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Schule bereitet junge Menschen auf das Leben vor und gibt ihnen Wissen und Lerntechniken an die Hand um sich in Gesellschaft, Kultur und Beruf zurecht zu finden. Während das geschriebene Wort zu den Kulturzweigen zählt, die in den Lehrplänen ausreichend Raum einnehmen, werden Hörmedien, Video, DVD, Film und Fernsehen nur abhängig von den Anstrengungen einzelner Lehrkräfte intensiver in den Unterricht eingebunden. 

Dabei ist die Rolle der Medien in unserer Gesellschaft inzwischen so überwältigend, dass ihr Stellenwert im Unterricht gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Überwältigend sind die zahllosen Botschaften, die Werte, die Vorbilder, die schon fast unvermeidlich auf uns alle einwirken. Überwältigend auch die herausragenden Filmwerke, die Klassiker als wesentliche Bestandteile unserer Kultur. Film verwendet eigene Sprachmuster, deren Grundlagen vor mehr als 100 Jahren gelegt wurden. So wie wir die Literatur analysieren um Muster darin zu erkennen, so sollten auch Kino- und Fernsehfilme Gegenstand der Analyse sein. 

Die Populäre Kultur von Fernsehserie, Kinofilm, Werbe- oder Videoclip ist längst Allgemeingut geworden. Dabei setzen vor allem die von Marketing-Gedanken gesteuerten Filme und Clips auf möglichst arglose Rezeption. Wer die filmsprachlichen Mechanismen kennt, kann aufmerksamer und kritischer mit der Bilderflut umgehen, kann diese leichter zuordnen, kann offene oder verborgene Botschaften erkennen und seine eigene Haltung bewahren. Wer weiß, wie Filme, Fernsehsendungen oder Clips gemacht werden, findet Zugang zur Gestaltung eigener medialer Arbeiten.

Film-Kanon

Der französische Kult-Regisseur Francois Truffaut drückte es so aus: "Das Kino ist die wahre Schule des Lebens" Unter Federführung der Bundeszentrale für politische Bildung haben Regisseure, Drehbuchautoren, Medienpädagogen und Filmkritiker sich in zum Teil heftigen Diskussionen auf 35 Filmtitel geeinigt, welche in deutschen Schulen im Unterricht gezeigt und besprochen werden sollen. 

Darunter finden sich Stummfilm-Klassiker wie Nosferatu (R: Friedrich Wilhelm Murnau) aber auch europäisches Kino wie "Alles über meine Mutter" (R: Pedro Almodovar). Übrigens plädierten viele der Berater für eine Ausweitung auf 50 oder 100 Filmtitel, eine Zahl, der auch die Movie-College-Liste mit Film-Empfehlungen nahe kommt. Diese Liste ist allerdings nicht mit den für Grundschul-Unterricht erforderlichen Altersfreigaben der Filme abgeglichen.

In welcher Form die Schüler diese Filme zu sehen bekommen sollen, ob auf Video, DVD oder in Filmprojektion ist noch ungeklärt, ebenso die Frage der Rechte und möglicher Lizenzzahlungen. Mit der Umsetzung dieser Vorschläge bekommt der Film in den Schulen endlich etwas mehr von der Bedeutung eingeräumt, die er in der Realität schon seit einem Jahrhundert besitzt.

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Die Fähigkeiten, die Schüler im Umgang mit den Medien erwerben sollten, werden in der Pädagogik im Oberbegriff Medienkompetenz zusammengefasst. 

Mehrere Jahre in Folge wurde das Movie-College im Bereich Medienkompetenz für den Adolf-Grimme Online-Award nominiert. Seit seiner Gründung 1999 haben unzählige Lehrer, Berufsschullehrer, Schüler und Studenten mit den Materialien des Movie-College gearbeitet oder konkrete Fragen zu Referaten an die Redaktion (info@movie-college.de) gerichtet.

Um Ihnen das Auffinden für die Medienkunde relevanter Kapitel im Movie-College zu erleichtern, finden Sie an dieser Stelle ausgewählte, strukturierte Links.

Wenn Sie gezielt nach bestimmten Themen in den über 1500 Kapiteln des Movie-College suchen möchten, helfen Ihnen das A-Z, die Übersicht oder unsere Suchmaschine weiter. Wenn Sie mit Materialien des Movie-College im Unterricht arbeiten, oder diese in Referaten verwenden möchten, können Sie die Einwilligung dazu bei der Redaktion einholen.

 

 
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Quelle: Movie-College (www.movie-college.de)

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