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Eigentlich erwartet man sich die rasche Weiterentwicklung digitaler Kino-Kameras eher von Herstellern außerhalb des klassischen Kamerabaus,- schließlich verdienen diese momentan noch außerordentlich gut mit ihren Super 16 und 35mm Kameras, Scannern etc. (Auch die Filmmaterial-Hersteller können momentan kaum klagen über die Verkaufszahlen,- da sahen die Prognosen doch viel schlechter aus) Deshalb darf man getrost davon ausgehen, dass jene Kamerahersteller, wie Arri, die dennoch mit digitalen Kameras vorsichtig aktiv werden, sicher nicht alle Patente und Ideen, die sie zu diesem Bereich haben auch schon in die Tat bzw. ins Gerät umsetzen. Solange das Drehen auf Film noch hervorragend läuft, will man sich schließlich nicht Konkurrenz im eigenen Hause schaffen. Es ist vielmehr der Druck der anderen Hersteller, jene aus dem klassischen Videolager, wie Sony, Panasonic, Ikegami, JVC etc. sowie von Newcomern wie RED, DELSA oder P & S, welcher die "Alten" dazu zwingt, in den neuen Jagdgründen mitzuziehen. D21Arri hat seinen HD Klassiker, die D20 in einer verbesserten Variante herausgebracht, als D21. Vor allem die Signalverarbeitung wurde (bei identischem Sensor aus der D 20) verbessert. Nun können Daten nicht nur als RAW Daten direkt vom Kamerasensor, sondern auch in Standard HD als 2 K Signal ausgegeben werden. Das ermöglicht die Wahl, das Signal sowohl linear als auch logarithmisch auszugeben, sowohl über HD SDI als auch optional über Glasfaserkabel. Auch die Bildfrequenzen sind in einem weiten Bereich wählbar. Und das in 4:4:4 .Insgesamt hat sich die Farbsättigung und die Schärfe verbessert. Besonders geschätzt werden natürlich der optische Sucher, und das aus den Filmkameras bekannte Spiegelreflex-System mit rotierender Umlaufblende, welches keinen Zweifel über die tatsächliche Schärfe des Bildes offen lässt, eine Sicherheit, die viele andere HD-Kameras vermissen lassen. Der Kamerachip hat das 35mm Bildformat und erlaubt damit auch die Verwendung anamorphischer Cinemascope-Optiken. Außerdem ist ein Großteil des Arri-Zubehörs, wie etwa Kompendien etc. an der D 21 verwendbar. Sony F35
Sony hat lange Jahre HD Videokameras hergestellt, die Kameraleuten die vom Film kamen, den Übergang zu Video extrem erschwert haben. Kameras deren Lüfter so laut wie ein alter Kühlschrank waren, Kameras die ungeheure Hitze entwickelten und an denen man das notwendige Filmzubehör kaum anbringen konnte. Inzwischen ist mit der F35 eine Kamera heraus, die zeigt, dass auch Sony Entwickler lernfähig sind und zuhören können, wenn Kameraleute ihr Leid klagen. Bereits die F23 zeigte in diese Richtung und erlaubte die Verwendung von Filmzubehör. Die Kamera besitzt einen Super 35 CCD Sensor, also einen progressiv arbeitenden Chip, dessen Abbildungsgröße der eines Super 35mm Filmbildes entspricht. Um die bei solchen Auflösungen notwendige Präzision zu erzielen, setzen die HD Kamerahersteller immer mehr statt auf 3-Chip Kameras auf ein-Chip Systeme, bei denen in diesem Fall benachbarte Photodioden jeweils per Filter für R,G und B sensibilisiert wurden. Das Ergebnis ist ein natives RGB Signal. Andere ein-Chip Systeme arbeiten mit jeweils viel sensibilisierten Photodioden, von denen zwei für Grün sensibel sind, weil hier die menschliche Wahrnehmung besonders feinfühlig ist. Um aus diesen zweizeiligen Quadraten Pixelinformationen zu gewinnen, sind Algorithmen erforderlich, Interpolationsprozesse, die an der Bildqualität bereits nagen. Bei der F35 sind also nebeneinander jeweils 1920 rote, 1920 grüne und 1920 blau sensibilisierte Dioden in jeder Zeile vorhanden. Besonders Kinofreundlich zeigt sich der Objektiv-Mount der Kamera,- es können PL-Mount Objektive verwendet werden, der Standard bei Filmkameras. Die Auflösung beträgt 1920 X 1080 also echtes HD, die Farbtiefe kann in 4:4:4 oder 4:2:2 ausgegeben werden. Die Kamera soll ca. 180.000 Euro kosten. RED
Der Kamerahersteller mit ungewöhnlichem Marketing und erfolgreichem Ersteinstieg in den Markt hat nach der Einführung seiner RED neue Kameravarianten angekündigt. Eine kleine Kamera mit 3 K Auflösung und 3/4 Zoll Chip (also nicht das 35mm Bildformat, Produktname: Scarlet) und fest angebautem Zoomobjektiv soll ab 2009 auch das untere Preissegment aufmischen. Die RED Epic dagegen soll in 5 K Auflösung die Größe eines Super 35 mm Filmbildes als Chip haben und damit im High-End angesiedelt sein. SI-2KP&S aus München bietet mit der SI-2K eine kompakte HD Kamera an, die mit einem 2/3 Zoll CMOS Chip ausgestattet ist. Sie ist modular konstruiert und kann mit verschiedenen Rekorderteilen kombiniert werden. Man kann also wahlweise auf Festplatte oder CF-Karten aufnehmen. Alle gängigen HD Formate sind damit aufzeichenbar. Für problemlose Nutzung unterschiedliche Flash-SpeicherSo gut wie alle Kamerahersteller haben bereits bandlose Speicher im Programm oder in der Entwicklung,- die fallenden Speicherpreise und die vielen Vorteile de File-basierten Drehens zeigen Wirkung. Bei JVC wird dies in Gestalt eines Harddisk-Rekorders mit eingebautem SD-Kartenslot geschehen, Sony ist mit seinen SxS Karten unterwegs und Panasonic weiterhin mit den P2 Karten, die Ende 2008 auch in 64 GB Ausführung zu haben sind. Übrigens wird das Monopol, nur von Panasonic P2 Karten zu erhalten, aufgebrochen, Fuji und Hitachi werden ebenfalls Speicherkarten anbieten. |
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