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...der VersöhnungAm Samstag, den 19.November wurde als Vorprogramm die Gewinner des Wettbewerbes „Gesten der Versöhnung“, der „Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, gezeigt. 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges haben sich Filmhochschüler aus elf Ländern mit dem Thema Versöhnung befasst, und ihre Ideen mit Hilfe des Goethe-Institutes und des „Fonds Erinnerung & Zukunft“ filmisch umgesetzt. Die 29 besten dieser Filme waren nun, noch vor der offiziellen Festivaleröffnung, im Filmmuseum München zu sehen. Die Gewinner (aus jedem Land einer) werden im Rahmen der Festivaleröffnung am Sonntag im ARRI-Kino vorgestellt. Nach der Einführung und Begrüßung der Gäste durch den Geschäftsführer der Münchner Filmwochen GmbH Andreas Ströhl, der Vertreterin der „Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ Dr. Gabriele Freitag sowie durch Frank Werner vom Goethe-Institut machte der deutsche Beitrag „Berlin Diary“, der 26 jährigen, in Israel geborenen und seit 2003 in Berlin lebenden Ester Amrami, den Anfang. Die Studentin der Hochschule für Bildende Künste Hamburg porträtiert ihre eigenen Erfahrungen und Eindrücke als Jüdin in Deutschland in Form eines Videobriefes an ihre Großeltern. Im Grunde eine interessante und nicht alltägliche Stilform, welche hier jedoch unter der mangelnden Erfahrung der Regisseurin leidet. Im ganzen eine interessante Eingabe, die hoffen lässt. Gefolgt von „Final Lap“ aus den USA; das bevorstehende Geständnis an den Vater über die Nikotinsucht des Hauptdarstellers beherrscht diesen Beitrag des Jungregisseurs J.J.Ader. Im Stile des „großen“ Hollywood-Kinos mit Kamerafahrten, Steadycam und gekonnten Einstellungen und Schnitten entstand ein durchaus sehenswerter Beitrag. Danach wurden Beiträge aus Lettland, Russland, Litauen, der tschechischen Republik und Estland dem illustren Publikum, denn neben Jury, Presse und Filmstudenten kamen auch einige Stadtbummler die per Zufall das Banner am Stadtmuseum sahen, vorgestellt. Hier war eigentlich alles vertreten, von einer Mischung aus Tarantino und Brüder Löwenherz (Signs of Love) bis hin zu hoch künstlerischen Beiträgen wie z.B. „The Birthday“, einer Collage einzelner Ausschnitte aus Kinoklassikern wie Metropolis, welche durch einen brillianten Schnitt zu einer eigenen Story zusammengefügt wurden. Alles in allem ein, im Hinblick auf das weitere Festival, vielversprechender Tag, an welchem man feststellen konnte, dass das Thema Versöhnung mit all den Facetten von Schuld, Sühne und Vergebung trotz unterschiedlichster Stilmittel und Bildsprachen im Grunde einen immer noch sehr hohen Stellenwert nicht nur für einheimische Filmemacher besitzt.
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