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Alle Jahre wiederVom 26. Juni bis zum 3. Juli ist München wieder Schauplatz des zweitgrößten deutschen Festivals nach der Berlinale. Das Filmfest München wurde 1983 zum ersten Mal veranstaltet und auch dieses Jahr werden 197 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme sowie TV-Movies aus 35 Ländern in internationaler, europäischer oder deutscher Erstaufführung über die Leinwände der Kinos flimmern. Im Gegensatz zu großen internationalen Filmfestivals versteht sich das Münchner als Publikumsfestival. So gibt es auch keinen Filmmarkt und keinen internationalen Wettbewerb. Das Programm ist durch die Mixtur von zahlreichen Kino-, Kurz- und Fernsehfilmen und Dokumentationen nicht allzu übersichtlich, also sollte man früh beginnen seine persönlichen Highlights heraus zu filtern und für Karten anzustehen. Besonders beliebt nicht nur bei den jüngeren Zuschauern ist auch das Kinder-Filmfest, welches neben vielen Neuentdeckungen, wie "Die Prophezeiung der Frösche", "Yoshinos Friseursalon" oder "Hin und Her" auch Klassiker wie "Goldrausch", "Irgendwo in Europa" oder "Emil und die Detektive" zu bieten hat. Die teilnehmenden Kinos liegen seit diesem Jahr alle in Gehweite zueinander. Die Isarmeile startet am Rio-Kino geht über den Gasteig, die Kinos im Forum am Deutschen Museum und Maxx bis zum Filmmuseum München. Film- und FestivaleindrückeKulturzentrum
Dass die Meile doch etwas länger ist als hinlänglich bekannte Meilen hat bereits OB Ude in seiner Eröffnungsrede zugegeben, welche Änderungen die Auslagerung des Pressezentrums in das Forum am Deutschen Museum mit sich bringt, wird sich zeigen. Im Gasteig jedenfalls herrscht eher Volkshochschul,- als Festivalstimmung, vermutlich liegt es nicht nur am traumhaften Eröffnungswetter. Die wenigen Stände etwa von BR, Arte oder so manchem Filmdienstleister an denen es stets Gespräche, Werbepräsente oder Gewinnspiele gab, sind in diesem Jahr verschwunden oder leblosen stylischen Display-Ständern gewichen über die verstreute Filmschnipsel flimmern. Leere Kassen und enge Kommunal- und Landeszuschüsse machen so einem Festival gewiss zu schaffen. Auch die Gastronomieangebote im ersten Stock sind Geschichte, die Zeiten ändern sich. Die frühen Abende sorgen nicht für die gewünschte Besucherdichte, weder am Gasteig noch im Forum des Deutschen Museums. Erste Bewertungen des Programms durch Kinobesucher wollen eine Qualitätsverbesserung der Programmauswahl ausgemacht haben, die Kinofans trifft man hauptsächlich vor den Kinos an, weniger aber im geplanten Herzen des Festivals, dem Gasteig. Beinahe scheint es, als ob das Münchner Filmfest keine zwei Festivalzentren (Gasteig und Forum des Deutschen Museums) verkraftet und vermutlich auch eine kürzere Kinomeile bräuchte. Dafür waren die Kinosäle gut gefüllt, gegenüber dem Vorjahr konnte mit 60.000 Besuchern eine Steigerung festgestellt werden ein sehr schönes Ergebnis. Die Örtlichkeiten, an denen sich das Publikum zusammenfinden sollte, wirkten bis zum letzten Abend des Festivals ungewöhnlich verweist, noch stärker, als es bereits in den letzten Jahren unter Eberhard Hauffs Egide der Fall war. Dabei sind sich die Festival-Besucher einig, dass es einen belebten Treffpunkt für Gespräche unbedingt braucht. Vielleicht fehlt nur ein wenig mehr Glitter,- Funkel- und Zauberstimmung um die Klinkermauern des Gasteig wiederzubeleben. Oder hier einen kleinen türkischen Imbissstand, dort den Italiener, den Griechen, etwas Musik, naja eben was es so braucht, wenn irgendwo ein Fest gefeiert wird. Doch wer weiß, wodurch die kleinen Dinge, die für entspannte Gespräche hilfreich sind, verhindert wurden, vielleicht rigide exklusive Pachtverträge für Gastronomie, oder Sicherheitsauflagen,- die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß. Für den letzten Abend jedenfalls wurde eine Bühne im Innenhof des Gasteig aufgebaut, von der die gewünschte Festlaune ausgehen soll. Wir vom Movie-College haben uns auch 2004 vorgenommen, alles was uns unter die Augen kommt, zu schauen und darüber zu schreiben. Unter FFM 04 Gesehen stellen wir die Filme vor und bemühen uns um subjektive Sichtweisen. Filmreihen/Programm
Sondervorführungen
Stummfilm - Allerhand los im Zirkus Beely - Harry Piel auf der Flucht vor dunklen Gestalten, der Polizei, Löwen und Tigern Preise und PreisträgerMit dem CineMerit Award, dessen Symbol von der Münchner Künstlerin Gabriela von Habsburg kreiert wurde, ehrt das Filmfest München seit 1997 herausragende Persönlichkeiten des internationalen Filmschaffens für ihre Verdienste um die Filmkunst. Bisherige Preisträger waren u.a. Susan Sarandon, Francesco Rosi, Milos Forman, Regisseur, Jacqueline Bisset und Geraldine Chaplin.
Der Regie-Förderpreis der HypoVereinsbank, dotiert mit 80.000 €, wurde erstmals 2002 vergeben. Ausgezeichnet werden der beste Nachwuchsregisseur (Preisgeld 40.000 €), der beste Nachwuchsautor (Preisgeld 20.000 €) und der beste Nachwuchsschauspieler (Preisgeld 20.000 €) deutscher Filme aus dem Programm des Filmfest München.
Den VFF TV Movie Award, der seit 1996 verliehen wird, ist mit 25.000 € dotiert und wird der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten gestiftet. Der Preis wird an den Produzenten des besten Fernsehfilms aus der Programm-Sektion des Filmfest München ,Deutsche Fernsehfilme' vergeben.
Seit 2002 wird außerdem der mit 25.000 Euro dotierte Bernhard Wicki-Friedenspreis des Deutschen Films - Die Brücke (gestiftet vom Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V.) verliehen. Die Auszeichnung würdigt künstlerische Arbeiten oder Filmemacher, die sich für Humanität, Toleranz und Aufklärung einsetzen. Bisherige Preisträger waren Goran Paskaljevic (2002) und Marceline Loridan-Ivens und Anouk Aimée (2003).
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