von Studierenden des vierten Semesters, die als Tutoren dabei sind. Bereits in der Vorbereitung hat Herstellungsleiterin Doris Wedemeier mit den Studierenden Drehbuchszenen so vorbereitet, dass Drehpläne, Dispos und Drehgenehmigungen erstellt bzw. eingeholt wurden.

 

 

Aller Anfang...

Der erste Drehtag am Pasinger Bahnhof beginnt am Gleis für die Fernzüge mit einer Totalen vom Nachbarbahnsteig. Neben dem Kameramann Thomas Merker, der den ersten Tag als Kameradozent dabei ist, begleitet Regieprofessor und Gründer des Studiengangs Film und Fernsehen an der Macromedia, Mathias Allary den Workshop.

 

Parallel dazu dreht die zweite Hälfte des Jahrgangs mit Kameraprofessor Leuthner und Gastdozent Politz in einem in der Hochschule gebauten Krankenzimmer ein Kurzfilmdrama.

 

Die Herausforderungen eines Bahnhofsdrehs werden sehr schnell deutlich. Züge verdecken das Bild, im Ton sind dauernd Zuggeräusche zu hören, man kann sich ohne walkytalky schlecht mit den Darstellern am anderen Bahnsteig verständigen. Die Kostüme waren an einem warmen Tag ausgewählt worden, heute ist es eisig und auf dem Bahnsteig zudem zugig.

 

Die Verständigung wird über Handys gelöst, die eigentlich bei Drehs ausgeschaltet bleiben sollten, damit sie im Ton keine Störungen verursachen.

 

Es wird vereinbart, dass der Ton bei jedem Take noch ca. 20 Sekunden länger als die Kamera weiterläuft, damit man auch beim Schneiden ggf. An, oder Abfahrende Züge im Ton weiter hören kann.

 

Undercover und in HD

Danach mehrere Einstellungen am Bahnhofsplatz, bei denen es durch geschickte Platzierung der Kamera und des Teams gelang, möglichst unauffällig zu bleiben und damit neugierige Kamerablicke der vielen Passanten zu vermeiden.

 

Selbst die Kranfahrt, bei der die Filmfigur Ben mit seiner Fahrradrikscha angefahren kommt, meistern die Studierenden am Großen ABC Kran samt Remotehead mit Bravour. Besonders die Koordination der Kamerabühne (an diesem Tag Leon) und der Operaterin (am Drehtag Annalena) die nicht so einfach ist, gelang perfekt.

 

Strukturfragen

Studententeam

Der Aufbau des Jib-Arms auf dem Leichtdolly von GFM wird von den Studierenden routiniert bewältigt.

 

Ab dem zweiten Drehtag wird an einem der Innenmotive gedreht. Mit Victoria Abelmann-Brockmann, Anna Schmölz, Sandro Kirtzel und Klaus Neumann haben die Studierenden einen tollen Cast für das Projekt gewinnen können, Schauspieler-innen, die sich voll auf die Filmfiguren und die Studierenden einlassen.

 

Die Studierenden haben die leerstehenden Wohnungen mit viel Mühe zur Wohnung des Hausbesitzers Gäberle und Bens Wohnung gemacht und alles Equipment von der Hochschule ans Set transportiert. Eine Riesenarbeit, noch bevor es überhaupt mit dem Dreh losgehen konnte und ohne die der Workshop niemals möglich wäre. Von anfänglichen Unklarheiten, wer welche Kompetenzen, wer welche Aufgaben am Set hat über die Fragen, welche Kommandos an einem Set gegeben werden, ordnet sich anfängliches Chaos sehr schnell zu einem planvollen Ablauf.

 

Bei den abendlichen Feedback Runden berichtet jeder von seinen Erfahrungen und Regieprofessor Allary macht seine Anmerkungen und gibt Hinweise.

 

Wann sagt man Drehfertig machen? Nicht erst wenn die Kamera schon eingeschaltet wird. Warum sagen Kamera Assistent und Operator jeweils einzeln "Set"? Es gibt nur ein "Kamera ist set" vom Operator und undzwar dann, wenn die Kamera und Schärfe nach der geschlagenen und fokussierten Klappe bereit sind.

 

Tag Drei

Studententeam

   

Morgens bauen die Studenten früh um 7 erst mal die Küche von Gäberle. Heute ist mit Paul Thiem ein Kamera-Absolvent des Filmstudiengangs als Kamera-Dozent dabei, der bereits in der Branche professionell arbeitet.

Viel Energie geht in Schmutzige Teller, den dekorierten Küchentisch etc. Dann erst beginnt man mit Stand Ins, die Situation zu stellen. Dabei zeigt sich dass vieles geändert, die Deko wieder abgeräumt werden muss.

 

Die erste Übung am Beginn jedes Drehtages sollte die Stellprobe sein, da wird deutlich wo sich die Handlung genau abspielen und welche Requisiten wo im Bild zu sehen sein werden.

 

Ganz gleich wie gut man in seiner Vorbereitung gezeichnet, fotografiert und geplant hat, kaum sind reale Schauspieler an einem realen Set, muss man adaptieren und optimieren.

 

Die Regiestudentin des dritten Drehtages stimmt die Schauspieler danach in der Vorbereitung, während die Technik gebaut wird, auf die folgende Szene ein.

 

Studententeam

Anna Schmölz und Sandro Kirtzel mit Filmstudierenden am Filmset