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Sand am Meer ?Bildschirme zu Darstellung von Programminhalten gibt es wie Sand am Meer. Doch wenn es um das präzise Beurteilen von Qualität und Farbe geht, vor allem zur Farbkorrektur, trennt sich die Spreu vom Weizen,- wird es relativ klein das Angebot. Ein handelsüblicher Fernseher ist dazu weitgehend ungeeignet, zu individuell die Einstellungen, zu geschmäcklerisch die Werksjustage, zu primitiv die Menüs. Grundsätzlich gilt über weite Strecken auch heute noch, dass ein sogenannter Klasse 1 Monitor die höchste Sicherheit für die neutralste Wiedergabe bietet. Doch solche Monitore sind groß, schwer und zudem sehr teuer. Und bisher waren dies stets Röhrenmonitore, also CRT-Monitore, welche in der Lage sind, den gesamten Farbraum von PAL darzustellen. Vor allem im HD-Bereich bedeutet dies, dass man ziemlich viel Standfläche für den Bildschirm reservieren muss. Da ist natürlich der Ruf nach Flachbildschirmen nicht weit, diese leiden aber im Allgemeinen darunter, dass sie vom Kontrastumfang und vom Farbraum her, nicht mit den Röhrengeräten mithalten können. Die TFT Technologie mit den Leuchtflächen als Lichtquelle hinter den Panels hat da so ihre Grenzen. Low-Budget Röhren-MonitoringWill man HDV oder HD farbkorrigieren, kann man sich möglicherweise mit den beiden einzigen Consumer-HD Bildröhrenfernsehern (CRT) am Markt behelfen, sie stellen die notwendige Auflösung (HD-Ready, aber nicht Full HD) zur Verfügung, um etwa 720p sauber darstellen zu können. Als angenehme Begleiterscheinung können die Röhrenbildschirme systembedingt auch Standard-Definition, also etwa unser in die Jahre gekommenes PAL sehr gut darstellen. Flachbildschirme produzieren bei diesem Vorgang auch gerne üble Artefakte. Einziger Nachteil der Röhren-Lösung,- die Bildschirme sind tiefer als TFTs, man kann sie nicht an die Wand hängen. Da TFTs stylischer wirken, sind die HD Röhrenfernseher momentan sehr preiswert erhältlich. Auch vom Kontrast her sind die Röhren-Bildschirme besser als einfache TFT-Bildschirme. Bleibt noch das Problem der neutralen Abstimmung des Monitors, schließlich will man ja den technischen Richtlinien der Fernsehanstalten entsprechend und nicht irgendwelchen zufälligen Farb, Kontrast und Gammavoreinstellungen irgendeines Herstellers entsprechend den eigenen Film korrigieren. Neue AlternativenTypbedingt können TFT-Bildschirme nicht alle Farben darstellen, welche ein Röhrenmonitor abbilden kann. Trotzdem möchten die meisten Anwender lieber die schmalen, weniger Raum schluckenden und auch flickerfreien TFT-Bildschirme gerne zur Farbkorrektur verwenden. Hier gibt es neue Systeme, die dabei sind, in diese bisherige Röhrenbildschirm- Domaine einzubrechen. So hat etwa die Firma Samsung bereits 2006 einen LED-Backlight Fernseher auf den Markt gebracht. Die anspruchsvollste stellen sicherlich die LED-Backlight- Bildschirme dar, bei denen die Hintergrundbeleuchtung der TFT-Panels mit Hilfe von RGB-LEDs erzeugt wird, welche es erlauben, eine sehr saubere, neutrale Farbtemperatur zu erzeugen. Sie können auf diese Weise sogar mehr Farben darstellen, als der PAL-Farbraum. Außerdem kann man mit diesen Panels durch komplettes Abschalten einzelner Bildpartien, echtes Schwarz zu erzeugen, wodurch der Kontrastumfang erhöht und eine Wiedergabe der tatsächlichen Kontrastverhältnisse von Videoaufnahmen möglich ist. Dabei sollte man aber nicht meinen, für jedes Bildpixel sei ein eigener LED-Teil eingebaut, es sind Blöcke von 485 Pixeln (beim Samsung Gerät), die sich jeweils eine LED RGB Einheit teilen. Ein Pixelgenaues ausschalten auf Schwarz ist also auch mit dieser technik nicht möglich. Noch steckt diese LED-Backlight Technik in den Kinderschuhen, aber es scheint absehbar, dass die Ablösung der CRT-Bildröhrengeräte auch im Bereich der Farbkorrektur naht. Kontrast und Helligkeit
Um mit einem geeigneten Monitor Aufnahmen beurteilen und farbkorrigieren zu können, ist dessen Kalibrierung, das ist die richtige Einstellung von Kontrast, Helligkeit und Farbtemperatur, erforderlich. Wenn Sie einen Monitor justieren wollen, müssen Sie beachten, dass sich dessen Werte beim Erreichen der Arbeitstemperatur verändern können. Vor der Justage sollte der Monitor bereits etwa 20-30 Minuten eingeschaltet sein, auf keinen Fall das Gerät unmittelbar nach dem Einschalten justieren. Einer der ersten Schritte beim Justieren eines Bildschirmes ist die Grauskala. Ca. 26 unterschiedliche Helligkeitswerte von 100% Weiß bis 95% Schwarz müssen vom Monitor unterscheidbar dargestellt werden.
Schwarz muss als echtes Tiefschwarz abgebildet werden, die nächstgelegenen dunkelgrauen Felder sollten gerade noch unterschieden werden.
Auf der anderen Seite der Grauskala sollten sich die Felder unmittelbar neben dem Weiß noch gerade vom reinen Weiß unterscheiden lassen. Die Skala hat übrigens 26 unterschiedliche Stufen, wenn Sie links einen breiten weißen Bereich sehen, stimmen die Einstellungen nicht, auch hier sind einzelne Balken unterschiedlicher Helligkeit. Eine passende Movie-College Testtafel für HD, die natürlich auch für Standard Definition verwendet werden kann, finden Sie unter dem nebenstehenden Link. GammaDie sogenannte Gammakurve ist so etwas Ähnliches wie eine Übersetzung. Die analogen Helligkeitswerte die in der Wirklichkeit vorhanden sind, bilden wir, ganz gleich ob es auf Film oder Video stattfindet, in der Regel nicht Linear ab. Auch Bildschirme geben Helligkeitsstufungen nicht linear wieder. Korrekturen des Gamma-Wertes nimmt man meistens in der Farbkorrektur vor und / oder, wenn ein Monitor an einem Computer hängt, mit der Grafik- oder Videokarte.
FarbtemperaturEin optimal eingestellter Monitor sollte eine Farbtemperatur von 6500 Kelvin aufweisen. Dann erscheint ein weißer Bildschirm genauso weiß wie ein weißes Blatt Papier. In der Fortsetzung dieses Kapitels werden Verfahren zur Kalibrierung der Farbtemperatur erläutert. |
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