Ein
sehr wichtiger Teil bei der Entstehung eines Filmes, die
Post-Produktion. Diese umfasst den Schnitt, Color Grading,
Animationen, Vertonung und vieles mehr.
Dafür
stampften diverse Hersteller allerlei Hilfsprogramme aus dem Boden,
die das arbeiten erleichtern sollen.
Waren die klassischen Filmschneidetische mit
seinerzeit 40-60.000 DM nur ein teurer Baustein einer ganzen Kette
hochpreisiger Bearbeitungsgeräte (Perfomaschinen, Mischateliers
etc.) so kann man heute einen großen Teil der Aufgaben mit
Computern und der passenden Software lösen.
Da in der Postproduktion nichts mehr ohne
Computer geht, ist naheliegend, dass auch viele Entwicklungen aus
der Office-User Welt in die Film,- und Medienarbeit einfließen. Ein
Beispiel dafür ist die „Cloud“, das Speichern der eigenen Daten
auf Webservern. Seit im Aufnahmebereich immer mehr auf
Flash-Speicher und kaum mehr auf Tape gedreht wird, ist das
File-basierte Arbeiten zur Norm geworden.
Gerade für den Fernsehbereich und die aktuelle
Berichterstattung erweitern Cloud-Lösungen die Möglichkeit, von
vielen Orten weltweit auf Material zugreifen, es bearbeiten und in
Sendungen einbinden zu können. Sowohl die Sender als auch die
verschiedensten Zulieferer von Aufnahmen, Kommentaren etc. können
parallel auf die Files und deren Schnitt-Derivate zugreifen.
All diese ganzen Produkte
Unterliegen einer ständigen Aktualisierung und Aufbesserung. Aber
nur
weil eine neue Auflage eines Schnittprogramms erscheint, heißt das
noch lange nicht, dass das Programm auch gravierende Verbesserungen
vorweist. Beziehungsweise sich ein Umstieg auf Aktuellere Version
für jeden lohnt.
Hier findet ihr immer die topaktuellen
News zum Thema Post-Produktion und den damit verbundenen
Computerprogrammen. Außerdem, ob ein Umstieg auch lohnenswert sein
könnte.
Blackmagic Design kauft
Teranex + DaVinci Resolve Light nun auch für Windows
Mit der Veröffentlichung von DaVinci Resolve Light 8.2 löste
Blackmagic Design große Freude bei den Usern aus.
Denn die kostenlose Version hob unter
anderen die „2-Nodes-Grenze“ auf und bietet sonst auch sehr
interessante Neuerungen (wir berichteten). Seit kurzem gibt es nun
die Beta-Version endlich auch für Windows. Den Download findet
ihr auf der Hersteller-Seite unter dem Reiter „Support“.
Außerdem kaufte vor kurzem Blackmagic Design
die Firma Teranex, welche nun eine 100-prozentige Tochterfirma von
Blackmagic Design ist. Die Firma Teranex ist eine der führenden
Firmen in Sachen high performance video processing Produkte.
Blackmagic Design Firmenchef Grant Petty begründete die
Entscheidung wie folgt:
“Teranex is a strategic acquisition for Blackmagic Design. Its
technology, solutions and market complement our own efforts and
its high quality video processing technology enables us to provide
our customers with even higher levels of video quality --
extending Blackmagic Design’s product range for the broadcast,
feature film and high end post production markets.”
Teranex Systems wird auf jeden fall die Entwicklung von
Video-Processing Produkten, die auf ihrer Patentierten
SIMD-Architektur basieren, fortsetzen, sowie weiterhin den
Kunden-Support übernehmen.
Die aber weitaus interessantere Meldung
seitens Blackmagic Design, die nach der Übernahme bekannt gegeben
wurde, betrifft die kommende Preispolitik.
“When we acquired Teranex
a week ago, it was quickly clear that with 55 different software
and hardware options on the price list, customers were presented
with thousands of combinations of product options. This needed to
be simplified. -- Now with one incredibly powerful and high end
model, it is easy to purchase Teranex, plus the product is
positioned back at the premium point of the market that is more
sustainable for the future. What’s also very exciting is the
product that 2 weeks ago cost just under US$90,000 is now
available for $70,000 less than before at only US$19,995!” –
Grant Petty CEO Blackmagic Design
Somit kostet das voll ausgestattete Teranex VC100 “nur”
noch knappe 20.000 US Dollar, was ein gewaltiger Preissturz ist,
vergleicht man es mit dem vorherigen Preis von stolzen 90.000 US
Dollar. Kunden, die im Besitz eines VC80 oder eines VC100 sind können
außerdem für 3.000 US Dollar auf die Vollversion des VC100
Upgraden.
Als Standart enthält der Teranex VC100 ab jetzt unter anderem
high quality de interlace, up/down conversion, SD und HD cross/standart
conversion, noise reduction, aspect ratio conversion multi channel
audio conversion, sowie eine 3D dual channel Konvertierung.
Da Vinci Resolve Lite
Blackmagic Design
veröffentlicht Da Vinci Resolve Lite 8.1, welches die Begrenzung auf 2
Color-Correction-Nodes aufhebt und nun unendlich viele Nodes möglich
macht.
Blackmagic Design
geht damit auf die von vielen Kunden der Lite-Version gewünschte
Öffnung der Nodes-Begrenzung
ein. Damit ist nun eine viel komplexere Farbkorrektur, als mit früheren
Versionen möglich.
Die Freeware lässt Auflösungen bis zu 1920 x
1080 Pixel zu. Es ist auch möglich Auflösungen von 2K, 4K oder
auch 5K von den Kameras von RED oder ARRI zu importieren, nur der
Export ist wie gesagt bei der Lite-Version auf die Full-HD
Abmessung beschränkt.
Wen das und die Limitierung auf eine RED
Rocket Card und eine GPU nicht stört, der bekommt mit der
kostenlosen Version von Da Vinci Resolve eine der besten
Farbkorrektur-Softwares auf dem Markt.
Die Software bietet unter
anderem auch 32 bit Verarbeitung, Stabilization,
Echtzeitverarbeitungen, Curve Grading, XML-Unterstützung,
Multi-Layer Zeitleisten, YRGB Bildverarbeitung, Primär- und
Sekundär Farbkorrekturen und vieles mehr.
Wer 995 US-Dollar
investiert und sich die Vollversion zulegt bekommt zudem noch
Stereoskopische 3D Features, Rauschunterdrückung, Power Mastering,
Remote Grading, keine Beschränkung in der Auflösung, und die Möglichkeit
des „project-sharing“ über externe Datenbank-Server.
Einziges Manko für
Windows-User. Die Software gibt es bis jetzt nur für Mac und
Linux.
Alle
Informationen findet ihr unter der Website des Herstellers Blackmagic-design
Den
Download der Lite-Version findet ihr auf der Hersteller-Website unter dem Reiter
„Support“