
Regie: Jane Schoenbrun
Dasteller: Hanna Einbinder, Gilian Anderson
Filmlänge: 112 min.
Kinostart: 20.08.2026
In Jane Schoenbruns neuem Film verschwimmem n Erzählebenen vor lauter Referenzen. Eine Reihe bekannter Stilmmittel der Meta-Horrors kommen auch hier zum Einsatz: Film im Film, eine nfiktive Filmreihe mit ganz klarem reellen Vorbild und jede Menge Genre-Satire. Dennoch ist der Film kein neuer Scream, denn als das findet seinen Platz in einem filmischen Korsett, das selbst kein Horrofilm, sondern vielmehr eine skurrile romantische Komödie ist.
Ein unkonventionelles Paar
Die junge, aufstrebende Regisseurin Kris Williams wurde für ihren zweiten Langfilm beauftragt einen neuen Film der zu tode gelaufenen Slasher Superreihe Camp Miasma zu drehen. Dafür will sie unbedingt die Schauspielerin Billy Presley verpflichten, welche als Final Girl des ersten Teil der Filmreihe den Killer Little Death besiegt hatte. Da Billy viele Jahre nach ihrer kurzen Zeit im Scheinwerferlicht als Einsiedlerin am Set des Originalen Camp Miasma Films lebt, besucht Kris eben jenen Ort. Dieser stellt sich für die Filmschaffende nicht nur als große Inspiration heraus, schnell verliebt sie sich auch in die gealterte Schauspielerin.
Rom-Com im Slasher Camp
Schoenbrun gelingt es fabelhaft die Paradigmen des Slasher-Genres in das Narrativ des Films zu übersetzen ohne selbst eine Slasher drehen zu müssen, indem eben jene Themen zu den zentralen Konflikten der Hauptfiguren werden. Anhand der Beziehung von Kris und Billy werden unterdrückte Lust, Einsamkeit, Sehnsucht und die Vergänglichkeit der Menschen tiefgehend ausgehandelt. All das in der von Schenbrun gewohnten Gemächlichkeit, welche in "Teenage Sex and Death at Camp Miasma" jedoch durchgehen von der skurrilen Situationskomik und Ausschnitten aus dem fiktiven Teenie-Slasher gebrochen wird. Bei letzteren kommen dann auch die Fans der referenzierten Filmreihe Freitag der 13. ausufernd auf ihre Kosten.
Referenzen für Fans
Für Kenner der Vorbilder werden auch die vielen Referenzen im Film für Lacher sorgen. Diese springen einem als direkte Anspielung in Form von verfremdeten Postern und VHS Kasetten mit Camp Miasma Motiven ins Gesicht und sind gleichzeitig auch immer wieder besser versteckt eingefädelt; beispielsweise als "Cameo" klassischer Figuren und Tropes wie dem "Doom Prophet". Diese Referenzen sind natütlich auch oft inszenatorischer Natur. So schafft es Schoenbrun immer wieder stereotypische Einstellungen und Stilmittel in den bereits aus "I saw the TV glow" bekannten visuellen Stil einfliesen zu lassen und somit die gewünschte Nostalgie für den Horror der 80er zu wecken.
Gesehen von Samuel Kindler
