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Preisverleihung Filmschulfest München 2008


Filmprojektor

Nun ist das Filmschulfest 2008 vorbei  

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Filmschulfest München

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Das Filmschulfest 2008 ist am Sonnabend, dem 22. November, zu Ende gegangen. Ein Lob vorab für die gute Organisation, den stets warmherzigen Empfang und die überaus gemütliche Ausgestaltung der Lounge, wo man zwischen den jeweiligen Filmblöcken etwas trinken, essen, miteinander reden oder sich einfach ausruhen konnte. 

Ein Lob ebenfalls an die sympathische Moderation (Christina Wolf und Christian Kröner), die die Zuschauer durch die Welt des internationalen Studentenkurzfilmes führte und sich auch von konstruktiv kritischen Fragen wie "Warum wurde dieser Film für das Festival ausgewählt?" nicht aus der Ruhe bringen ließ.

Was aber vermochte man in den fünf Tagen, während jener der offizielle Wettbewerb lief, sehen? Alles in allem ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Programm und laut der einführenden Reden zur Eröffnung am 16. November die "besten Studentenfilme" der Welt von der "Elite" der zukünftigen Filmemacher. Allerdings kamen von den 44 Filmen bei 23 Nationen allein 10 Filme aus Deutschland. Aus den USA mit ihren zahlreichen Filmschulen war beispielsweise kein einziger Film vertreten, auch andere Länder wie etwa Schweden, Norwegen, Dänemark, Rußland, Frankreich und Italien fehlten vollkommen. Nur in einem der 10 Kurzfilmblöcke war kein deutscher Film zu finden. Dies vermittelte am Ende den Anschein eines ein wenig deutschlandzentrierten internationalen Festivals. 

Die Zusammenstellung des Programms war vor allem eines: überaus abwechslungsreich. Der größte Teil der fiktionalen Filme tendierte zu ernsten, problemorientierten Stoffen, aber es gab auch eine große Anzahl von Komödien. Am freiesten wirkten im Allgemeinen die Animationsfilme, die wie eine Art Nische schienen für jene Art von Filmen, denen man den Spaß an ihrer Verwirklichung ohne Mühe ansah. Insgesamt übertraf allerdings bei den meisten Filmen die äußere Gestalt zum einen den Inhalt und zum anderen die Fähigkeit, den Zuschauer zu berühren. Ein wenig zu viel Lehrbuch, ein bißchen zu wenig Seele, gerade bei jenen Filmen, die sich eng an die Realität anlehnten. Überwiegend schwach besetzt waren dieses Jahr die Dokumentarfilme, die entweder anderen Bereichen angehörten ("Nachtwake", "Sweat") oder die kaum eine Geschichte zu erzählen vermochten. 

Jury-Präsident Marc Rothemund (Mitte) bei der Preisverleihung zwischen den Moderatoren Christian Kröner und Christina Wolf  

Bei der Preisverleihung dominierten wiederum deutsche Produktionen, allerdings auch aus dem Grund, weil viele der Preise explizit für den deutschen Nachwuchs vergeben wurden. Außerdem gingen viele Auszeichnungen an Reto Caffis Film "Auf der Strecke", der dieses Jahr den Studentenoscar für den besten ausländischen Film gewann. 

Erwartungsgemäß und doch einigermaßen überraschend ging der Preis für den besten Film an eine eher problemorientierte Produktion, und zwar an den Film "A day in a life" von Zune Kwok. Erwartungsgemäß, da es "leichtere" Filme schwerer haben, wichtige Preise zu gewinnen, überraschend, weil es einige Filme auf dem Festival gab, denen man diesen Preis, vor allem aufgrund ihrer Originalität, Eigenheit und Nachwirkung durchaus eher zutraute. Letztere gewannen jedoch, abgesehen von "Auf der Strecke" überhaupt nichts, auch nicht den spontan eingereichten "Spezialpreis des Jury-Präsidenten", der an den guten, aber auch wenig überraschenden Film "6.5 Minutes in Tel Aviv" von Mirey Brantz ging. Erfreulich war es in diesem Zusammenhang, dass zumindest der "Arte-Kurzfilm-Preis" mit "The Year of the Pig" an einen eher fröhlichen Film verliehen wurde. 

Insofern bot das Filmschulfest 2008 viele Anregungen, viel Kurzweil und die Vorfreude auf das nächste Jahr, aber einige Aspekte gehören in den Bereich "Das alltägliche Geschäft", dessen Gesetzen nur schwer zu entfliehen ist. 

 

Einen Link zu allen Preisträgern finden Sie hier.  

 
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