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Statt Weltreise U-BahnfahrtNormalerweise muss man schon einige Tausend Kilometer etwa zur NAB zurücklegen, um die aktuellen Entwicklungen in der Film- und Medientechnik besichtigen zu können. Doch alle zwei Jahre verkürzen sich die Wege der Technik-Affinen gewaltig und sie können sich in den Hallen des Münchner M.O.C auf der Cinec einen Eindruck davon verschaffen, was die Industrie sich hat einfallen lassen. Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche Aussteller aus folgenden Bereichen anzutreffen:
Außerdem waren Organisationen, Dienstleister und Medienverlage mit Ständen vertreten.
Wie auch in der Vergangenheit hat sicherlich die zeitliche Übereinstimmung mit dem Oktoberfest so manchen zusätzlichen internationalen Fachbesucher zur Cinec gelockt, warum nicht das Angenehme mit dem Angenehmen verbinden, vorausgesetzt man mag den kollektiven Wiesenwahn. HeimatfilmBeim Rundgang über die Messe wird es rasch augenfällig, wie viele Anbieter tatsächlich aus dem bayerischen Raum wenn nicht gar aus München stammen. Zwischen all den internationalen Anbietern finden sich zahlreiche Firmen aus Bayern, die aus der Welt der Film- und Videotechnik kaum mehr wegzudenken sind. Namen wie Arnold & Richter, Movie-Tech, GFM, Sachtler, Panther, Weigert, P&S und viele andere belegen eindrucksvoll, dass gute Ideen und deren professionelle Umsetzung in der ganzen Welt geschätzt sind. Dass es sich dabei nicht nur um alteingesessene Unternehmen handeln muss, die solche Innovationen stemmen können, beweisen Leute wie Stefan Karle mit seinen Lichtgittern aus Stoff, die er unter dem Label dopchoice vorstellte. LückenhaftInzwischen gehört es bereits zum Bild praktisch aller Technik-Fachmessen, das einzelne wichtige Anbieter keine Stände mehr errichten und wegbleiben. Manche haben andere Marketing-Maßnahmen gewählt, reisen etwa mit Trucks durch das Land oder veranstalten Hausmessen bei den verschiedenen Händlern. Andere scheuen hohe Standgebühren. So fehlten Unternehmen wie AVID, Panasonic, Sony oder JVC. Was nicht bedeutet, dass deren Produkte nicht auf den Ständen diverser Zubehör-Anbieter trotzdem zu sehen waren. Aber eben nur als Beiwerk, als Staffage um daran Monitore, Objektive, Kompendien oder 35mm Adapter zu demonstrieren. Oder um sie auf zahlreichen Kränen mit Remote-Köpfen durch die Halle sausen zu lassen. Film versus VideoEs liegt in der Natur der Sache, dass eine auf Innovation zielende Messe vor allem die neuen digitalen Kameras in den Vordergrund stellt. Umso mehr Aufmerksamkeit erzielten dennoch die klassischen Filmkameras und das zugehörige Zubehör. Arri, Aaton, aber natürlich auch Kodak hielten die Fahne für den Film hoch und nicht ganz ohne Berechtigung, haben sich doch die Verkäufe von Filmkameras und Filmmaterial in der jüngsten Zeit äußerst positiv entwickelt. Und dass man gerne auch hybrid und in beiden, den analogen und den digitalen Welten unterwegs ist, bewiesen die vorgenannten Firmen auf vielfältige Weise. Arri durch die D21, durch Arrilaser, Scanner und vieles mehr, Aaton etwa mit seiner Penelope, einer klassischen Filmkamera für 2 & 3 Perf, die sich insbesondere für HD Abtastung besonders eignen und Kodak etwa durch die immer weiter verbreiteten Sicherungsmaßnahmen wertvoller Filmoriginale auch digitaler Produktionen auf analogem Filmmaterial in Schwarzweiß-Auszügen. Und dass es zahllose Produkte aus der klassischen Filmwelt gibt, die nahtlos auch mit digitalen Kameras ihre Qualität ausspielen können, bewiesen die vielen Support- und Lichtfirmen auf der Cinec. RahmenprogrammWas wäre eine Fachmesse ohne die eine oder andere Informationsveranstaltung? Logisch, dass man sich vor allem der Themen annahm, die in der Luft lagen, wie etwa 3D, HD Projektion im Kino oder auch Fragen der Archivierung digitaler Aufnahmen. Die üblichen Verdächtigen, Arri, das IRT, Kodak oder etwa das Fraunhofer Institut versorgten die interessierten Zuhörer mit den aktuellsten Erkenntnissen und Möglichkeiten. Daneben sorgte der Informationstag des Medien-Campus Bayern e.V. für realistische Einschätzungen und Informationen über die Wege in Medienberufe durch zwei Panels am letzten Veranstaltungstag. Unter dem Motto "Ich bin beim Film" berichteten Maren Luethje und Florian Schneider von ihren Erfahrungen als Nachwuchsproduzenten. Anschließend beantworteten Thomas Repp (Bayerische Akademie für Fernsehen), Gabriele von Schlieffen (HFF München), Dr. Anton Magnus Dorn (TOP:Talente e.V) sowie Professor Mathias Allary (Macromedia, Fachhochschule für Medien und Kommunikation, München), Fragen von Moderator Matthias J. Lange (Digital Production) sowie der zahlreichen interessierten Zuhörer im Auditorium. |
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