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26. Münchner FilmfestivalTrotz der massiven Konkurrenz auf dem grünen Rasen kamen wieder einmal zahlreich die Mitglieder der Filmfamilie zur Eröffnung des Münchner Filmfestes ins Matthäser-Kino und zum anschließenden Empfang ins Künstlerhaus am Lehnbachplatz. Zur Eröffnung wurde der diesjährige Palme d´or Gewinner "Die Klasse" von Laurent Cantet in Anwesenheit des Regisseurs und einiger seiner jugendlichen Darsteller gezeigt. Die beinahe dokumentarisch anmutende Umsetzung versetzt den Zuschauer mitten hinein in eine schwierige Klasse eines Pariser Colleges. Die Arbeitsweise des Regisseurs ermöglicht eine starke Beteiligung an Freuden und Leiden der Schüler und vor allem auch des Lehrers, welche man über ein Schuljahr hinweg begleitet. Keine leichte Kost für angehende Pädagogen. Der Film übt deutliche Kritik am sozialen System, der Schule an sich und nicht immer macht es einem die beobachtende Dramaturgie leicht, etwas unentschlossenere Strecken interessiert zu überstehen. Dafür belohnt einen der Film aber zugleich durch einige starke, emotionale Momente. Regisseur Cantet hatte zur Eröffnung einige seiner jugendlichen Darsteller mitgebracht, die den Applaus sichtlich genossen. Nicht so sehr genossen haben offensichtlich die Catering-Mitarbeiter den Empfang. Völlig überfordert und mit dem falschen Konzept, sich mit flying Büfett durch die überfüllten Räume zu zwängen, stand ihnen der Schweiß sichtbar auf die Stirn geschrieben. So waren die raren Häppchen in der Regel bereits am Küchenausgang schon wieder von den Gästen abgegrast, in den übrigen Räumen und im Innenhof des Künstlerhauses kam so gut wie gar nichts an. Auf den hübsch eingedeckten Büfett-Tischen hingegen gab es schlicht und einfach Nichts,- die Gäste hatten also keine allzu guten Chancen. Da hätten Baguettestangen und Käseplatten wie aus Studentenzeiten sicher für Entspannung (und satten Einsparungen) gesorgt. FestivalpreiseWie auch schon die letzten Jahre wurden einige der Preisträger bereits vor der Eröffnung bekannt gegeben.
So geht der "CineMerit Award" dieses Jahr an die Schauspielerin Julia Christie. Der Bernhard Wicki Filmpreis geht an den Film "Die Frau des Anarchisten" von Regieduo Sehr/Noëlle. In den kommenden Tagen werden wir Sie auf dieser Seite mit ersten Vorabinformationen versorgen und natürlich auch während und nach dem Festival ausführlich über Filme, Ereignisse und Personen berichten. Wie üblich werden wir natürlich auch Interviews mit interessanten Gästen veröffentlichen. Wir vom Movie-College Team sind schon sehr gespannt. Wir wünschen auch Ihnen eine gute Zeit auf der Isarmeile und hoffen Sie bei der optimalen Auswahl unterstützen zu können. Kritiken finden Sie auf dem linken Rand der Seite ganz oben.
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