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19 Wettbewerbsfilme, insgesamt 360 Filme im Festival 

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BERLINALE 2006

Unter der Präsidentschaft von Charlotte Rampling wird eine achtköpfige internationale Jury über die Vergabe der Goldenen und Silbernen Bären auf der kommenden Berlinale entscheiden. Als Jurymitglieder sind Matthew Barney, der Filmproduzent Yash Chopra, die Regisseurin Marleen Gorris, der Kameramann Janusz Kaminski, die Schauspielerin Lee Young-ae, der Schauspieler Armin Mueller-Stahl sowie der Filmproduzent Fred Roos benannt. 

Entgegen des bisherigen Verfahrens werden diesjährig zum ersten Mal die Preisträger nicht im Rahmen einer Pressekonferenz sondern während einer Abendveranstaltung bekannt gegeben.

Die Preisträger 2006

  • Den Goldenen Bär erhielt der Film „Grbavica” von Jasmila Zbanic (Bosnien-Herzegovina). 
  • Moritz Bleibtreu erhielt die Auszeichnung als bester Darsteller für seine Hauptrolle in „Elementarteilchen”.
  • Sandra Hüller wurde als beste Darstellerin für ihre Hauptrolle „Requiem” geehrt. 
  • Einen Silberner Bären für die künstlerische Gesamtleistung erhielt Jürgen Vogel als Hauptdarsteller, Produzent und Co-Autor des Films „Der freie Wille”. 
  • Der große Preis der Jury, (Silberner Bär) wurde geteilt zwischen dem iranischen Film „Offside” sowie dem dänischen Film „Eine Soap”. 
  • Der Silberne Bär für die beste Filmmusik ging an Peter Kam für den chinesischen Film „Isabella”.

"Perspektive Deutsches Kino" 

Der Blick auf die Macher von morgen feiert sein fünfjähriges Jubiläum und wird insgesamt neun Weltpremieren zeigen. Roadmovies und Melodramen mitten aus dem Leben, ein Dokumentarfilm über Doping im DDR-Leistungssport und als Regiedebüt von Schauspielerin Franka Potente eine Stummfilm-Hommage an das Kino - all das lässt darauf schließen, dass es um die Zukunft des deutschen Kinos nicht allzu schlecht bestellt sein dürfte.

Co-Production Market

Zum dritten Mal findet dieses Jahr der Berlinale Co- Production Market statt. Vom 12. bis zum 14. Februar präsentieren sich 44 Projekte aus 25 Ländern. Bei der Auswahl aus über 300 Einreichungen aus aller Welt ging es der Leiterin Sonja Heinen und ihrem Team um qualitativ hochwertige Filmprojekte, die für Produzenten und Finanziers auf der Berlinale interessant sind und sich strukturell für Koproduktionen eignen.

Kinderfilmfest

21 Spielfilme und ebenso zahlreiche Kurzfilme umfasst das Kinderfilmfest und das Programm 14plus. Diesjähriger Schwerpunkt ist das Thema Migration und die damit einhergehenden Auswirkungen auf das Zusammenleben der Generationen. Auffällig ist der hohe Spielfilmanteil aus asiatischen Ländern. Hier wird die Thematik der Familie gerade von jungen Filmemachern kontrovers und differenziert beleuchtet.

Special

Auf dem diesjährigen Berlinale Special laufen u.a. Filme von Roberto Benigni ("La tigre e la neve"), Neten Chokling ("Milarepa"), Luis Llosa ("La fiesta del chivo"), Fredi M. Murer ("Vitus"), und Julien Temple ("Glastonbury"). Zu den diesjährigen Berlinale-Kamerapreisträgern gehören der Kameramann Michael Ballhaus, der Regisseur Jürgen Böttcher und der MoMa-Kurator Laurence Kardish. Es handelt sich dabei um einen Preis, der in Anerkennung besonderer Verdienste einer Person um das Filmeschaffen vergeben wird. Es werden auch Filme der Preisträger gezeigt, so z.B. "Die Farbe des Geldes" zu Ehren von Michael Ballhaus, sowie Böttchers Dokumentarfilm "Die Mauer" und "The Uncles" zu Ehren von Kardish. Auch wird eine Reihe von Filmen gezeigt, die sich mit Fußball, seiner weltweiten Rolle und Wirkung, sowie mit seiner Geschichte befassen. Das Special zeigt schließlich ein Portrait des berühmten, italienischen Regisseurs Roberto Rosselini, welches unter der Regie seiner Tochter, Isabella Rosselini, entstand mit dem Namen: "My Dad Is 100 Years Old"

Wettbewerb

Das Festival wird am 9. Februar mit Marc Evans Drama Snow Cake eröffnet. Alan Rickman und Sigourney Weaver spielen die Hauptrollen. In deutscher Uraufführung zeigt der Wettbewerb Oskar Roehlers Elementarteilchen, Hans-Christian Schmids Requiem, Matthias Glasners Der freie Wille mit Jürgen Vogel und Valeska Grisebachs Sehnsucht, Robert Altmans Ensemble-Komödie A Prairie Home Companion mit Stars wie Meryl Streep, Lily Tomlin und Kevin Kline läuft als Weltpremiere und handelt von einer legendären Radioshow die nach 30 Jahren abgesetzt wird. Ausser Konkurrenz laufen Capote über den extravaganten Autor Truman Capote und die Comic-Verfilmung V wie Vendetta über den Verlust der Identität in einer totalitären Welt sowie The Science of Sleep von Oscar-Preisträger Michel Gondry, der auch mit dem Dokumentarfilm Dave Chappelle's Block Party vertreten ist. 

Ausserdem werden gezeigt: Claude Chabrols Politthriller: L'ivresse du pouvoir, Michele Placidos Romanzo Criminale ein Gangster- und Korruptions-Drama, Michaels The Road to Guantanao, Pernille Fischer Christensens Debütfilm En Soap über das tragikomische Verhältnis zwischen der Besitzerin einer Schönheitsklinik und eines Transsexuellen, die schwarze Komödie Workingman's Death von Michael Glawogger, in der zwei Yuppies ihren Mitmenschen bösen Streiche mit fatalen Folgen spielen, El Custodio von Rodrigo Moreno, Zemestan (It's Winter) des persischen Regisseurs Rafi Pitts, Isabella von Pang Ho-cheung, Candy von Neil Armfield, Grbavica von Jasmila Zbanic, Invisible Waves von Pen-ek Ratanaruang, The New World von Terrence Malick, Syriana von Steve Gaghan, und Wuji / The Promise von Chen Kaige.

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