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Fernsehen-Was noch? |
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Neue Medienangebote wurden auf der Messe vorgestellt. |
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Spätestens seit das iPhone und das Blackberry in den Händen der Passagiere der Bahnen zu sehen sind ist klar, the future is now. Ich gehöre noch zu den altmodischen Nutzern: Das Handy zum Telefonieren und SMS schreiben, der MP3-Player nur zum Musik hören und Fernsehen tue ich auch nur auf dem Fernseher. Aber hier wird sich einiges ändern, vieles hat sich schon geändert und damit hat sich das Panel „Neue Medienangebote, neue Potentiale, neue Kundenwünsche“ beschäftigt.
Eine kurze Beschreibung des derzeitigen Standpunkts von Deutschland in Sachen neue Medien nahm Christoph Limmer von „ASTRA“ vor. 40 Prozent der Deutschen empfingen TV-Digital, damit liege Deutschland im Mittelfeld. Großbritannien habe mit ca. 70 Prozent die höchste Digitalisierung in Europa. Mit Pay TV sehe es in Deutschland noch schlechter aus, denn hier lägen wir im unteren Drittel. Ganz anders sehe es in England, Skandinavien und Frankreich aus. Hier verfüge ein großer Anteil der Haushalte über Pay TV. Der Anstieg der digitalisierten TV-Haushalte habe direkte Auswirkungen auf den Anstieg der angebotenen digitalen TV-Kanäle, was ja für alle positiv sei. Zusammengefasst: Deutschland sollte auf digitales Fernsehen umsteigen, dies gebe uns neue Sender und neue Sparten. Und dann könne auch HDTV kommen denn in den letzten drei Jahren habe sich jeder dritte Haushalt in Deutschland einen HD-ready Fernseher angeschafft - für die Übergangsphase zu HDTV. So viel erst einmal zu der nahen Zukunft, nun noch einmal zurück in die Gegenwart. Zum Fernsehen konnte uns der Leiter der Medienanalyse Köln, Robert Schäffner folgendes sagen. Erste (gute) Nachricht: Die Fernsehnutzung sei auf einem guten Niveau, trotz Internet und DVD. In den letzten Jahren habe sich an der Nutzung dieses Mediums nicht viel geändert. Der Fernseher sei für viele immer noch das wichtigste Medium, danach folge das Radio und Platz 3 belege das Internet/E-Mail. Die Nutzung von TV gehe Hand in Hand mit der Nutzung von Internet. So habe sich gezeigt, dass jemand der häufig das Internet nutzt auch viel TV sieht und genauso gebe es Menschen die generell wenig TV und Internet nutzen. TV- Sender hätten einen „Vertrauensvorschuss“ und so würden auch die Internetseiten von den Sendern gut genutzt. Manche Sendungen liefen sogar besser im Internet und erst danach auch gut im TV. Ein weiterer Trend sei das interaktive TV. Man könne z.B. neben einem Spot genauere Infos anzeigen lassen. Die Möglichkeit selbst zu entscheiden wie detailliert die Informationen sein sollen die man erhält oder zu welcher Zeit man sich eine Sendung anschaut scheint ein Bedürfnis vieler Mediennutzer zu sein.
Hierzu hat das ZDF das „Neue Fernseherlebnis“ ins Programm genommen – die Mediathek. Diese biete Programmangebote auf Abruf. Wichtig dabei sei, dass die Orientierung leichtgemacht werde. Flexible Zeiten, die sich an flexible Arbeitszeiten und Einkaufszeiten anpassen garantierten, dass man keine Sendung mehr verpassen müsse. Stöbern sei ja auch besser als Zappen. Der Fernseher werde wegen der Bild- und Tonqualität immer noch häufig bevorzugt, jedoch zeigten vor allem junge, technikaffine Männer viel Interesse an den neuen Entwicklungen.
Und zurück in die Zukunft: Dr. Heinrich Arnold, Leiter der „Innovation Development“ der Deutsche Telekom Laboratories, sieht den Mediennutzer der Zukunft in einer aktiveren Haltung als jetzt, nicht mehr so „laid-back“. Der Trend gehe zur Personalisierung und mehr Inhalt. TV werde in Zukunft überall abrufbar sein. Weitere Trends seien: Keine Fernbedienung mehr, die Gesten würden erkannt. Außerdem die Mobilisierung von Diensten, die wir nur vom PC kennen. Z.B. könne man in der Zukunft während man durch Berlin geht einen Dokumentarfilm zu gegebenem Thema auf dem Handy anschauen. Im Heimbereich gebe es die Tendenz, sein eigener Regisseur zu sein. Zum Beispiel könne man bei einem Fußballspiel in die Region des Interesses zoomen. Diese Eigenregie könne auch bis zu 4-D Animationen und holographische Displays gehen aber dies bleibt wohl vorerst im Development Department.
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