Startseite
Nach oben Filmschule Aktuell Community Seminare
 
 
Suche Startseite Druckansicht E-Mail ans Movie-College

Ein Projekt von

Das Movie-College sucht Partner und Sponsoren! mehr...

< alle Kritiken von A-Z

< zurück zu den aktuellen Filmkritiken

 

 


Daten

Blackfish
Laufzeit: 73 min. ;  USA 2013

Regie: Gabriela Cowperthwaite 

Produzent: Manny Oteyza

Schnitt: Eli Despres 

Musik: Jeff Beal 

Kamera: Jonathan Ingalls, Christopher Towey 

Ton: Jeff Stone 

Blackfish

Kinostart: 07. November 2013 

 

2010. Der 5440 Kilo schwere Walbulle Tilikum tötet seine SeaWorldtrainerin Dawn Brancheau. Sie galt unter ihren Kollegen, als eine der erfahrensten und nettesten Trainerin im ganzen SeaWorld. Es war ein Schock für alle. In den Medien kursierten diverseste Vermutungen über ihren Tod, welcher von SeaWorld als Unfall verkauft wurde.


Gabriela Cowperthwaite stellt sich mit ihrem kontroversen Dokumentarfilm „Blackfish“ gegen einen Milliardenkonzern, welcher Tiere unter unmenschlichen Haltungen führt. Der Film erzählt von dem seit 30 Jahren in Gefangenschaft lebenden Orca Tilikum, welcher für mehrere Morde an Trainern verantwortlich war, diese jedoch immer sehr geschickt von SeaWorld unter den Tisch gekehrt wurden. Man erfährt, unter Tränen, von einem sich im Ruhestand befindenden Walfänger, unter welchen grauenhaften Umständen Tilikum, als zweijähriges Kalb vor Island, von ihm und seiner Crew gefangen wurde. Es belastet den Fänger noch heute. Tilikum landet zuerst in dem kanadischen Pacific Sealand Vergnügungspark, wo er schließlich eine 20-jährige Aushilfstrainerin tötete, der Vorfall wurde vertuscht und als Unfall hingestellt, doch Augenzeugen sagen hier etwas anderes. Daraufhin erwirbt SeaWorld den mächtigen Orca, seine Trainer erfuhren jedoch nie etwas über den Vorfall in Kanada. Tilikum ist für den Milliardenkonzern für unschätzbaren Wert, sowohl als Zuchtbulle, sowie als Massenattraktion. Doch 2010 ereignete sich erneut ein Todesfall mit einer Trainerin, diesmal während einer laufenden Show.


Cowperthwaite führt nicht nur das traurige Leben des Walbullen Tilikum auf, sondern führt auch die schreckliche Ausbeute der Tiere durch SeaWorld auf. Der Film zeigt unter welchen Bedingungen diese wunderbaren, hochintelligenten Tiere gehalten werden, und unter welchen Stresssituationen sie in Gefangenschaft leben müssen. Es wird ein trauriges und kapitalistische System aufgeführt in dem nur Profit zählt. Diverse Todesfälle, welche durch andere Orcas in Gefangenschaft aufgetreten sind, werden aufgeführt und wie diese ebenso schön vor der Öffentlichkeit verschleiert wurden.


Blackfish ist zwar nicht so extrem in seiner Darstellung, wie zum Beispiel „Die Bucht“, aber zeigt auch sehr gut wie sehr die Tiere in den Delfinarien, überall auf der ganzen Welt leiden. Durch Interviews mit ehemaligen Seaworldtarinern, Walforschern und Zeugen der Unfälle, wird einem schon bald bewusst das Orcas nichts in Gefangenschaft verloren haben. Es ist auch sehr schön wie Cowperthwaite neben dem traurigen Kern des Films uns die Magie und Schönheit der Orcas veranschaulicht. Solche Dokumentarfilme sind von unschätzbarem Wert, sie zeigen das, was wir nicht sehen sollen, das was wir in unserer heilen Welt mit geschlossenen Augen alles hinnehmen sollen. Solche Filme sind es die etwas bewegen und Leute zum Nachdenken anregen. Cowperthwaite hat dies hier sehr gut geschafft und uns einen Film gegeben der uns zeigen soll, das Delfinarien auf der ganzen Welt abgeschafft gehören! Man kann Blackfish jedem nur ans Herz legen. Prädikat: Sehr Wertvoll.  

 

gesehen von Robert Stemper 

 
© 1999-2013
Movie-College

Allary Film,
TV & Media
 
 
 

Titel:  
Zugriff:
Adresse:

Quelle: Movie-College (www.movie-college.de)

Allary Film, TV & Media (München) – Alle Rechte vorbehalten